Die Reinhard Schulze Tertilt GmbH aus dem münsterländischen Everswinkel ist ein Familienunternehmen mit Tradition im Garten- und Landschaftsbau. Mit über 70 Beschäftigten hat sich die Firma bereits seit 1980 immer weitere Bereiche im GaLaBau erfolgreich erschlossen und steht heute als mittelständischer Full-Liner gewerblichen und privaten Kunden zur Verfügung. Eine Grundlage für den nachhaltigen Erfolg stellt dabei auch ein entsprechender Maschinenpark dar. Mit der jetzt erfolgten Erweiterung um die mobile Siebanlage »EvoQuip Colt600«, so Moerschen, schaffe sich Schulze Tertilt neue Möglichkeiten.
Die Produktion wertvoller Baustoffe vor Ort
Was macht ein GaLaBauer mit einer Schwerlastsiebanlage, mag sich mancher fragen. Dabei müsste die Frage eigentlich heißen: Wie kommt ein ambitionierter Full-Liner ohne aus, wie Geschäftsführer Thorsten Schulze Tertilt mit einem Augenzwinkern meint. Für das Unternehmen hat sich die Anlage zu einer Produktionsstation für wertvolle Baustoffe entwickelt – und schafft gleichzeitig Recyclingmöglichkeiten in eigener Sache. »Wir bereiten fast alle Schüttgüter am Platz auf. Dabei sieben wir Steine aus Sanden, um neuen Füllsand zu erhalten, oder entfernen Steine und Wurzeln aus Bodenaushub und schaffen uns frischen Siebboden«, wie Thorsten Schulze Tertilt zusammenfasst. Da dieses Vorgehen auch angewandte Nachhaltigkeit darstelle, passe es ideal zur Firmenphilosophie in Everswinkel.
Die Suche nach einer permanenten Lösung
Mit dem Wachstum des regional verwurzelten Mittelständlers stiegen auch die Ansprüche – sowohl quantitativ als auch qualitativ. Früher reichte es am Betriebshof in Everswinkel aus, gelegentlich eine entsprechende Siebmaschine auszuleihen. Daraus wurde mehrfach im Jahr, aber irgendwann war der Bedarf für eine permanente Lösung erreicht. Da war der Mittelständler auf der Suche nach einer kompakten Lösung, die praxisnah auf dem Betriebshof integrierbar war. Das Lastenheft beschrieb eine solide, sparsame Maschine, intuitiv zu bedienen und schnell und einfach in Betrieb zu setzen. Die »Terex EvoQuip Colt 600« bringt laut Moerschen dafür die besten Voraussetzungen und soll sich dann schnell auch als das Mittel der Wahl erwiesen haben. Schon die Grundkonstruktion der schweren Zwei-Deck-Ausführung mit festem Neigungswinkel als zweifach gelagerter Freischwinger und Direktantrieb ist eine extrem robuste Technik. Der bewährte »Cat C2.2«, der mit 56 PS auskommt, begnügt sich mit einem geringen Kraftstoffverbrauch von nur 6 l/h. Dabei, so Moerschen weiter, überzeuge das Einstiegsmodell der »Colt«-Baureihe mit Leistungsdaten, die ihre Klassengröße sprenge: Die Durchsatzleistung beträgt bis zu 280 t/h. Für einen unkomplizierten Aufbau verfügt die »Colt 600« über eine Kabelfernbedienung für das Fahrwerk sowie hydraulisch klappbare Förderbänder mit hoher Haldenkapazität. Auch der schnelle Wechsel zwischen Zwei- und Dreifraktionstrennung erfolgt vollhydraulisch. Ein konstruktiv optimiert offenes Chassis ermöglicht den freien Zugang unterhalb der Siebbox für einfache Siebbelagswechsel.
Anlage ist für Bagger und Radlader geeignet
So einfach die Inbetriebnahme ist, so reibungslos gestaltet sich auch der laufende Betrieb: Die Beschickung des 3-m³-Aufgabebunkers erfolgt über einen 1 000 mm langen Bandfördereinzug mit variabler Geschwindigkeitssteuerung und ist sowohl für Bagger als auch Radlader geeignet. Auch wenn die Siebmaschine hauptsächlich für den Einsatz auf dem eigenen Betriebshof vorgesehen ist, schätzt Thorsten Schulze Tertilt trotzdem die hohe optionale Flexibilität, mit der die »EvoQuip Colt 600« punkten kann: Die Standardmaschine sei explizit kompakt ausgelegt mit einer Breite von nur 2,25 m und nur 12 t Gewicht. So könne die Anlage ebenso unkompliziert auf eigene Baustellen gefahren oder auch mal verliehen werden.d