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JSP Safety: Integriertes TH3-Atemschutzgerät

Mit PowerCap Infinity hat JSP ein Atemschutzgerät entwickelt, das mit einer gebläseunterstützten Atemschutztechnologie ausgestattet ist. Es weist zudem eine Akkulaufzeit von bis zu acht Stunden auf und soll die jahrzehntelange Entwicklungsarbeit von JSP in den Bereichen Atemschutz, Kopf-, Augen- und Gesichtsschutz widerspiegeln. Das auch auf der Bauma ausstellende Unternehmen bietet zudem mit den Modellen Evo3 Linesman und Evo 5 Dual Switch zwei weitere Helmlösungen für die Baubranche an.

PowerCap Infinity ist Resultat des Anwender-Feedbacks von Arbeitern, die gebläseunterstützten Atemschutz regelmäßig tragen müssen. Das Ziel war es laut dem Unternehmen, die Probleme dieser Arbeiter, denen sie täglich gegenüberstehen, vollständig zu verstehen und eine Einheit zu entwickeln, die über bisherige hinausgeht.

Häufige Themen, die von Benutzern gemeldet wurden, waren Hitzebildung und Bewegungseinschränkung beim Tragen einer taillenmontierten Filtereinheit. Es wurde nach Aussage von JSP klar, dass eine vollständig integrierte Lösung benötigt wurde, die Kopf-, Augen-, Gesichts-, Atem- und Gehörschutz in einer eigenständigen Einheit vereint.

Maximierter Benutzerkomfort

PowerCap Infinity ist mit leistungssteigernder Technologie ausgestattet, zusammengestellt in einer Kopfeinheit, sodass der Gebrauch von umständlichen, restriktiven Hüfteinheiten und Schläuchen entfällt. Die spezielle Twin-Turbo-Technologie steuert nach Herstellerangaben den Luftstrom durch den vorderen Helmaufsatz, um den Benutzerkomfort zu maximieren und die Energieeffizienz zu optimieren. Echtzeitdiagnosen sollen sicherstellen, dass die Twin-Turbo-Motoreinheit den optimalen Luftstrom entsprechend den Anforderungen des Trägers liefert und den Ansaug- und Innendruck ­reguliert, wobei mindestens 160 l/min gefilterte saubere Luft abgegeben werden.

Zuverlässige Überwachung des Trägers

Echtzeitdiagnose überwacht das System und den Träger zweimal pro Sekunde und gibt dem Benutzer eine dynamische Rückmeldung. Perioden mit hohem Atembedarf werden überwacht und berücksichtigt, indem ständig ein positiver Druck im Beatmungsgerät aufrechterhalten wird. Die Rückmeldung über den Batterie- und Filterzustand erfolgt über das Head-Up-Display und akustische Meldungen. PowerCap Infinity bietet Atemschutz gemäß TH3 mit einem nominalen Schutzfaktor von 500 (GER APF 100) – TH3 ist die höchstmögliche Bewertung in der Norm EN12 941: 1998 + A2: 2008.

Einfache Handhabung und schnelle Reinigung

PowerCap Infinity wurde als modulares System entwickelt, das sich leicht demontieren und wieder zusammenbauen lässt, um eine einfache Reinigung und Wartung zu ermöglichen.

Um die optimale Atemschutzleistung sicherzustellen, ist es laut JSP wichtig, die Wartung regelmäßig durchzuführen. Die Hauptkomponenten können mit einem feuchten Tuch oder einer Bürste gereinigt werden. Das Visier muss vorsichtig gereinigt werden. Es sollte unter fließendem Wasser abgespült und nicht mit einem feuchten Tuch abgewischt werden, da dies zu Kratzern führen kann. Die Gesichtsabdichtung kann laut Hersteller abgenommen und in der Maschine mit einem milden Reinigungsmittel bei 30 °C gewaschen werden.


Mischung aus Kraft und Komfort

Der Evo 3 Linesman will einen speziellen Schutz dank der besonders starken Helmschale mit den Komfortvorteilen der Evolution-3D-Innenausstattung kombinieren. Evo 3 soll die populären Helme MK2 und MK3 weiterentwickeln, deren erstes Modell bereits 1970 auf den Markt gebracht wurde. In Tests hat sich der Evo 3 Linesman nach Angaben von JSP als weitaus stabiler als die geforderte Norm EN 397 und als andere Helme in seiner Klasse erwiesen. Der Evo 3 erfüllt jetzt die Norm EN 50 365 Klasse 0 10 kV. Diese Norm gilt für elektrisch isolierte Helme für Arbeiten, die direkt oder in der Nähe von elektrischen Anlagen unter Spannung stattfinden (maximal 1 000 V Wechselspannung oder 1 500 V Gleichstrom).

Doppelnorm zertifiziert

Der Evo 5 DualSwitch ist der nach JSP-Angaben erste Schutzhelm, der nach den beiden Normen EN 397 und EN 12 492 zertifiziert ist. Zwischen beiden Standards kann per Schalter gewechselt werden. Der Helm lässt sich sowohl als Bauhelm auf Bodenebene (EN 397) tragen, wie als Kletterhelm bei Höhenarbeiten (EN 12 492) oder bei elektrischen Tätigkeiten (EN 50 365).

Für Arbeiten am Boden drückt man den Wechselschalter nach oben, um dem Kinnriemen eine Haltekraft von 15 kg bis 25 kg zu geben – und sich der Helm im Falle des Hängenbleibens lösen kann. Oder man drückt den Schalter nach unten, um dem Kinnriemen eine Haltekraft von mindestens 50 kg zu geben und damit das Herabfallen des Helmes bei Arbeiten in der Höhe zu verhindern.     §

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