Liebherr-Werk Ehingen GmbH Wiederaufbau im Ahrtal mit zwei »LTM 1750-9.1«

Zwei Liebherr-Mobilkrane des Typs »LTM 1750‑9.1« der Richter Kran und Schwerlast GmbH haben zentrale Brücken- elemente und eine Stahlkonstruktion für die neue Landgrafenbrücke in Bad Neuenahr‑Ahrweiler montiert. Der Kraneinsatz markiert einen wichtigen Meilenstein beim Wiederaufbau der Infrastruktur im Ahrtal – dort, wo die frühere Brücke bei der Flutkatastrophe im Juli 2021 vollständig zerstört worden war.

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Liebherr

Auftraggeber waren das Bauunternehmen Leonhard Weiss GmbH & Co. KG und das Schwertransport- und Kranunternehmen Dietmar Floßdorf GmbH & Co. KG. Für die Montage der schweren Brückenelemente und Stahlkonstruktionen setzte man auf die Leistungsfähigkeit und Präzision zweier Liebherr-Großkrane der Richter Kran und Schwerlast GmbH.

Im Mittelpunkt des Einsatzes stand das Einheben eines Brückensegments mit einem Gesamtgewicht von 105 t, das im Tandemhub von beiden »LTM 1750‑9.1« bewegt wurde. Die maximale Ausladung betrug dabei 38 m. Beide Krane waren mit einer 28 m langen Wippspitze sowie jeweils 204 t Ballast konfiguriert und boten damit die erforderlichen Reserven für den präzisen Hub.

Aufgrund der beengten Platzverhältnisse direkt an der Ahr mussten die Krane eng nebeneinander aufgebaut werden. Eine zusätzliche technische Besonderheit war der Einsatz einer Dreieckstraverse, die dafür sorgte, dass die Last gleichmäßig auf beide Krane verteilt wurde.


Hub in den frühen Morgenstunden

Der entscheidende Haupthub wurde bewusst morgens um 4 Uhr durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt herrschten die niedrigsten Temperaturen, wodurch sich die thermische Ausdehnung des Stahlbauteils auf ein Minimum reduzierte. Bei höheren Temperaturen hätte die Gefahr bestanden, dass der Brückenträger aufgrund der Ausdehnung nicht exakt in die vorgesehenen Widerlager passt.

»Das Team und alle Beteiligten haben einen hervorragenden Job gemacht. Der Einsatz verlief ohne Komplikationen und Zwischenfälle – genau wie geplant«, sagt Thorsten Mahlberg, Projektleiter bei der Dietmar Floßdorf GmbH & Co. KG.

Millimeterarbeit auf engstem Raum

Die logistischen und technischen Herausforderungen begannen bereits beim Aufbau: Zunächst wurde der erste »LTM 1750‑9.1« aufgestellt und aufgerichtet. Anschließend unterstützte dieser Kran den Aufbau des zweiten Geräts. Während des Tandemhubs war höchste Konzentration gefragt – insbesondere, um die Last an der Dreieckstraverse jederzeit exakt gleichmäßig zu halten. »Ein spezieller Einsatz unter sehr engen Platzverhältnissen. Eine große Herausforderung – aber letztendlich hat alles geklappt«, berichtet Manuel Bergmann, Kranfahrer des blauen »LTM 1750‑9.1«. Auch Michael Schmieder, Fahrer des weißen »LTM 1750‑9.1«, betont die Präzisionsarbeit: »Man musste sehr konzentriert und präzise arbeiten, um die Last an der Dreieckstraverse und an beiden Kranen konstant zu halten. Ich bin sehr erleichtert, dass alles wie geplant funktioniert hat.«

Der erfolgreiche Tandemhub unterstreicht eindrucksvoll, wie leistungsfähige Krantechnik, sorgfältige Planung und ein erfahrenes Team selbst unter schwierigsten Bedingungen präzise und sichere Lösungen ermöglichen. Nach Abschluss der Hauptmontage wurde einer der »LTM 1750‑9.1« abgebaut, während der zweite Kran auf die gegenüberliegende Uferseite umgesetzt wurde, um dort weitere Restarbeiten durchzuführen.j

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