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Pneuhage Management GmbH & Co. KG Eine Million Runderneuerungen in Nossen

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Pneuhage Management

Die Pneuhage Reifenerneuerungstechnik in Nossen hat im Oktober seit Aufnahme des Produktionsbetriebs im Jahr 1991 die beachtliche Produktionsmenge von einer Million Reifen erreicht. Damit wurden über 40 000 t wertvolle Rohstoffe wiederverwertet. Die für die Erneuerung verarbeiteten Laufstreifen sind aneinandergelegt rund 2 500 km lang.

Björn Tischer, Verkaufsleiter Pneuhage Reifenerneuerungstechnik und Betriebsleiter Werk Nossen 

»Der ›Recamic Works D‹ ist ein innovatives Profil für den Einsatz im On- und Offroad-Bereich von schweren Nutzfahrzeugen.«

Vor fünf Jahren beging das Karlsruher Schwesterwerk bereits dieses Jubiläum. 2023 wurde gemeinsam die Zwei-Millionen-Schwelle für runderneuerte Reifen für Lkw, Bus, Auflieger oder Anhänger in Größen von 17,5 bis 22,5 Zoll überschritten. Die Stückzahlen werden seit 1988 gezählt, als am heutigen Firmensitz in Karlsruhe ein Neubau in Betrieb ging. Zuvor erneuerte man 15 Jahre lang am Standort eines übernommenen Reifendienstes. Das Runderneuerungswerk in Nossen startete unmittelbar nach der Wende 1991 und erhielt 1993 einen Neubau. 2001 erfolgte jeweils eine Produktionsumstellung von »Bandag« auf »Recamic«.

Reifen runderneuern statt gleich entsorgen

Bereits seit 1985 setzt Pneuhage das Kalt-Runderneuerungs-Verfahren ein. Dabei wird die Lauf­fläche des gebrauchten Reifens durch einen bereits vorvulkanisierten Profilstreifen ersetzt. Verwendet werden ausschließlich »Recamic«-Laufstreifen von Michelin. Verkaufsleiter Björn Tischer geht speziell auf eine Lösung für die Baubranche ein: »Der ›Recamic Works D‹ ist ein innovatives Profil für den Einsatz im On- und Offroad-Bereich von schweren Nutzfahrzeugen. Eine extrem kerbzähe Mischung macht ihn resistent gegen äußere Beschädigungen und sorgt für eine maximale Laufzeit. Das 22 mm tiefe Profil bietet optimierten Rollwiderstand, Laufruhe und Sicherheit bei den Straßenanteilen. Denn entgegen vieler anderer Profile in diesem Segment verfügt der Reifen über eine Laufrichtung und ­Lamellentechnologie.«

Unabhängig vom jeweiligen Einsatzgebiet hat bei Pneuhage seit jeher Qualität den obersten Stellenwert. Aus diesem Grund werden in regelmäßigen Abständen die hohen Standards auditiert, um die ECE-Regelung 109 mit der Anerkennung des Kraftfahrtbundesamtes zu erhalten. In beiden Werken erneuern rund 50 Beschäftigte jährlich bisher bis zu 70 000 Reifen. Dabei setzt man auch auf eigene Ausbildung von Vulkaniseuren durch erfahrene Meister. Über die Filialen der Pneuhage-Reifendienste und weitere Fachhändler erhalten die Kunden ihre eigenen Karkassen, erneuert mit dem Wunschprofil, schnell wieder zurück. Alternativ kann auch der komplette runderneuerte Reifen ab Lager geliefert werden. Tischer betont: »Beim zweiten oder gar dritten Reifenleben freuen sich die Kunden je nach Laufstreifen und Einsatz oft über höhere Laufleistungen und weniger Kraftstoffverbrauch als bei den Neureifen. Klar, dass diese immer wieder gerne den ökologischen Weg wählen, der sogar noch wirtschaftlich ist.«


Digitalisierung auch für Runderneuerungen

In den letzten Jahren arbeiten das Flottenmanagement der Pneuhage Fleet Solution und Pneuhage Reifenerneuerungstechnik vermehrt Hand in Hand. Tischer erklärt: »Wir setzen hier zusammen mit den Pneuhage Reifendiensten auf die digitale Flottenkomplettlösung ›MyFleetPlus‹. Dazu gehört ein effizientes Karkassen-Management, um unsere Kunden wirtschaftlich mobil zu halten. Das System schafft hier entsprechend Transparenz.« Die Digitalisierung der Produktion selbst sowie die sinnvolle Integration KI-gestützter Prozesse sind laut Tischer im Zuge der aktuell laufenden Erneuerung des gesamten Maschinenparks beider Werke mit vorgesehen. Der Jubiläumsreifen mit der Produktionsnummer 1 000 000 erhält zur Erinnerung an die Leistung der Beschäftigten im Werk einen Ehrenplatz.s

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