Husqvarna Deutschland GmbH Sortenreiner und emissionsfreier Rückbau mit Präzision

Abbruch ist nicht gleich Abbruch: Insbesondere bei Rückbauprojekten mit einer hohen Wiederverwertungsquote kommt es darauf an, dass so viel recyclingfähiges Material wie möglich sortenrein ausgebaut wird. Bei der weltweit ersten emissionsfreien Baustelle bei Siemens in Erlangen (das bauMAGAZIN berichtete in Ausgabe 08/25 ab Seite 44) lag der dafür vorgegebene Wert bei 96 Prozent – und beim Erreichen dieses Zieles war u. a. auch die Präzision der zwei elektrischen »DXR«-Abbruchroboter von Husqvarna gefragt.

Lesedauer: min | Bildquelle: Husqvarna
Von: Thomas Seibold

Die Aufgabe war keine kleine: Es galt, innerhalb von drei Monaten zwei Gebäude mit einer Grundfläche von 3300 m2 und einem Gebäudevolumen von ca. 24 700 m3 fachgerecht und präzise zu zerlegen. Insgesamt sollten daraus rund 12 800 t mineralisches Recycling-Material gewonnen werden, um dieses anschließend direkt vor Ort wieder beim Neubau verwenden zu können. Dabei beschritten der Bauherr Siemens Real Estate zusammen mit Metzner Recycling aus Frensdorf neue Wege: Gemeinsam mit Partnern wie Volvo CE, Volvo-Händler Robert Aebi, Husqvarna CE, Volvo Trucks, den Erlanger Stadtwerken und weiteren Dienstleistern sollte der komplette Abbruch emissionsfrei erfolgen, also rein mit elektrisch angetriebenen Maschinen und Geräten. Eine Aufgabe wie gemacht für die »DXR«-Abbruchroboter von Husqvarna CE. Denn die vor Ort im Innenbereich eingesetzten Modelle »DXR 145« und »DXR 305« fahren problemlos Treppen hoch und lassen sich aufgrund der Funkfernbedienung stets aus sicherer Entfernung (bis zu 300 m) bedienen.

Wichtige Eigenschaften

Die Abbruchroboter bieten dank ihres um 360° drehbaren Turms zudem eine hohe Bewegungsfreiheit und können verschiedene Anbauwerkzeuge aufnehmen sowie einsetzen. Der 18,5 kW starke »DXR 145« kam mit der Stahlschere »DSS 200« vor allem in engen Räumen zum Einsatz, um Rohrleitungen unterschiedlicher Art und Durchmesser abzubauen. Dank einer Schneidkraft von 85,7 t gelang dies mühelos. Für den Bediener bestand zudem keine Gefahr, mit Restflüssigkeiten in Berührung zu kommen. Darüber hinaus entstanden im Gegensatz zu einem Trennschleifer beim Durchtrennen der Leitungen auch keine Funken, was die Gefahr eines Feuers verhindert und den Einsatz von Brandschutzdecken unnötig macht.


Leistungsstarkes Werkzeug

Der 27 kW starke »DXR 305« kümmerte sich währenddessen eine Etage höher um das systematische Zerlegen von Wänden, der Heiz-/Klimainstallation und des Fußbodens. Dabei kamen der Multigreifer »MG 200«, der Abbruchhammer »SB 302« sowie mit dem »DCR 300« der nach Unternehmensangaben größte und leistungsstärkste Brecher von Husqvarna CE zum Einsatz. Dank seiner Reichweite von 5.2 m nach oben war es für den Abbruchroboter kein Problem, sowohl Deckenelemente unterschiedlicher Art zu entfernen als auch (Zwischen-)Wände gezielt von oben nach unten zu zerkleinern. Da Tätigkeiten wie diese naturgemäß mit einem hohen Staubaufkommen einhergehen, kamen hier ergänzend die Luftreiniger »A 100« von Husqvarna CE zur Anwendung. Mathias Pfitzenmeier, VP Sales & Services Deutschland, Husqvarna Construction, zieht ein durchwegs positives Fazit: »Dieser vollständig elektrisch betriebene Rückbau beweist die Machbarkeit von Baustellen mit Null-Emissionen. Die Erkenntnisse, die wir daraus ziehen können, sind für alle Beteiligten wertvoll, von politischen Entscheidungsträgern über Kunden aus der Bauindustrie bis hin zu Projekteignern und Maschinenbetreibern. Wenn wir uns mit führenden Unternehmen der Branche zusammentun, können wir den Wandel gemeinsam vorantreiben.«d

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