OEM / Maschinen-, Fahrzeug- und Antriebstechnik / Wartung / Pflege / Instandhaltung

Sauberere Verbrennung

In 50 deutschen Städten sind bereits Umweltzonen eingerichtet, um verkehrsbedingte Luftqualitätsprobleme durch die Emission von Stickoxiden (NOx), Schwefeloxiden (SOx) und Feinstaub zu begrenzen. In zahlreichen Regionen werden die von der EU vorgegebenen Grenzwerte jedoch nicht eingehalten. Das CAR-Institut der Universität Duisburg – Essen rechnet damit, dass sich die Luftqualität in deutschen Städten in den kommenden Jahren weiter verschlechtern wird – vor allem aufgrund der Zunahme der Dieselfahrzeuge in den letzten Jahren. »Schätzungen des Umweltbundesamtest gehen davon aus, dass die Emissionen gesundheitsschädlicher Feinstaubpartikel von Baustellen in Innenstädten etwa so hoch sind wie die des gesamten Straßenverkehrs«, sagt Mariza Scheer, Marketing Executive für Shell GTL Fuel Germany. Bei Stickoxiden sei es etwa ein Viertel. Vor allem zur lokalen Emissionsbelastung würden Baumaschinen maßgeblich beitragen. Sie in die Luftreinhalteplanung einzubeziehen, wäre durchaus konsequent.

Emissionsreduktion für ältere Fahrzeuge


Die Emissionsreduktion – Stickoxide, Schwefeldioxide, CO₂, Feinstaub – zählt zu den wichtigsten Herausforderungen. Strengere Abgasnormen sind ein wichtiger Schritt, zuletzt wurde die Euro-6-Abgasnorm für Neufahrzeuge verbindlich. Auch die Emissionsklassen für Baumaschinen wurden zuletzt weiter verschärft. Dennoch wird weiter eine große Zahl älterer Fahrzeuge im Einsatz sein.

Welchen Beitrag können Kraftstoffe leisten, um die durch den Verkehr und den innerstädtischen Einsatz von Baumaschinen verursachte Luftverschmutzung einzudämmen? Mehrere der Optionen, die auf alternativen Energiequellen beruhen oder emissionsfrei sind, seien, so Scheer, noch nicht in großem Umfang marktreif, da technisch anfällig oder schwierig handhabbar. »Erdgas hingegen ist ein Energieträger, der reichlich verfügbar und wettbewerbsfähig ist«, so Scheer. Es gelte zwar als der am saubersten verbrennende fossile Energieträger, im Kraftverkehr sei es allerdings deutlich schwieriger und aufwendiger einzusetzen als flüssige Kraftstoffe. Die Nutzung von Gas beispielsweise als CNG (Compressed Natural Gas) und LNG (Liquified Natural Gas) für den Transportsektor erfordere Umrüstungen und gegebenenfalls Investitionen in die Infrastruktur. Mit insgesamt nur 0,2 % sei der Anteil von Erdgasfahrzeugen in Deutschland nach wie vor entsprechend gering.

Verbesserung der Luftqualität

»GTL Fuel von Shell ist ein aus Erdgas gewonnener, flüssiger Kraftstoff, der drei wesent­liche Vorteile verspricht«, betont Henrik Wilckens, Global Technology Adivsor Commercial Fuels bei Shell: »Verringerung lokaler Emissionen, ­einfacher Einsatz in Dieselfahrzeugen ohne notwendige Umrüstung oder Investitionen in die Infrastruktur sowie das Potenzial zur Verringerung der Motorgeräusche. Shell GTL Fuel hat im Vergleich zu konventionellem, aus Mineralöl gewonnenem Diesel einen geringeren Schwefel- und Aromatengehalt sowie eine höhere Cetanzahl (70+). Bei der Verbrennung von GTL Fuel entstehen deshalb weniger lokale Emissionen. Deutliche Einsparungen sind besonders bei den Feinstaub- und Stickoxidemissionen zu beobachten mit Einsparungen bei Nutzfahrzeugen im Bereich Feinstaub von 10 % bis 38 % und bei Stickoxiden von 5 % bis 37 %.«

