„Ich fange da an, wo andere mit ihren Maschinen gar nicht hinkommen“, berichtet Heiko Werner. Der Dienstleister aus Witzenhausen ist überall unterwegs, wo es zur Sache geht: Von der Pflege von Waldstücken bis zum Mähen von Freiland-PV-Anlagen ist alles dabei. Allzu oft kommen dabei auch besondere Aufträge herein – z.B. Wildäcker mitten im Wald, die mit einem normalen Schlepper gar nicht erreichbar sind. Für diese schwierigeren Einsätze hatte Werner vor Kurzem die Herder CR10 im Testeinsatz. Die Funkraupe bietet ein kompaktes Design und einen niedrigen Schwerpunkt. Neben Einsätzen im unwegsamen Gelände können damit laut Hersteller auch steile Hänge bis zu 55 Grad befahren werden. Standardmäßig wird das Gerät von einem wassergekühlten Drei-Zylinder-Dieselmotor mit 55 PS angetrieben. Werners Eindruck nach einer Woche Test ist positiv: „Bislang bin ich super begeistert“, berichtet er. „Das Fahrwerk ist sehr robust und gleicht viele Unebenheiten aus. Dadurch ist die Raupe nicht die leichteste, aber irgendwo muss man immer Abstriche machen.“
Bedienbarkeit: zwei Tester – eine Einschätzung
Ähnliche Erfahrungen hat 250 Kilometer weiter westlich Christian Westphal gemacht. Der Mitinhaber der Westphal Service GbR in Mettmann ist regelmäßig mit der Gehölz- und Flächenpflege innerhalb von Kommunen beschäftigt und hatte die Herder CR10 ebenfalls für eine Woche im Einsatz. „Handling und Bedienbarkeit sind ganz gut“, ordnet der Fachmann ein. Hier wurde die Maschine in zahlreichen Wasserbecken und Schrägen eingesetzt. Aufgrund des Testzeitraums Ende April konnte die Raupe noch nicht im Extrem getestet werden, da der Aufwuchs dies noch nicht hergab. „Aber ich glaube schon, dass der Motor das halten kann, was er verspricht“, so Westphal.
Für weitgehendere Leistungstests hatte Heiko Werner in Witzenhausen dagegen reichlich Gelegenheit: „Ich habe mit der Raupe schon Baumstubben herausgezogen und die obere Grasnarbe abgenommen, um Wildschäden zu beheben. Das war alles kein Problem.“ Gerade in Kombination mit einem 1,25-Meter-Gestrüppmulcher mache die Raupe eine gute Figur, denn „die Ölpumpenleistung packt das locker“. Aufgrund der hydraulischen Seitenverschiebung können Anwender das Anbauwerkzeug flexibel nutzen und es kommt eine enorme Flächenleistung zustande.