bauMAGAZIN: Herr Rese, Sie begleiten die Steinexpo schon seit zehn Jahren, stehen aber dieses Jahr zum ersten Mal als Messechef selber in der Verantwortung. Mit welcher Erwartungshaltung gehen Sie an die Veranstaltung heran?
Dominik Rese: Die Steinexpo konnte 2023 nach der schmerzlichen sechsjährigen Corona-Pause eine wirklich erfolgreiche Messlatte setzen – ein Erfolg, über welchen wir uns sehr gefreut haben. Für 2026 halten wir eine Wiederholung dieses Wachstumssprungs von 2017 nach 2023 für nicht realistisch: Es ist sicherlich kein Geheimnis, dass die aktuellen geopolitischen Konflikte nicht unbedingt positiv zur Wirtschaftssituation in Deutschland beitragen – hiervon sind nicht nur unsere Aussteller, sondern auch die Unternehmen, welche besucherseitig vertreten sind, leider nicht ausgenommen. Umso mehr freut es uns, dass wir im Gegenzug 328 ausstellende Unternehmen mit über 400 vertretenen Marken gewinnen konnten. Diese Situation spricht definitiv für das Konzept der Steinexpo als Demonstrations-Marktplatz!
bauMAGAZIN: Was macht für Sie – neben den reinen Besucherzahlen – eine gute Messe aus?
Dominik Rese: Die Besucherzahlen sind selbstverständlich ein wichtiger Faktor, allerdings ist die reine Masse nicht der wichtige Faktor: Die Qualität der Fachbesucher, gemessen an der Entscheidungsbefugnis und dem tatsächlichen Investitionswillen, ist mindestens ebenso entscheidend für eine erfolgreiche Veranstaltung. Ergänzt werden diese Merkmale für mich durch die Praxisnähe der dargestellten Demonstrationen und den Mehrwert für den Fachbesucher, die Maschinen und Anlagen direkt vor Ort im Einsatz sehen zu können.