Aktuelles Bau- und Nutzfahrzeuge

Horton Europe: Neuen Nutzfahrzeug-Prüfstand in Schweinfurt eingeweiht

Nach einer zweijährigen Planungs- und Bauphase ist im Mai ein neuer Prüfstand bei Horton Europe eingeweiht worden. Auf dem Prüfstand können Nutzfahrzeuge, von mittleren bis hin zu schweren Lkw und Bussen, getestet werden.

Der Hauptstandort des Familienunternehmens Horton ist Minneapolis in den USA. In Schweinfurt ist der Anbieter seit 2002 ansässig, nachdem Horton den Geschäftszweig Viskolüfterkupplung von ZF Sachs übernommen hat. Heute werden in Schweinfurt Lüfter und Lüfterkupplungen für Nutzfahrzeuge entwickelt, produziert und vertrieben. »Ich freue mich sehr, dass wir den Prüfstand hier in Schweinfurt eröffnen können. In dieser Größe ist er einmalig in der gesamten Region«, betont Horton-Europe-Geschäftsführer Tom Wollin.

Horton wurde 1951 von Hugh K. Schilling gegründet, nach ihm wurde auch der Prüfstand benannt – »Hugh K. Schilling Dynamometer«.

Horton setzt seit jeher verstärkt auf fundierte Entwicklungsarbeit. Die Anpassung und Optimierung von Lüftern und Lüfterantrieben für die jeweilige Kundenanwendung zählt zu den Kernkompetenzen der Entwicklungsabteilung in Schweinfurt. Durch die Verfügbarkeit von Konstruktion, Applikation über Musterbau mit Prüffeld bis hin zur Serienfertigung an einem Standort können Kundenanfragen schnell und flexibel bearbeitet werden. Der neue Rollenprüfstand soll noch umfassendere Produkttests als bisher mit den bestehenden Funktionsprüfständen ermöglichen. Auf ihm können mittlere sowie schwere Lkw bis hin zum Reisebus mit Leistungen von über 600 PS getestet werden. In dieser Dimension gibt es nach Angaben des Unternehmens europaweit nur 30 Prüfstände.

Zum Einsatz kommt der Rollenprüfstand sowohl bei Vergleichstests für Neuentwicklungen, als auch in der Applikation, wenn die Produkte speziell für einzelne Kundenanwendungen optimiert werden. Um langwierige und schlecht vergleichbare Straßentests zu vermeiden, können im Prüfstand verschiedene Lastfälle bis hin zu kompletten Streckenprofilen simuliert werden. Bei einstellbaren Umgebungstemperaturen bis 40 °C können Fahrgeschwindigkeiten von 160 km/h und Fahrtwind bis zu 130 km/h erreicht werden. Dadurch können die Produkte optimal an Realbedingungen angepasst und ihre Vorteile hinsichtlich Kraftstoffersparnis und Geräuschentwicklung durch Messergebnisse bestätigt werden.    t


 

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