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Sany: Chinesischer Hersteller steigt in das Minibagger-Segment ein

Der chinesische Baumaschinenhersteller Sany strebt bis zum Jahr 2020 einen Marktanteil von 3 % bis 4 % in Europa an, wie Martin Knoetgen als CEO von Sany Europe gegenüber dem bauMAGAZIN Mitte letzten Jahres angekündigt hatte. Zu diesem Zweck bauen die Chinesen, die im Heimatmarkt einen Marktanteil von mehr als 20 % aufweisen können, auch das Bagger­sortiment aus – jüngstes Beispiel ist der SY26U, ein Vertreter des Mini-Segments, der bereits auf der letzten Conexpo in Las Vegas vor dem US-Publikum debütierte und Ende April auch auf der Pariser Intermat in Europa zu sehen sein wird.

Um den selbst gesetzten Marktanteil in Europa zu erreichen, hatte Martin Knoetgen ange­kündigt, rund zwölf Bagger-Modelle für Europa anzubieten, die ein Einsatzgewicht von 1,75 t bis 50 t abdecken sollen. »Dabei liegt unser Fokus auf dem Segment der Mini- und Midibagger, das weiter ein stark wachsendes ist«, so der Europa-CEO im bauMAGAZIN-Interview (Heft 7/17, Seite 23). Ein 50-Tonner soll 2018 kommen, der kleine und dem angekündigten Schwerpunkt gerecht werdende SY26U wird schon in Paris zu sehen sein.


Der verbrauchsoptimierte und der Abgasnorm T4f entsprechende Motor des Sany-Leichtgewichts leistet 14,6 kW (19,6 PS). Zu den weiteren technischen Merkmalen des Neuzugangs aus Shanghai zählen eine Höchstgeschwindigkeit von 4,5 km/h, maximal 10,4 Umdrehungen in der Minute und eine Steigfähigkeit von bis zu 47 %.

Mit Standardkabine ausgerüstet

Der Minibagger verfügt trotz seiner überschaubaren Größe über eine Standardkabine, die zudem über ein Stoßminderungssystem zur mehrfachen Geräuschreduzierung verfügt. Das Kabinenheck ragt nicht über das Fahrwerk hinaus. Mit den Transport­abmessungen von 4 285 mm x 1 550 mm x 2 430 mm (Länge, Breite und Höhe) sollte der SY26U ohne große Probleme von einer Baustelle zur nächsten zu schaffen sein.

Neben dem SY26U will Sany noch in diesem Jahr mit einem Mobilbagger in der 15-t-Klasse sowie einem Radlader im Bereich von 18 t aufwarten. Geplant ist ebenso, das Radlader-Portfolio sukzessive auszubauen. Dabei setze Sany, so Europa-Chef Knoetgen, auf eine nachhaltige Wachstumsstrategie und »auf die Qualität und die Verlässlichkeit unserer Maschinen. In dieser Hinsicht muss sich Sany vor keinem anderen Hersteller mehr verstecken, egal ob der aus Asien, Amerika oder Europa kommt.«    tü  §

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