Robert Aebi GmbH Pro Days 2026: Eine Armada an Baumaschinen

Strahlender Sonnenschein und Baumaschinen, so weit das Auge reichte: Die Pro Days 2026 von Robert Aebi erwiesen sich als wahre Spielwiese für Maschinisten – und haben aufgezeigt, dass die Branche derzeit nach klaren Lösungswegen sucht, um noch mehr Produktivität, Zuverlässigkeit und Leistungskraft auf die Baustelle zu bringen. Als Veranstaltungsort diente das Ebenhöh-Kieswerk »Lüß« in Neuching, wo das bauMAGAZIN nicht nur diverse Maschinen selbst testen, sondern auch mit Geschäftsführer Armin Süß über die aktuelle Entwicklung der Branche sprechen durfte.

Lesedauer: min | Bildquelle: Robert Aebi
Von: Dan Windhorst
Von: Benjamin Chucholowski

Die erklärte Zielsetzung der Pro Days war es, neue Lösungen für Anwender greifbar zu machen. Und genau das ist Robert Aebi im Kieswerk der Ebenhöh GmbH, nordöstlich von München, auch tatsächlich gelungen. Insgesamt waren knapp 500 Teilnehmer vor Ort – und gegenüber dem bauMAGAZIN stellten diverse Besucher klar, dass eine schicke Broschüre allein nicht ausreiche, um sich für die Investition in neue Maschinen zu entscheiden. »Wir müssen das Ding selbst testen« – und genau das haben die Teilnehmer auch ausgiebig getan. Tatsächlich waren so manche Tester teilweise kaum mehr aus der Maschine zu bekommen. Als Händler hat Robert Aebi außerdem ein kluges Köpfchen bewiesen und neben Maschinen seiner bekannten Herstellermarken Volvo CE und Ammann auch auf Partner wie Volvo Trucks, SSM, OilQuick, Tuchel und Allu gesetzt, was die Bandbreite an gezeigten Lösungen deutlich erweitert hat.

Großes Repertoire an Lösungen

Im Segment der Raupenbagger trafen die Teilnehmer u.a. auf den Volvo »ECR355«, ein Kraftpaket, das trotz 37 t Einsatzgewicht, knapp 2,5 m3 Löffelvolumen und 189 kW Leistung über einen kurzen Heckschwenkradius von 2 040 mm verfügt. Das macht diese KurzMaschine extrem vielseitig, da sie trotz ihrer Masse und Leistungskraft auch dort zum Einsatz kommt, wo Platz eher Mangelware darstellt. Hinzu kommen richtig starke Hub- und Zugkräfte. Im Kieswerk stellte Robert Aebi außerdem seinen »EC260« für Tests zur Verfügung: Der bis zu 34 t schwere Raupenbagger gilt als Allrounder, da er sich sowohl für klassische Erdarbeiten als auch für Steinbrüche und präzisen Grabenaushub eignet. Grundsätzlich ist der »260er«, der im Übrigen auch als Hybridvariante existiert, für schwere Arbeiten konzipiert. Die Motorleistung liegt bei 168 kW, das Löffelvolumen bei bis zu 1,76 m3, die Reichweite bei 9 960 mm und die maximale Grabtiefe bei 6 590 mm. Damit deckt die Maschine eine breite Palette an Einsatzmöglichkeiten ab. Gelobt haben die Teilnehmer den »ECR355« sowie den »EC260« vorrangig für das schnelle und präzise Arbeiten, und selbiges kann die bauMAGAZIN Redaktion nur bestätigen: Der »ECR355« kann gewaltige Kraft mobilisieren und erweist sich aufgrund der Kurzheckvariante als flexibel, wendig und unkompliziert. Beim »EC260«, so die Rückmeldung der Produktspezialisten, die als Ansprechpartner vor Ort waren, sollen die neue elektrohydraulische Anlage mit verbessertem Hauptsteuerventil sowie Assistenzsysteme wie die Grabhilfe »Dig Assist« punkten. Was beim Maschinenrundgang auffiel: Volvo setzt hier klar auf hohe Wartungsfreundlichkeit und starken Bedienkomfort. Vertreten war im Übrigen auch der »ECR145« und damit ein rund 16 t schwerer Raupenbagger mit ebenfalls kurzem Schwenkradius, erhöhter Kraftstoffeffizienz und verbesserter Hubkapazität. Mit einer Leistung von 90 kW, einem Löffelvolumen von bis zu 0,82 m3 und einem Heckschwenkradius von lediglich 1 565 mm dürfte diese Maschine wahrlich viele Einsatzbereiche abdecken. Im Test fiel auf, dass die Maschine von zahlreichen Volvo-Weiterentwicklungen profitiert. Das wird insbesondere in der Fahrerkabine sichtbar: Hier trifft der Bediener auf das »Co-Pilot«-Display, das in Kombination mit Kamerasystemen sowie 360°-»Smart View« gute Übersicht verschafft, hohe Sicherheitsstandards setzt und letztlich gut mit der verbauten Lenkhebelsteuerung harmoniert. Das Bedienen fühlt sich leichtgängig und präzise an – die Maschine reagiert auffallend schnell und profitiert mitunter von smarten Unterstützungssystemen, die insgesamt sehr ausgereift wirken.
 

