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SENNEBOGEN: Einsatz in Mailand

Im Mailänder Navigli-Viertel ziehen Kanäle aus dem Mittelalter, Restaurants am Wasser und Ateliers in versteckten Höfen die Bewohner der lombardischen Stadt normalerweise in ihren Bann. In der Nähe kam kürzlich ein Sennebogen-Raupenkran 1100 E zum Einsatz, um einige hundert Meter Spundbohlen zu demontieren, und so das Gelände, auf dem ein neues Wohnbauprojekt entstehen soll, vorzubereiten.

Spundbohlen werden bis in eine geeignete Tiefe unter die Baugrube eingesetzt, miteinander verbunden und bilden so eine senkrechte, sogenannte Spundwand. Die Wand dient der Abschirmung gegen Wasser und/oder als Stütze des Bodens. Sie kann dauerhaft oder vorübergehend eingesetzt werden. Bei einem zeitlich beschränkten Einsatz werden die Spundbohlen nach Abschluss der Arbeiten aus dem Boden entfernt und wiederverwendet.

So vor Kurzem in Mailand in der Via Argelati geschehen, wo im Sommer Trockenlegung, Aushubarbeiten und Fundamentlegung zur Sanierung des Standorts erfolgten, an dem zwei Wohnhäuser entstehen sollen. Das Mittel der Wahl für das Ziehen der Spundwand war ein Sennebogen-Raupenkran des Typs 1100 E.

»Auf dieser Baustelle wird es eine Reihe öffentlicher Bauvorhaben geben, die in Verbindung mit dem in der Via Argelati stehen, wo ein Wohnkomplex geplant ist«, erklärt Claudio Pizzamano, Eigentümer des Unternehmens Locapal, das den 1100 E eingesetzt hat. An Locapal verkauft wurde der 1100 E von Vertriebs- und Servicepartner ESPI Engineering.

Viel zu tun für den Raupenkran

Bei dem Projekt wurde Locapal durch den niederländischen Konzern Arcadis, wiederum im Auftrag der Cooperativa CCL Cerchicasa, mit dem Herausheben von 150 Spundbohlen mit einer Länge von 10 m und 130 Spundbohlen mit einer Länge von 13 m beauftragt. Dazu hat das venezianische Unternehmen mit dem 1100 E auf einen der vier Sennebogen-Krane in seiner Flotte zurückgegriffen. Dieser kam zum Einsatz, als ein Bagger die Spundbohlen im Erdreich »entdeckt« hatte.

Der 1100 E gehört mit einer Traglast von 50 t zur breiten Palette an Raupenkranen des Straubinger Maschinenherstellers. Ausgerüstet mit einem Aufsatzrüttler zieht er die Spundwandbohlen aus dem Baugrund und legt sie kontrolliert neben sich ab. Das deutsche Unternehmen verfügt über mehr als 60 Jahre Erfahrung beim Bau von Kranen. »Der Raupenkran 1100 E ist Teil unseres Fuhrparks, zu dem ein weiterer Raupenkran und zwei Sennebogen-Teleskopkrane gehören«, so Claudio Pizzamano. Der 1100 E gelte dank seiner Kompaktheit mit einem geringen Einsatzplatzbedarf und einer flexiblen Lenkbarkeit bei den täglichen Arbeiten und bei Einsätzen wie dem in der Via Argelati als sehr effizienter Partner. »Zudem ist der 1100 E dank seines 129 kW starken Motors eine sehr leistungsfähige und effiziente Maschine«, so der Eigentümer.

Wie seine großen Brüder erlaubt der 1100 E eine nach Anbieterangaben sichere Nutzung bis zu 90 % der Traglast und zeigt sich deshalb auch vor Ort sehr flexibel nutzbar. »Dank der Steuersensibilität ist in jeder Situation eine sichere Positionierung der Lasten möglich. Außerdem kann man bis zu einer Neigung von 3° arbeiten, da der Raupenwagen für die entsprechende Stabilität sorgt. Die Seilwinde mit 120 kN hat eine Geschwindigkeit von bis zu 125 m/min und wird durch hochdruckgeregelte Hydraulikmotore angetrieben, die stets für eine starke Zugkraft und optimale Geschwindigkeitsregelung sorgen«, unterstreicht Pizzamano.


Positiv hervorzuheben ist auch der robuste Kranausleger, der dank des modularen Systems von Sennebogen auf eine Länge von bis zu 52,3 m gebracht werden kann.

Kompakt und effizient dank Selbstmontagesystem

Der E-Raupenkran wartet neben kompakten Maßen mit einem Transportgewicht der Grundmaschine von 30 t und einem einfachen Aufbau auf. Dank Selbstmontagesystem von Sennebogen kann der 1100 E in wenigen Schritten vor Ort aufgestellt werden.

Ergonomie und Komfort

Der 1100 E kann laut Claudio Pizzamano auch mit einem maximalen Komfort für den Kranführer aufwarten. »Die Maxcab-Kabine bietet eine wirklich wichtige Ergonomie und einen 360°-Komfort mit Klimatisierung, Sitzheizung und druckluftgefedertem Sitz.«    t

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