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Honda: Zweizylindermotoren mit elektronischer Kraftstoffeinspritzung

Honda hat in München sein Angebot an Zweizylindermotoren der GX-Baureihe um die Modelle iGX700 und iGX800 in sowohl horizontaler als auch vertikaler Ausführung erweitert. Die beiden Modelle sind anstelle des herkömmlichen Vergasers mit einer modernen elektro­nischen Einspritzanlage ausgestattet. Für eine Reihe an Hochleistungsanwendungen in Baumaschinen, Generatoren oder auch Rasen- und Gartengeräten wollen die Systeme mit außerordentlicher Zuverlässigkeit aufwarten.

Wie die aktuellen V-Twin-Modelle GX/GXV 630, 660 sowie 690 von Honda zeichnen sich auch die neuen Motoren durch ein kompaktes Design aus, darunter eine halbkugelförmige Brennkammer, einen integrierten Zylinder und Zylinderkopf sowie geschmiedete Pleuel. Als ­bemerkenswerte Funktionen nennt der Hersteller außerdem die lange Filterlebensdauer sowie die Startautomatik, wie sie in der Pkw-Technik üblich ist. Die Motoren verfügen über eine hohe Kühlung und erzeugen geringe Vibrationen sowie Geräusche. Die iGX700/800 sollen sich durch einen hohen Leistungsgrad und eine zuverlässige Laufleistung auszeichnen.

Bei 3 600 min⁻¹ liefert der iGX700 eine Netto-Leistung von 16,5 kW, der iGX800 18,5 kW. Den Verbrauch gibt Honda für die beiden Modelle mit 6,57 l/h bzw. 6,88 l/h bei Dauerleistung (ebenfalls 3 600 min⁻¹) an.

Für Gerätehersteller verspricht Honda in Bezug auf vorhandene Geräte und Werkzeuge beim Einsatz der iGX700/800-Motoren höchste Flexibilität, ist doch der Motorblock der neuen V-Twin-Motoren ähnlich gestaltet wie der der Modelle GX/GXV 630, 660 sowie 690 und auch die Abmessungen der iGX700/800 sind ähnlich denen bisheriger Modelle.

Mittels Drive-by-Wire-Fernsteuerung können die wichtigsten Funktionen des Motors bedient werden. Außerdem kann die Motordrehzahl basierend auf den Last- und Geschwindigkeitsanforderungen programmiert werden.

Das selbstoptimierende Reglersystem minimiert den bei herkömmlichen mechanischen Reglersystemen auftretenden Drehzahlabfall durch elektronisches Regulieren der Drosselklappe, um auch unter wechselnden Beanspruchungen eine konstante Motordrehzahl beizubehalten.

Vergaser wird obsolet

Die Konfiguration mit einer elektronischen Kraftstoffeinspritzung erfordert keinen Vergaser mehr. Durch die dynamische Ansteuerung der Einspritzdüsen wird der Motor immer mit der erforderlichen Menge Kraftstoff zur entsprechenden Zeit versorgt. Die neuen V-Twin-Modelle verfügen über einen digitalen Betriebsstundenzähler und eine LED-Anzeige, die den Benutzer über mögliche Fehler wie Ölmangel, unzureichende Spannung oder auch Probleme mit Sensoren informiert. Die V-Twin-Modelle bieten standardisierte Kommunikationsmethoden zwischen Steuergeräten. Alle Modelle erfüllen u. a. die europäische Abgasrichtlinie Euro V. Die Motoren sollen im Herbst auf den Markt kommen.    §


 

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