Schnell, mobil und präzise

Viel Aufmerksamkeit erhielten darüber hinaus die Mobilbagger. Und wie dem bauMAGAZIN auffiel, weckte vor allem der »EWR170« großes Interesse – denn aus dem waren die Tester vor Ort teilweise gar nicht mehr herauszubekommen. Der 17-Tonner verfügt über einen Heckschwenkradius von 1 790 mm, einen um mehr als 0,5 m reduzierten Frontschwenkradius sowie laut Volvo über eine deutlich gesteigerte Hubkapazität. Klar ist, dass diese Arbeitsmaschine vorrangig in urbaner und beengter Baustellenumgebung zum Einsatz kommt. Dafür sprechen die extrem hohe Manövrierfähigkeit, die Leistungskraft und die hohe Flexibilität. Fragt man die Volvo-­Experten direkt, sprechen die beim »170er« vom »besten 17-t-Mobilbagger am Markt«. Letztlich, und das ist das Urteil jener, die diese Maschine direkt vor Ort getestet haben, lässt sich nicht verkennen, dass der »EWR170« schlichtweg »zu Ende gedacht« wurde. Tatsächlich wirkt der Mobilbagger mit Blick auf Effizienz und Leistungsmöglichkeiten extrem gut abgestimmt: Eine intelligente Hydraulik, die automatische Leerlauf­automatik, das elektrohydraulische Lastmesssystem und der Zugriff auf zahlreiche Assistenzsysteme bereiten wirklich gute Laune. Die Kabine wurde neu gestaltet, und das ist sowohl spür- als auch sichtbar. Der Bediener hat seinen Arbeitsbereich gut im Blick, der Geräuschpegel ist niedrig und die Bedienelemente sorgen für bequemes Arbeiten. Quasi gleich nebenan durften die Event-Besucher außerdem den »EWR150« und damit einen kompakten Mobilbagger testen, der starke Leistungsdaten mit sich bringt. Was sich beide Maschinen teilen, ist das große Einsatzspektrum: Aufgrund der Manövrierfähigkeit, des kurzen Schwenkradius und präziser Steuerung eignen sie sich ideal für Arbeiten im städtischen und extrem beengten Bereich. Der »EWR150« kommt auf 15 t Einsatzgewicht, 115 kW Motorleistung und lässt sich individuell den Anforderungen vor Ort anpassen.

