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Bauer AG: Digitalisierung als zentrales Werkzeug im Kontext von BIM

Den Ansatz einer systematischen, digitalen Erfassung aller relevanten Produktionsdaten sowie deren gezielte Vernetzung und automatisierte Auswertung verfolgt Bauer Spezialtiefbau. Vor diesem Hintergrund der »digitalen Baustelle« wurde die Daten-Management-Software b-project entwickelt, die nun für den »Bauma-Innovationspreis« nominiert ist (siehe Seite 38).

Die Digitalisierung schreitet voran und bietet in unterschiedlichsten Bereichen ein hohes Potenzial. Bei Bauer Spezialtiefbau betrachtet man die Digitalisierung als zentrales Werkzeug im Kontext von BIM (Building Information Modeling). Da die meisten Spezialtiefbau-Arbeiten unter der Geländeoberfläche ausgeführt werden und sich so einer visuellen Begutachtung entziehen, werden die Qualitätsnachweise überwiegend anhand der ­Produktions- und Materialprüfungsdaten geführt. Diese Dokumentationsaufgabe und das Steuern der in der Norm geforderten Informationen stellen einen nicht unerheblichen Aufwand für das Baustellenpersonal dar.

Mit der Daten-Manage­ment-Software b-project verfolgt Bauer Spezialtiefbau den Ansatz einer systematischen, digitalen Erfassung aller relevanten Produktionsdaten sowie deren Vernetzung und automa­tisierte Auswertung. »Die Software ermöglicht als zentrales Tool die digitale Sammlung, Verknüpfung und Auswertung aller relevanten Daten, die während der Abwicklung eines Projekts anfallen«, so Florian Bauer, der im Vorstand der Bauer AG das Ressort Digitalisierung verantwortet. Dies umfasst Anwendungsbereiche von der Übertragung der Plandaten aus dem Konstruktionsbüro auf die Baustelle, über das Einlesen und Auswerten der digitalen Maschinenproduktionsdaten und das Bereitstellen von vor­ausgefüllten Berichten für den Bauleiter bis hin zur Ablage von Probekörperlisten und technischen Leistungsmeldungen. Die digitalen Maschinendaten, die auf Bauer- Bohrgeräten erzeugt werden, bilden die Grundlage für die in b-project erzeugten Produktionsberichte. Die automatisierte Rückführung dieser tatsächlichen Daten in die Qualitätsdokumentation und Leistungsmeldung bilden zentrale Schnittstellen des Systems.

»Die Soll-Daten aus der Planung können mit den Ist-Daten aus der tatsächlichen Herstellung verknüpft werden«, so Florian Bauer weiter. Diese Automation verringert den Dokumentations- und Prüfaufwand signifikant und unterstützt einen standardisierten, automatisierten und effektiven Optimierungsprozess für die Baustelle. Die Software bietet dabei diverse Möglichkeiten der Visualisierung – etwa die Auswertungen in tabellarischer Form oder eine ­graphische Auswertung als 3D-Modell.    §


 

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