Die Veranstaltung fand im Mai auf Einladung der Deutsch-Japanischen Gesellschaft zu Hamburg im Rahmen des 58. Kirschblütenfestes am Parksee in Planten un Blomen statt. Sie verband die Live-Kalligrafie der japanischen Meisterin Koho Kurihara mit einer Licht-, Klang- und Wasserprojektion des Künstlerduos cc2.
Die Projektion erfolgte auf eine künstlich erzeugte Wasserwand, die mithilfe einer leistungsstarken Tsurumi-Pumpe erzeugt wurde. Ein Prellschild verteilte das Wasser bis in eine Höhe von acht Metern und formte daraus eine dünne, gleichmäßige Wasserfläche.
Ein 20.000 ANSI-Lumen starker Laserprojektor der rebeam GmbH übertrug die Bildinhalte als Rückprojektion auf die Wasserwand. Die Ansteuerung erfolgte über eine Richtfunkstrecke, um eine flexible und zuverlässige Signalübertragung zu gewährleisten. Ergänzt wurde die audiovisuelle Inszenierung durch die Übertragung der Atem- und Körperbewegungen von Koho Kurihara mittels Mikrofontechnik. So wurden die Entstehung der Kalligrafie und die körperliche Präsenz der Künstlerin nicht nur sichtbar, sondern auch akustisch erfahrbar.
Zentrales Technikelement
„Bei Veranstaltungen dieser Art kommt es auf absolute Betriebssicherheit an. Die Zuschauer sahen die Kunst, wir sorgten dafür, dass die Wassertechnik als zentrales Element zuverlässig funktionierte“, sagte Sven Klauss vom Tsurumi-Vertrieb in Düsseldorf.
Zum Einsatz kam eine Hochdruckpumpe der Baureihe LH-W, die normalerweise für anspruchsvolle Entwässerungsaufgaben auf Baustellen oder im Bergbau verwendet wird. Die Baureihe verfügt über ein zweistufiges Laufradsystem und erreicht Förderhöhen von bis zu 216 m. Für die Wasserleinwand ist eine definierte Wassermenge erforderlich, die mit konstantem Druck kontinuierlich bereitgestellt werden muss. Bereits geringe Schwankungen können die Qualität der Projektionsfläche beeinträchtigen.
Mit einer Motorleistung von 11 kW, einem 3-Zoll-Druckanschluss und einer robusten Bauweise erfüllte die eingesetzte LH311W diese Anforderungen. Die Pumpe ist für den Dauerbetrieb unter anspruchsvollen Bedingungen ausgelegt. Verschleißfeste Komponenten, eine doppelte Gleitringdichtung sowie weitere Schutzsysteme gewährleisten ein hohes Maß an Betriebssicherheit.
Als japanischer Hersteller sieht Tsurumi sein Engagement zugleich als Beitrag zum kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Japan. „Es freut uns besonders, dass unsere Technik dazu beitragen konnte, eine künstlerische Brücke zwischen Tradition und moderner Medienkunst zu schlagen“, so Klauss.
Die Resonanz auf die Veranstaltung fiel positiv aus. Nach Angaben der Veranstalter verfolgten rund 5000 Besucher die Aufführung, womit ein neuer Besucherrekord erreicht worden sei. Auch aus Sicht des Künstlerteams verlief die technische Umsetzung erfolgreich. Projektion, Licht, Nebel, Sound und Wasser hätten reibungslos zusammengewirkt und ein Erlebnis im öffentlichen Raum geschaffen, berichtete Caren Mueller von cc2.