Punktet in mehreren Bereichen
Die zentrale Idee bei der Konzeption lautete, eine niedrige Ladehöhe, hohe Nutzlast und maximale Wendigkeit in einem Fahrzeug zusammenzubringen. Der »Stepstar MPA« kann in all diesen Bereichen punkten und setzt dabei laut Hersteller neue Maßstäbe. So erreicht das neue Modell mit der Goldhofer-eigenen »CargoPlus«-Bereifung eine Fahrhöhe von gerade einmal 790 mm und verbindet diese mit einer Achslast von 12 t bei 80 km/h. Der Vorteil für den Anwender: Jeder eingesparte Zentimeter Ladehöhe kann bei Brücken, Streckenprofilen und Genehmigungen zusätzlichen Spielraum schaffen. Der Einsatz dieser innovativen Technik zahlt sich aus wirtschaftlicher Sicht aus. Bei der Auswahl der Transportaufgaben müssen weniger Kompromisse eingegangen werden, was mehr Einsätze ermöglicht. Das erhöht die Einsatzbreite im täglichen Betrieb deutlich.
Höhere Wendigkeit
Im Vergleich zu den bereits bekannten und bewährten Modellen »Stepstar N« (nachlaufgelenkt) und »Stepstar Z« (zwangsgelenkt) mit über 10 t Achslast bietet der »Stepstar MPA« mit über 12 t Achslast bei gleicher niedriger Fahrhöhe in Verbindung mit »CargoPlus« 20 Prozent mehr Leistung. Gerade im transportintensiven DACH-Markt schafft diese 12-t-Achslast Reserven, insbesondere bei anspruchsvollen Transporten. Hinzu kommt die Wendigkeit. Während der »Stepstar N« auf ±20° und der »Stepstar Z« auf ±45° Lenkeinschlag kommen, erreicht der »Stepstar MPA« ±60°.
Für den Bediener hinter dem Lenkrad ist der Unterschied immens und zahlt sich gleich in mehrfacher Hinsicht aus. Er weiß in jeder Phase des Einsatzes, ob der Zug noch um die Ecke kommt und ob er sich weiter rangieren lässt oder ob er umgesetzt werden muss. Das vorrangige Ziel des »Stepstar MPA« bei der Entwicklung war, den Transportfluss durchgängig zu erhalten. Gerade in engen Baustellensituationen, auf schwierigen Streckenabschnitten oder bei anspruchsvollen Anfahrten wird aus der erweiterten Wendigkeit ein echter Produktivitätsfaktor. Goldhofer beschreibt den »Stepstar MPA« als nutzlastoptimiert konstruiert. Ein Beispiel dafür ist das um rund 1 t geringere Eigengewicht gegenüber vergleichbaren Fahrzeugen. Dieser Faktor ist entscheidend, wenn es um die schlussendlich zur Verfügung stehende Nutzlast für die eigentliche Transportaufgabe geht.
Weitere Goldhofer-Neuerungen
Auf den Innovation Days vorgestellt und auf der IAA Nutzfahrzeuge zu sehen, sind darüber hinaus weitere Neuerungen von Goldhofer, wie beispielsweise die »FT Series«. Hier stand bei der Entwicklung im Vordergrund, dass »sich ›FT‹ dem Kunden anpasst, nicht umgekehrt«. Dementsprechend kommt ein Baukasten zum Einsatz, der laut Hersteller maximale Flexibilität, Zukunftssicherheit, Wirtschaftlichkeits- und Investitionsvorteile sowie eine Kompatibilität mit bestehendem Equipment bietet. Konfiguriert werden können unterschiedliche Grundbreiten, Biegemoment-Varianten, Achslinien-Konfigurationen, Reifenkonzepte und Achsausgleichszylinder zur Anpassung an zahlreiche Goldhofer-Module. Daraus entsteht ein System, das sowohl Bestandsflotten erweitern als auch neue Fuhrparks aufbauen kann.
Noch größer wird der Innovationsbogen beim brandneuen »PST/SL-ES (285)« in Kombination mit dem »FTV 1150« für den Transport überlanger Windflügel. Denn bei schweren Transporten mit hohem Ladungsschwerpunkt entscheidet nicht allein die Last, sondern der Schwerpunkt und dessen Wirkung auf Stabilität, Genehmigung, Infrastruktur und Wirtschaftlichkeit. Der »PST/SL-ES (285)« ermöglicht es, schmal zu fahren, wenn es nötig ist, und die Stabilität dort zu erhöhen, wo sie gebraucht wird. In die Realität übersetzt wird dies als variable Spurbreite per Knopfdruck und als Systemlösung für hohe Ladungsschwerpunkte. Der »PST/SL-ES (285)« ist laut Goldhofer nicht weniger als das mit Abstand stärkste Modul seiner Klasse – sowohl im Hinblick auf das Biegemoment und die Zugkraft als auch in Bezug auf die Seitenstabilität. Im täglichen Einsatz zeichnet sich das durch eine hohe Wirtschaftlichkeit aufgrund geringerer Mobilisierungsaufwände und weniger benötigter Achslinien im Feld aus.