Für viele Entscheidungsträger sind mobile Bagger längst zum sprichwörtlichen »Schweizer Taschenmesser« der Baustelle geworden: ein äußerst flexibler Alleskönner, der dank eines vollhydraulischen Schnellwechslers, eines Greifermoduls und einer Vielzahl spezialisierter Anbaugeräte mit nur einer Maschine unterschiedlichste Aufgaben bewältigen kann. Diese Flexibilität ist im Tagesgeschäft einer der Schlüsselfaktoren, um dem stetig wachsenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Der Einsatz dieser Technologie sorgt dafür, dass Arbeiten schneller, präziser und mit weniger Personalaufwand erledigt werden können.
Die positiven Folgen: Dadurch werden Zeitaufwand und Kraftstoffverbrauch reduziert und gleichzeitig die Arbeitssicherheit verbessert, da die Maschine stabiler steht und der Bediener mehr Aufgaben aus einer sicheren Position heraus erledigen kann. Sicherheit spielt hier eine zentrale Rolle. Nicht nur befinden sich weniger Personen im Gefahrenbereich, was sich erheblich auf die Risikobewertung durch die Sicherheitsbeauftragten auswirkt.
Risiken minimieren
Das »SecureLock«-Sicherheitssystem von Rototilt für Maschinenkupplungen und Tiltrotatoren soll die Sicherheit gezielt erhöhen und laut Aussage des Herstellers das Risiko von herumschwingenden oder herunterfallenden Werkzeugen reduzieren. Es stellt sicher, dass Werkzeug und Anbaugerät vor Arbeitsbeginn in einwandfreiem Zustand und sicher verbunden sind.
Die Technologie basiert auf einer patentierten Erfindung von Rototilt. Vollhydraulische automatische Schnellwechsler tragen ebenfalls wesentlich zur Arbeitssicherheit und höheren Effizienz bei. Die Hydraulikleitungen werden automatisch verbunden, ohne dass der Bediener die Kabine verlassen muss.
Offene Schnittstellen
Herstellerübergreifende Standards gewährleisten auch zukünftige Kompatibilität. Die »Open-S Alliance«, eine unabhängige, global ausgerichtete Initiative, an der Rototilt aktiv beteiligt ist, definiert ein einheitliches, offenes Schnittstellensystem für vollhydraulische Schnellwechsler. Das bedeutet, dass Tiltrotatoren, Schnellwechsler und Anbaugeräte verschiedener Hersteller nicht nur austauschbar, sondern auch mit zukünftigen Marktentwicklungen kompatibel sind. Dies bietet Unternehmen Investitionssicherheit und vermeidet die Abhängigkeit von proprietären Systemen, wodurch der Betrieb langfristig kosteneffizienter wird. Rototilt ist zudem Teil von »MiC4.0«, um die Installation von Tiltrotatoren zu vereinfachen. Aus wirtschaftlicher Sicht amortisiert sich ein hochwertiger Tiltrotator trotz der hohen Anfangsinvestition oft schneller als erwartet. Aufgrund reduzierter Arbeitszeiten und der Möglichkeit, viele Aufgaben mit einer einzigen Maschine zu erledigen, erzielen Unternehmen häufig Effizienzsteigerungen zwischen 15 und 40 Prozent. Mit Blick auf die nächsten fünf Jahre wird die Bedeutung von Tiltrotatoren nach Ansicht von Rototilt in Deutschland deutlich zunehmen. Die Modernisierung der Straßen- und Schieneninfrastruktur, die Umstrukturierung der Energieversorgung, der Ausbau von Glasfaser sowie der Fachkräftemangel setzen Unternehmen zunehmend unter Druck, ihre Maschinen produktiver einzusetzen. Die Entwicklung in Schweden, die seit 1986 anhält, zeigt, wohin die Reise geht: Dort sind über 90 Prozent aller mittelgroßen Bagger mit einem Tiltrotator ausgestattet.