Straßenbau – Tiefbau Themen

Baggertiefenkontrolle: durchdacht und erschwinglich

Ein weiteres Problem sei auch die Maschinengebundenheit bisheriger Systeme ebenso gewesen wie der hohe Aufwand, der mit einer Umrüstung von einer auf eine andere Maschine verbunden war. Die Firma Ubexi hat sich dieser Problemstellung angenommen und will das Produkt iDig als Problemlöser entwickelt.


Bei iDig werden bis zu sechs Sensoren an der Maschine befestigt – am Löffel (Schnellwechsler oder Schwinge), Löffelstiel, Hauptausleger sowie optional an Verstellausleger und/oder Oberwagen. Auch ist das System mit einem Laserempfänger kombinierbar. Alle Sensoren messen 20-mal pro Sekunde die Winkel aller beweglichen Elemente und übertragen kabellos per Funk die Informationen an die Kontrolleinheit in der Kabine. Mit diesen Daten berechnet das System in Echtzeit die Höhe der Löffelschneide bzw. -spitze und gibt per LCD und LED dem Fahrer entsprechende Informationen über Grabtiefe oder -neigung.


Eine einfache, einmalige Prozedur soll dann iDig die Geometrie der Maschine und Löffel beibringen. Diese ist vom Fahrer selbst in 20 bis 30 Minuten zu erledigen. Danach speichert das System die Maschinen- und Löffeldaten automatisch ab. Werden die Sensoren über Nacht abgenommen, wird das System am nächsten Morgen mit dem sog. 5-Punkt-Check binnen ein bis zwei Minuten wieder an die Maschinendaten »erinnert«. Fünf Maschinen mit jeweils zehn Löffeln können so abgespeichert und wieder abgerufen werden. Somit ist das System nicht maschinengebunden, sondern kann jeden Tag an einer anderen Maschine genutzt werden – vom Minibagger bis zur Großmaschine.Da keine Kabel an der Maschine verlegt werden müssen, gehören auch teure Servicemaßnahmen durch Fachpersonal der Vergangenheit an. Ein defekter Sensor wird einfach ausgetauscht – ohne zeitaufwendige Neujustierung der gesamten Maschine. Die Sensoren sind mit Solarzellen ausgestattet, ein externes Ladegerät ist nicht erforderlich. Die Kabinenanzeigen werden mit Saugnäpfen gehalten und über den 12/24 V-Zigarettenan­zünder gespeist. Die Software in der Anzeigeeinheit ist intuitiv und erläutert jede Funktion mit Grafiken und Animationen. Die LCD-Anzeige zeigt den aktuellen Abstand zur Solltiefe an. Die zusätzliche LED-Anzeige führt den Fahrer mit hellen LED zur gewünschten Grabtiefe. Auch eine akustische Information ist verfügbar. Der Einsatz von iDig soll Standzeiten, Material und Kosten reduzieren. In der Regel soll sich das System in weniger als drei Monaten amortisiert haben.


Auf der Bauma zeigt Ubexi mit iDig Touch das neuste Produkt der iDig-Serie. Die Neuheit hat im Gegensatz zur iDig Classic ein farbiges Touchdisplay. Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Informationen als auch die Einfachheit der Bedienung wurde nochmals gesteigert. Auch wird eine 2D-Variante des Systems vorgestellt, die die Bearbeitung auch zweiaxial geneigter Flächen erlaubt.

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