Gewinnung – Aufbereitung – Abbruch – Brechen und Sieben Aktuelles

Powerscreen und Telestack bei Christophel: Zwei Problemstellungen gelöst

Die Unternehmensgruppe Günter Papenburg beschäftigt rund 3 500 Mitarbeiter in den Sparten Hoch-, Tief-, Straßen- und Gleisbau, Bau­maschinenhandel und Service, Maschinen- und Anlagenbau, Spedition und Entsorgung einschließlich Recycling und Deponierung, sowie Gewinnung von Rohstoffen und Produktion von Baustoffen. Bei der Produktion von Baustoffen setzt die Unternehmensgruppe in ihren Sand- und Kiesgruben, der Schlackenaufbereitung und im Recycling seit Jahren auf mobile Siebanlagen von Powerscreen. Ob feine Trennschnitte im Sand und Kies, oder bei siebschwierigen Materialien – die Siebkästen der Powerscreen-Anlagen stehen für beste Siebergebnisse bei hoher Leistung.

Der zur Sparte Rohstoffe ge­hörende Standort in Fars­leben mit dem Niederlassungs­leiter Carlo Hinze hatte kürzlich ­eine neue Aufgabenstellung zu lösen: Um die geforderte Menge Material fristgerecht liefern zu können, suchte Hinze eine Siebanlage, die 250 t/h Zielfraktion 0 – 30 mm herstellen kann und für den Betrieb mit nur einem Radlader geeignet ist. Dabei dürften es Radlader alleine schwer haben, die Siebanlage bei dieser Leistung voll zu halten und gleichzeitig die abgesiebten Fraktionen aufzuhalden. Nachdem man sich mit Christophel aus Lübeck als langjährigem Lieferanten über die Aufgabenstellung verständigt und einen Siebversuch mit der in Farsleben vorhandenen Powerscreen-Grobstücksiebanlage des Typs Warrior 1400 durchgeführt hatte, war schnell klar, dass ein herkömmlicher Ein-Wellen-Siebkasten mit 10 – 12 mm Amplitude nicht genügend Energie aufbringen kann, um das bindige Material so zu beschleunigen und aufzubrechen, dass es durch das Unterdeckmaschensieb gezwungen wird. Der Einsatz von Fingersieben stellte für Carlo Hinze keine Option dar, weil die Zielfraktion für die Deponieabdeckung in der Korngröße definiert und frei von Störstoffen wie Folie, Holz sowie plattigem, scherbigem Material sein muss.


Neue 3-Wellen-Technologie

Es wurde Zeit, auch in der ­Unternehmensgruppe Günter Papenburg die Vorteile der neuen 3-Wellen-Technologie von Powerscreen unter Beweis zu stellen.

Mit der Schwer­last­sieb­an­la­ge Warrior 2100 von Powerscreen lassen sich bisher nicht lösbare Sieb­applikationen erfolgreich bei hoher Leistung umsetzen. Drei einstellbare Siebwellen sorgen für die entsprechende Amplitude von bis zu 16 mm und den entsprechenden Vorschub des Materials durch eine elliptische Bewegung von 30° bis 60° auf dem Schwerlastsiebkasten. Insgesamt stehen neun verschiedene Einstellungen zur Verfügung, um den Siebkasten in Amplitude und Vorschub auf das entsprechende Material einzustellen.

Gemeinsam mit der größeren Schwester Warrior 2400 handelt es sich um eine besondere Lösung in der mobilen Siebtechnik, die bereits in der Vorabsiebung von bindigem Kalkgestein, in der Aufbereitung von bindigen Deponieböden bei feinen Trennschnitten, und in der Aufbereitung von bindigem Gleisschotter erfolgreich im Einsatz ist. Auch beim Leistungstest in Farsleben konnte das Konzept des Schwerlastsiebkastens der Powerscreen Warrior 2100 punkten. Bei einer Aufgabeleistung mit einem Komatsu-Radlader des Typs WA470 von 2 700 t am Tag hat die Warrior 2100 rund 2 250 t Zielfraktion 0 – 30 mm (83 % des Aufgabematerials) mit über 20 % Abschlämmbaren ausgesiebt und über das breite Seitenaustragsband gefördert. Womit sich auch das zweite Problem für Niederlassungsleiter Carlo Hinze bestätigte: bei der Leistungsfähigkeit der Warrior 2100 war der Radlader allein mit der Befüllung der Anlage beschäftigt und zusätzliches Umhalden nicht mehr möglich.

Mobiles Telestack-Haldenband spart zweiten Radlader ein

In Ergänzung zur Siebanlage übergibt das Seitenaustragsband der Powerscreen Warrior 2100 die Zielfraktion 0 – 30 mm auf ein mobiles Telestack-Haldenband des Typs TC421 R. Mit einer Förderleistung von bis zu 400 t/h bei einem Verbrauch von lediglich rund 5 l/h Diesel wird das Material selbstständig auf maximal 10 m Höhe aufgehaldet. So entsteht mit dem 21-m-Band mannlos eine locker aufgesetzte Halde von rund 1 800 m³. Mittels der hydraulisch angetriebenen Schwenkräder erhöht sich das Haldenvolumen bei 180° Schwenkradius sogar auf ca. 8 900 m³. Dies erspart einen zweiten Radlader und sorgt dank der gewonnenen Haldenhöhe für einen geringen Flächenbedarf. Ein weiterer Vorteil des Telestack TC421 R ist sein Kettenlaufwerk, das im Haldenbetrieb als Band-Schwenkpunkt und in Transportstellung zum Verfahren der Anlage genutzt wird.    §

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