Nürnberg Messe Nürnberg ist startklar: Die GaLaBau öffnet ihre Tore

Die GaLaBau zählt zweifelsohne zu den Messehighlights dieses Jahres – in Nürnberg bündelt sich das gesamte Repertoire an Themen rund um den Garten- und Landschaftsbau. Das betrifft die gesamte Wertschöpfungskette der Branche, von kompakten Bau- und Kommunalmaschinen über Anbaugeräte, Baustellenequipment und Baugeräte bis hin zu Aufbereitung, Transport und Recycling. Das bauMAGAZIN ist seit vielen Jahren fest mit diesem Event verankert und nutzt die Messe aus zwei Gründen: Zum einen stellt die GaLaBau das klassische »Schaulaufen« der Hersteller und Händler dar, um Neu- und Weiterentwicklungen in den Mittelpunkt zu rücken. Zum anderen erweist sich die GaLaBau jedes Mal aufs Neue als Ideengeber und Innovationstreiber.

Lesedauer: min | Bildquelle: Nürnberg Messe
Von: Dan Windhorst

Veranstaltungsleiterin Isabel Grundner umreißt das Messekonzept: »Die ­GaLaBau bringt die führenden Marktteilnehmer der Branche zusammen und schafft eine Plattform für persönlichen Austausch. Der direkte Dialog zwischen Herstellern, Planern, Ausführenden und Auftraggebern ist unverzichtbar.« Und damit bringt sie das Ganze auf den Punkt: Nur selten erhalten wir die Möglichkeit, einer derart konzentrierten Masse an Branchenkennern zu begegnen – und das ist wichtig, um nicht nur über neue, innovative Produkte zu sprechen, sondern um sich der manchmal auch unbequemen Frage zu stellen, wie die Branche insgesamt auf die aktuelle Wirtschaftssituation zu reagieren hat.

Großaufgebot an Ausstellern

Insgesamt sind laut Messe knapp 1 100 Aussteller vor Ort. Und die großen Namen sind alle vertreten. Das reicht von den wirklich namhaften Baumaschinenherstellern, die es sich nicht nehmen lassen, mitunter zahlreiche Exponate mit nach Nürnberg zu bringen, über die Anbaugerätespezialisten und Start-ups bis hin zu den Baugeräte- und Baustoffspezialisten. Im Zentrum der Aufmerksamkeit sollen bei den meisten ­Ausstellern vorrangig mehr Effizienz, mehr Digitalisierung und mehr Wirtschaftlichkeit stehen. Und das hat gute Gründe: Die Bauwirtschaft hat mit hohen Material-, Transport- und Energiekosten zu kämpfen, weshalb durchdachtes Kalkulieren, Abwägen und kluges Investieren im Fokus stehen. In der aktuellen Ausgabe zeigt das bauMAGAZIN zahlreiche neue Lösungen auf, die in Nürnberg vorgestellt werden – darunter neue Kompaktmaschinen, Anbaugeräte, Kommunalmaschinen, Baugeräte sowie digitale Helfer und Dienstleistungen. Auffällig ist, dass zahlreiche Aussteller die Messe nutzen werden, um Neuheiten zu zeigen – vorgemerkt wurden zahlreiche Weltpremieren.

Innovationen erlebbar machen

Abseits der gewohnten Leistungsschau erweist sich die GaLaBau aber auch als Plattform, auf der Innovationen live erlebbar sind. Auf den Aktionsflächen demonstrieren die Maschinen ihr Können, während der neue »Zukunftsraum« digitale Innovationen zum Ausprobieren bereitstellt. Hinzu kommen spezialisierte Fachformate, die laut Messe­veranstalter kompakte Einblicke in aktuelle Themen ermöglichen sollen, das betrifft mitunter die »Land­scape Talks«, das »GaLaBau-Experten-Forum« sowie das neue »Forum by asecos academy«, wo mittels Fachvorträgen ein gezielter Wissens­transfer stattfinden soll. Führende Branchenexperten, so der Veranstalter, sollen in kompakten ­Fachvorträgen fundiertes Wissen, vom Gefahrstoffmanagement über Li-Ion-Akkus bis zu Leckage-Management, an die Fachbesucher vermitteln.

