TOBROCO-GIANT: Gleich zwei Dutzend Verdichtungsgeräte für umfassende Lösungen

Tobroco-Giant soll künftig nicht nur als einer der größten Anbieter von Kompaktradladern wahrgenommen werden: Der Hersteller aus dem niederländischen Oisterwijk will sich zu einem Vollsortimenter für kompakte Maschinen und Geräte entwickeln. Durch die Übernahme von Ulbo Machinery hat sich die Angebotspalette des Unternehmens um die komplette Serie an Samac-Verdichtungsgeräten vergrößert (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 7/21, Seite 16).

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Im Werk Zwolle werden hochwertige Rüttelplatten und Stampfer unter dem Markennamen Samac hergestellt, wobei etwa viermal so viele Stampfer wie Rüttelplatten die Fertigung verlassen. Zusammengenommen ergibt das eine Produktion von mehr als 2 500 Einheiten im Jahr. Unter dem Dach von Tobroco-Giant mit deren Netzwerk von 750 Händlern in mehr als 60 Ländern will Ulbo Machinery auf eine Produktion von 10.000 Maschinen im Jahr wachsen.

Toine Brock sprach als Tobroco-Eigentümer und -Geschäftsführer im Vorjahr von der durch die Übernahme gegebene Möglichkeit, in neuen Segmenten zu agieren: »Vibrationsplatten und Stampfer passen sehr gut zu unseren aktuellen Giant-Modellen. Ganz gleich, ob es sich um Unternehmen im Tiefbau, Straßenbau, GalaBau oder Mietfirmen handelt, sie sind alle mit beiden Marken vertraut und haben von jetzt an nur eine Anlaufstelle für Kauf, Service und Wartung. Unser Ziel ist es, in der Zukunft eine umfassende Systemlösung anbieten zu können, damit Kunden für alle Maschinen und Geräte aus dem Kompaktbereich zu uns kommen können. Und das alles ›Made in Holland‹, wie auch unsere Lader. Giant ist nun sogar der einzige niederländische Hersteller von Rüttelplatten und Stampfern. Wir sind darauf sehr stolz.«

Eigene Corporate Identity und neues Logo

Die ersten Geräte sind nun in den Unternehmensfarben Gelb sowie Grau lackiert und haben ihr eigenes, zu Tobroco passendes Logo, in dem der Radlader durch Verdichtungsmaschinen ersetzt wurde. Die Serie besteht aus 24 Modellen, die dank qualitativ hochwertiger Komponenten mit Qualität, Produktivität und Strapazierfähigkeit bestechen sollen. Gewählt werden kann zwischen einem benzin-, diesel- oder elektrisch-angetriebenen Motor von Honda, Hatz oder Yanmar.

Giant liefert Stampfer mit einem Gewicht von 58 kg bis 80 kg. Die Gruppe der Rüttelplatten besteht aus elf direkt angelenkten Modellen (Einsatzgewicht von 51 kg bis 180 kg), acht reversierbaren Typen (vorwärts – rückwärts, 180 kg bis 485 kg) sowie einer Vibrationswalze. Sie erzielen eine maximale Verdichtungskraft von 67 kN und verfügen über eine Grundplatte mit einer Breite von 30 cm bis 85 cm.


Elektrifizierung im Blick

Tobroco-Giant fertigt eine elektrische Vibrationsplatte mit Technik von Honda (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 2/22, Seite 43). Die 103 kg schwere GP1950E ist mit einem Honda-GXE2.0H-Motor und einer 72-V-Batterie ausgestattet, die laut Anbieter binnen einer Stunde auf 80 % geladen werden kann. »Diese arbeitet auch zehn Minuten länger, was praktisch doppelt so lang ist wie beim Wettbewerb«, ist Jan Alwin Ulderink vom Werk in Zwolle überzeugt. »Die Einführung dieses Elektromodells stellt gleichzeitig den Start einer kompletten elektrisch betriebenen Serie dar, die in Kürze auch den E-Stampfer GR740E und die reversierbare E-Platte GPR5575E beinhalten wird.«

Zusätzlicher Nutzen soll entscheiden

Die Giant-Verdichtungsmaschinen sollen sich nicht nur durch eine längere Batterielaufzeit hervorheben, sondern auch von typischen Samac-Merkmalen profitieren. Dazu zählen nach Anbieterangaben »felsenharte« wie auch besonders schnelllaufende Verdichter.

In Zwolle werden nicht nur länderspezifische Modifikationen umgesetzt, sondern auch so viele Arbeitsschritte wie möglich »inhouse« ausgeführt, um die Qualität dauerhaft zu sichern und in Abschlusstests prüfbar zu halten. Eine überwiegend Computer-gesteuerte Produktion ermöglicht die Integration von Maschinenweiterentwicklungen und den Bau von Prototypen im täglichen Produktionsprozess.

»In der Vergangenheit musste eine Rüttelplatte oder ein Stampfer einfach die gewünschte Verdichtung erzielen, doch in den letzten Jahren bekam das Produkt immer neue Aspekte: Design, Leitlinien zur Arbeitssicherheit, Vorgaben in Bezug auf Abgase und Lärm«, sagt Jan Alwin Ulderink, der die Arbeit am Produkt als »besondere Sportart« beschreibt. »Wir verwenden nun große Anstrengungen darauf, mit sehr wenig Vibration zu arbeiten, obwohl die Maschine ja eigentlich mit der Hilfe von Vibration verdichten soll. Somit bleibt es immer herausfordernd! Entwicklungsarbeit liegt uns jedoch im Blut, darum passen wir in dieser Hinsicht sehr gut zu Tobroco-Giant. Als Teil dieser ehrgeizigen Organisation können wir uns bei­spielsweise auch in Sachen Produktionsstückzahlen und unbemannter Produktion weiterentwickeln, um die nächsten Wachstumsschritte zu erreichen.«    t

Firmeninfo

TOBROCO-GIANT

Industrielaan 2
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