Volkswagen: Für den Einsatz auch jenseits befestigter Wege

Volkswagen Nutzfahrzeuge bringt den neuen Caddy nun in seinen allradgetriebenen Varianten an den Start. Seit Kurzem werden die ersten Caddy 4Motion im polnischen Werk Poznań produziert. Ob kurzer Caddy oder als Maxi mit langem Radstand – mit dem allradangetriebenen 2 l TDI im Caddy soll es auch abseits der Straßen gut vorwärts gehen.

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Der permanente Allradantrieb im Caddy 4Motion passt die Kraftübertragung auf die Räder automatisch der Fahrsituation an. Mit Allradantrieb ist der neue Caddy ausschließlich mit der leistungsstärksten 90 kW starken (122 PS) Motorisierung des 2-l-TDI-Dieselaggregats zu bestellen. Zusammen mit der Sechs-Gang-Handschaltung ist das eine Kombination, die auch Einsätze jenseits befestigter Wege für den Service- und Werkstattwagen ermöglicht.

Eine Nutzlast von mehr als 700 kg ist etwa im allradgetriebenen Caddy Cargo Maxi erreichbar, abhängig von weiteren Ausstattungsumfängen; im Caddy Maxi als 4Motion-Pkw sind bis zu 630 kg möglich. Das Kofferraumvolumen des Caddy liegt bei entnommener zweiter Sitzreihe bei bis zu 2 556 l im kurzen und 3 105 l im langen Radstand.

Das 4Motion-TDI-Aggregat im neuen Caddy stammt aus der neuen Generation EA288 evo, die laut Hersteller dank Twindosing stickoxidseitig besonders emissionsarm unterwegs sein soll. Die kombinierten Verbräuche und Emissionen des Caddy 4Motion mit Common-Rail-Direkteinspritzung und Abgasturbolader liegen bei 5 l bis 5,2 l Dieselkraftstoff pro 100 km sowie bei 132 g/km bis 136 g/km CO₂. Sein maximal 320 Nm starkes Drehmoment erreicht der Vierzylinder-TDI mit Allrad und 1 968 cm³ Hubraum ab 1 600 min¯¹ bis 2 500 min¯¹, die volle Leistung von 90 kW wird zwischen 2 750 min¯¹ bis 4 250 min¯¹ abgerufen. Der Diesel mit vier Ventilen pro Zylinder erfüllt in allen Leistungsstufen sowohl im Caddy Cargo, Pkw wie auch im rein frontgetriebenen Caddy Kombi die EU-Abgasnorm 6d-ISC-FCM.


Für bestmöglichen Vortrieb

4Motion dient als permanenter Allradantrieb (4x4-Antrieb) einer sicheren Traktion auf fast jedem Untergrund, bei Aquaplaning, auf nassem Laub, Schnee und Eis, im Rahmen der physikalisch geltenden Grenzen, und unterstützt den Geradeauslauf – auch bei Seitenwind –, durchaus wichtig bei höher bauenden Nutzfahrzeugen wie dem Caddy.

Der Allradantrieb arbeitet mit einer Lamellenkupplung zur stufenlosen Kraftverteilung zwischen der Vorder- und Hinterachse. Im Normalfall wird dabei energiesparend vornehmlich die Vorderachse angetrieben. Sobald jedoch ein Traktionsverlust droht, wird die Hinterachse elektronisch gesteuert in Sekundenbruchteilen hinzugeschaltet. Falls es die Umgebungsbedingungen erfordern, wird dazu die Lamellenkupplung auf Befehl des Steuergeräts zusammengedrückt und ermöglicht so eine Übertragung der Antriebskraft auch auf die Hinterräder. Je stärker die Lamellen zusammengepresst werden, desto mehr Kraft wird nach hinten übertragen.

Traktionsverlust nahezu ausschließen

Das Steuergerät regelt anhand der vorliegenden Fahrzeugdaten je nach Fahrsituation die Kraft­verteilung stufenlos. Die Antriebskraftverteilung an alle vier Räder wird somit bereits aktiv, bevor Schlupf auftritt. Ein Traktionsverlust soll damit nahezu ausgeschlossen werden. Eine feste Antriebskraftverteilung gibt es nicht, die Verteilung wird permanent an den aktuellen Fahrzustand angepasst. Tritt dennoch Schlupf an einem Rad auf, wird die Kraft dorthin übertragen, wo sie gerade gebraucht wird. Zudem lässt sich der Allradantrieb mit Fahrdynamikregelsystemen wie elektronischem Stabilisierungsprogramm (ESP), Antriebsschlupfregelung (ASR) oder der Motor-Schleppmoment-Regelung (MSR) kombinieren.

Wie bei den rein frontgetriebenen Modellen kommt in den allradgetriebenen 4Motion-Modellen des neuen Caddy eine längslenkergeführte Starrachse mit Panhardstab zum Einsatz. Im Gegensatz zum Vorgänger sind die Allradkupplung und das Differenzial nun nicht mehr am Achskörper, sondern am Aufbau montiert. So wird die ungefederte Masse der Hinterachse reduziert. Zur Positionierung der Allradkupplung – oder alternativ der CNG-Tanks beim künftigen TGI-Antrieb – des Caddy wurde die Hinterachse so modifiziert, dass der Achskörper bei den 4Motion-Modellen hinter den Schraubenfedern verläuft.    t

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