Schweres Gerät auf Rädern

Ein Highlight stellte im Übrigen der große Radlader »L180« dar. Mit einem Einsatzgewicht von 27 bis 28,4 t, einer statischen Kipplast von 18,9 t sowie einem Löffelinhalt von bis zu 16 m3 hat das schwere Gerät richtig Eindruck hinterlassen. Im Mittelpunkt stehen laut Robert Aebi sowohl Effizienz als auch Rentabilität des laufenden Betriebs. Der »L180« soll mit kürzeren Zykluszeiten, optimierten Anbaugeräten und intelligenter Ladeassistenz punkten. Insgesamt wirkt der Radlader extrem robust, kraftvoll und zuverlässig. Ausgestattet mit »Load Assist«, On-Board-Wiegesystem und Lastenschlagzettel dürfte diese Maschine hohe Produktivität mit sich bringen – nach mehreren Ladespielen hat sich gezeigt, dass der Bedienkomfort wirklich hoch ist. Das interaktive Display, ein dynamisches Kombiinstrument und anpassbare Bedienereinstellungen sorgen für Übersicht und einfache Handhabung. Aufgrund verbauter Systeme wie smarter Kollisionsvermeidung und 360°-Smartview können große Radlader wie der »L180« hohe Sicherheitsstandards gewährleisten.

Knickgelenkte Arbeitstiere

Um Arbeitsprozesse im vollen Umfang abzubilden, hat sich Robert Aebi dazu entschlossen, anlässlich der Pro Days auch einige Dumper aufzufahren – darunter den »A25« von Volvo. Diese knickgelenkte Maschine ist dem bauMAGAZIN bereits mehrfach begegnet, und auch diesmal ließ es sich die Redaktion nicht nehmen, »hinter die Kulissen« des Dumpers zu blicken. Denn: Der »A25« ist ein wirklich bemerkenswertes Kraftpaket. Mit seiner Ladekapazität von 25 t, einer Motorleistung von 235 kW und einem Muldenvolumen von bis zu 15,3 m3 liefert er bemerkenswerte Geländegängigkeit. Der verbaute Antriebsstrang, die intuitive Bedienung und die robuste Bauweise haben sich bei diesem Modell wirklich bewährt. Tatsache ist, dass Volvo in diesem Segment über noch größere Modelle wie den »A45« mit 42 t oder den »A60« mit 55 t Ladekapazität verfügt, aber eines teilen sich alle Knickdumper: Sie sind extrem robust, verfügen über satte Leistung und gelten innerhalb der Branche als zuverlässig.

Maschinen für den Straßenbau

Mit von der Partie waren überdies Maschinen von Ammann – darunter die Tandem-Vibrationswalze »ARP75«, die speziell für mittlere und große Verdichtungsprojekte im Verkehrswegebau entwickelt wurden. Mit einer Bandagenbreite von 1 500 mm, einer Motorleistung von 55,4 kW und einem Betriebsgewicht von 7,3 t ist die »75er« für viele Einsatzbereiche geeignet. Hervorzuheben ist hier in erster Linie die variable Verdichtungsleistung: Ein zweistufiges Erregersystem erlaubt die Anpassung an konkrete Baustellen. Gleichzeitig, so Robert Aebi, soll die Ammann-Walze über ein fortschrittliches Antriebssystem verfügen, das ruckartiges Anfahren sowie Anhalten während des Einsatzes verhindert. Was dem bauMAGAZIN auffiel: Die Kabine erweist sich als geräumig und erstaunlich leise – gleichzeitig steht dem Maschinisten eine 360°-Übersicht zur Verfügung. Vor Ort war Ammann allerdings auch mit seinem »ABG 7820«, einem leistungsstarken Kettenfertiger, der mit einer Grundbreite von 2,5 m, einer maximalen Einbaubreite von 11 m sowie einer Einbauleistung von 900 t/h auftrumpft. Der Kettenfertiger besitzt eine elektronische Antriebssteuerung, eine Lebensdauerschmierung der Laufrollen sowie geschmiedete wie gehärtete Verbindungsstücke der Raupenketten. Mit dem »ARS 170« zeigte Ammann last but not least einen knapp 16 t schweren Walzenzug: Aufgrund der verschiedenen Bandagen-Möglichkeiten und einer einfachen Bedienung gilt die Maschine als vielseitig einsetzbar. Die Bandagenbreite liegt bei diesem Modell bei 2 130 mm, während die Steigfähigkeit (mit Vibration) rund 50 Prozent beträgt.