Indem GTL Fuel beispielsweise in städtischen Großfahrzeugen herkömmlichen Diesel ablöst, soll es helfen, die lokalen Emissionen zu senken und einen Beitrag zur Erreichung von Luftreinheitszielen leisten. Zudem ist GTL-Kraftstoff auch geruchsarm. Die höhere Cetanzahl von GTL-Kraftstoff gegenüber herkömmlichem Diesel fördert eine bessere Verbrennung, was wiederum – laut Anbieter bei bestimmten Fahrzeugtypen und unter bestimmten Fahrzuständen – den Motorlärm reduzieren kann.

Einfacher Einsatz ohne Investitionen


»GTL-Kraftstoff kann ohne Umrüstungen in Diesel-Motoren genutzt werden«, betont Scheer. Das mache Shell GTL Fuel zu einer einfach umzusetzenden, kosteneffizienten und unkomplizierten Lösung zur Senkung der lokalen Emissionen bestehender Fuhrparks. »Wenn die Gesamtkosten eines Fuhrparks betrachtet werden, ist Shell GTL ­Fuel – verglichen mit einer Umstellung des Fuhrparks auf die Euro-6-Norm – in den meisten Fällen eine weit kostengünstigere Option zur Reduzierung der lokalen Emissionen.« GTL Fuel soll für jeden Fuhrpark interessant werden, der zu einer Verbesserung der lokalen Luftqualität beitragen will: Städtische Verkehrsbetriebe sowie kommunale Ver- und Entsorgungsbetriebe und Baumaschinenfuhrparks.

Studien und Tests belegen Vorteile

Zahlreiche Studien und Feldtests belegen, wie Wilckens unterstreicht, die Vorteile von GTL-Kraftstoffen im Einsatz. Die niederländische TNO hat als Organisation für angewandte naturwissenschaftliche Forschung erst im letzten Herbst evaluiert, welchen Beitrag der Einsatz von GTL in Nutzfahrzeugen, der Binnenschifffahrt und in nicht-straßengebundenen mobilen Maschinen (NRMM) zur Emissionssenkung leisten kann. Die positiven Eigenschaften von GTL wurden bestätigt: die Luftschadstoffe, die von Flotten emittiert werden, können sofort signifikant gesenkt werden. Der Einsatz von GTL stelle eine Alternative zur Beschaffung neuer Fahrzeuge oder Maschinen dar. Besonders bei älteren Maschinen können hohe Emissionseinsparungen bewirkt werden. Das Londoner King’s College und das Wuppertal-Institut bestätigten die Vorteile ebenso.

Die niederländische Regierung geht in ihren Bemühungen, Luftschadstoffemissionen zu senken, bereits recht weit: In der im letzten Sommer vorgelegten »Vision für einen nachhaltigen Kraftstoffmix« wird unterstrichen, dass paraffinhaltige Kraftstoffe wie GTL dabei helfen können, Feinstaub und Stickoxide zu reduzieren. Besonders für die Baubranche sowie für nichtstraßengebundene mobile Maschinen (NRMM) geht der Bericht von einem positiven Beitrag zur Emissionsminderung aus.

Anwender


Die Stadtreinigung in Rotterdam Roteb, die Berliner Verkehrsbetriebe, Hitachi und die Wies­badener Verkehrsgesellschaft ­ESWE zählen zu den Institutionen, die sich in Testphasen von den Vorteilen von Shell GTL Fuel überzeugt haben. Feldversuche seien darüber hinaus, so Wilckens, mit Volkswagen, Audi, Daimler und Toyota durchgeführt worden.

Zu den Kunden von GTL Fuel in den Niederlanden gehören beispielsweise DB Schenker, der Aggregatevermieter Aggreko, der Holz- und Baustofffachhändler Van Keulen und die Fahrzeugflotten der Gemeinden Groningen und Waddinxveen.

Nach oben
facebook Instagram youtube twitter rss