Der zentrale Vorteil des Rotatorlöffels liegt in seiner 360°-Drehbarkeit. Dadurch lässt sich der Löffel unabhängig von der Position des Baggers exakt ausrichten. Für den Fahrer bedeutet das: Viele Arbeitsschritte können direkt aus einer Position heraus erledigt werden, ohne die Maschine ständig neu umzusetzen. Gerade bei beengten Baustellen, etwa im urbanen Tiefbau, im Garten- und Landschaftsbau oder bei Sanierungsarbeiten, spielt diese zusätzliche Beweglichkeit ihre Stärken aus. Planierarbeiten entlang von Mauern, das Profilieren von Böschungen oder das präzise Hinterfüllen von Gräben lassen sich deutlich kontrollierter durchführen. In Kombination mit einem vorhandenen Powertilt oder Schwenkantrieb entsteht sogar eine Beweglichkeit, die sich funktional in Richtung eines Tiltrotators entwickelt.
Kompakte Bauweise
Ein wesentliches Entwicklungsziel bei der Konstruktion war es, die Drehfunktion möglichst platzsparend zu integrieren. Beim Rotatorlöffel befindet sich der Drehantrieb direkt im Löffelkörper. Dadurch bleibt die Bauhöhe gering und die Stielspitze des Baggers schlank. Für den Anwender hat das mehrere Vorteile, etwa eine bessere Grabgeometrie, uneingeschränkte Reißkräfte, eine optimale Sicht auf den Arbeitsbereich sowie ein geringes zusätzliches Gewicht. Die kompakte Bauform sorgt zudem dafür, dass auch tiefere Gräben problemlos erreicht werden können – ein laut DMS wichtiger Faktor bei klassischen Tiefbauarbeiten.
Robust konstruiert
Neben der Funktionalität stand auch die Langlebigkeit im harten Baustelleneinsatz im Fokus der Entwicklung. Der Rotatorlöffel ist deshalb mit einem robusten Schneckengetriebe ausgestattet, das hohe Kräfte aufnehmen kann. Die Konstruktion schützt die sensiblen Komponenten gezielt vor äußeren Einflüssen. Staub, Erde oder Steine gelangen nicht an die zentrale Antriebstechnik, was die Betriebssicherheit deutlich erhöht. Zu den konstruktiven Merkmalen zählen u. anderem ein gekapseltes Getriebegehäuse, integrierte Ölkanäle, großzügige Revisionsöffnung für Wartungsarbeiten sowie gut erreichbare Schmierstellen.
Der Rotatorlöffel wurde für vielseitige Anwendungen entwickelt. Besonders häufig kommt er bei Arbeiten zum Einsatz, bei denen präzise Formgebung oder exaktes Planieren gefragt sind. Typische Einsatzbereiche sind Modellier- und Planierarbeiten, Profilieren, Hinterfüllen, Verfüllen und Einsanden von Leitungsgräben oder auch Arbeiten auf engen Baustellen.