Ein Stand der Dinge

Im Nachgang der Pro Days hat die Redaktion mit Geschäftsführer Armin Süß über das Event gesprochen und erfahren, dass die Rückmeldungen durchweg positiv waren: »Besonders geschätzt wurde die Möglichkeit, unsere Maschinen unter realistischen Bedingungen selbst zu testen und sich dabei direkt mit unseren Spezialisten auszutauschen. Genau dieser praxisnahe Ansatz macht für viele den Unterschied bei einer Investitionsentscheidung.« Und genau das bestätigten auch zahlreiche Teilnehmer vor Ort. Im Kern, so die Tester, gehe es Unternehmern und Maschinisten darum, niemals die »Katze im Sack« zu kaufen. Sei es ein neuer Raupenbagger, ein knickgelenkter Dumper oder ein Radlader, die Besucher haben die Möglichkeit genutzt, die Maschinen unter realistischen Einsatzbedingungen zu testen und lobten, dass gleichzeitig die Möglichkeit bestand, mit Produktspezialisten vor Ort zu sprechen. »Auch die Vertreter unserer Herstellermarken Volvo CE und Ammann sowie die unserer Veranstaltungspartner Volvo Trucks, SSM, OilQuick, Tuchel, Allu, Hopf und VTN zeigten sich vom Format, der hohen Besucherqualität und der intensiven Nutzung begeistert«, wie Armin Süß anfügte.


Zur aktuellen Situation der Bau- und Baumaschinenbranche stellte der Geschäftsführer klar: »Der Markt zeigt sich derzeit sehr heterogen. Während einige Unternehmen angesichts geopolitischer Unsicherheiten und Kostensteigerungen investitionszurückhaltend agieren, berichten andere von gut gefüllten Auftragsbüchern und zusätzlichem Ausrüstungsbedarf. Die angekündigten staatlichen Investitionen sind bislang zwar nur teilweise im Markt angekommen, der Nachholbedarf, insbesondere bei Infrastruktur und Sanierung, ist jedoch unbestritten hoch. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für 2026 eine Stabilisierung des Markts mit einem leichten Aufwärtstrend, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte. Entscheidend wird sein, wann und in welchem Volumen die beschlossenen Infrastrukturmittel tatsächlich wirksam werden.« Für Robert Aebi selbst, so Armin Süß weiter, stünden außerdem zwei zentrale Themen für die Zukunft der Baubranche im Mittelpunkt: die zunehmende Digitalisierung und die Elektrifizierung von Baumaschinen. »Maschinen sind heute nicht mehr isolierte Arbeitsgeräte, sondern Teil vernetzter Systeme: vom Flottenmanagement über vorausschauende Wartung bis hin zur Optimierung kompletter Baustellenprozesse.« Weitere Präsenz möchte Robert Aebi in den kommenden Monaten auf der SteinExpo sowie auf der GaLaBau zeigen. Geplant ist ein gemeinsamer Auftritt mit Swecon in Nürnberg, um die aktuelle Volvo-Maschinenpalette für den Garten- und Landschaftsbau aufzuzeigen.

Während die Robert Aebi GmbH als Vertragspartner von Volvo Construction Equipment den süddeutschen Raum mit sieben Regionalzentren in Baden-Württemberg und Bayern abdeckt, ist die Swecon Baumaschinen GmbH mit 19 Standorten von der Mitte Deutschlands bis in den Norden vertreten. Wichtig in diesem Zusammenhang zu erwähnen ist, dass Swecon seit Februar zu Volvo Construction Equipment gehört. »Die Zusammenarbeit mit Robert ­Aebi hat sich als stark erwiesen – gemeinsam bringen wir unsere Erfahrungen ein und freuen uns auf den Dialog mit den Messebesuchern. Unser Ziel ist es, nah am Kunden zu bleiben. Wir bieten passgenaue Lösungen, von der Maschine bis zu digitalen Services«, so Swecon-Geschäftsführer Falk Bösche.d

Firmeninfo

Robert Aebi GmbH

Engelberg 1
88480 Achstetten

Telefon: +49 7392 9653-0

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