GaLaBau als Impulsgeber

Seit vielen Jahren gilt die GaLaBau aber auch als »Vordenker-Plattform«: Mit Sonderthemen wie etwa der »E-Mobility-Area« stellt die Messe die Elektromobilität live in den Mittelpunkt. Gezeigt wird innovative Antriebstechnik – und wie sich diese konkret im Arbeitsalltag einsetzen lässt. Hierzu werden im Außenbereich neu entwickelte Bau- und Pflegemaschinen sowie Kommunalfahrzeuge mit Elektroantrieb gezeigt. Der Vorteil: Interessierte erhalten direkt vor Ort die Möglichkeit, die Geräte und Maschinen aus nächster Nähe zu erleben und zu testen. Das Interesse an diesem Format war bereits zur vorangegangenen Ausgabe der GaLaBau spürbar – auch und gerade weil die Elektrifizierung der Branche einen mittlerweile extrem hohen Stellenwert genießt und E-Maschinen im Garten- und Landschaftsbau sowie auf Bauhöfen und im innerstädtischen Bau kaum noch wegzudenken sind.

Nachhaltigkeit im Fokus

Viele aktuelle Herausforderungen stehen direkt im Zusammenhang mit der Erderwärmung. Egbert Roozen, Generalsekretär der europäischen Vereinigung des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus (ELCA), sieht den Landschaftsgartenbau als Teil der Lösung: »Der Landschaftsgartenbau befindet sich in einem vielversprechenden Wandel. Unsere grünen Projekte werden als naturbasierte Lösungen für ein besseres Klima, mehr Biodiversität und öffentliche Gesundheit geschätzt. Dieser Wandel wird durch die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur unterstützt, die ehrgeizige Ziele für die Begrünung von Städten festlegt.« Nachhaltigkeit wird auch auf der GaLaBau wieder zum Schlüsselthema. Die Messe möchte nachhaltige Lösungen zeigen, die den grünen Sektor prägen – von klimaangepasster Stadtgestaltung bis hin zu emissionsfreier Technik.

Das Image aufpolieren

Eine Großmesse wie die GaLaBau muss aber auch für ein weiteres »Problemkind« herhalten: Dort, wo die Branche sich präsentiert, braucht es Eigenwerbung, um Fachkräfte zu gewinnen und um den Nachwuchs zu binden. Soll heißen: Auf der GaLaBau haben die Aussteller die Möglichkeit, die Baubranche zu repräsentieren, junge Leute für Berufe zu begeistern und das Interesse an Technik zu wecken. Mit Veranstaltungen wie etwa dem Landschaftsgärtner-Cup möchte die Messe beispielsweise jungen Menschen die Vielseitigkeit und das Berufsbild aufzeigen. Gleiches tun aber auch die Baumaschinen- und Anbaugerätehersteller, die gerade mit ihren Live-Vorführungen und aufwendigen Standbauten für Aufsehen sorgen.


Was uns erwartet

Das Fazit lautet: Wir dürfen gespannt sein. Seitens der Messe wurde ein durchaus umfangreiches Rahmenprogramm geschaffen: Fachvorträge, Sonderausstellungen, Preisverleihungen und Live-Vorführungen sorgen auch diesmal wieder für Abwechslung. Ein großer Vorteil ist, dass die Fachexperten hier auch gern den Finger in die Wunde legen und sich insbesondere bei Themen wie der Digitalisierung, Elektrifizierung und Effizienzsteigerung der Branche mit dem Ist-Zustand auf deutschen Baustellen auseinandersetzen. Ein Blick auf die Ausstellerliste zeigt außerdem, dass sowohl kleine Mittelständler als auch die Big Player der Branche in Hülle und Fülle vertreten sind. Im Bereich Baumaschinen wird es zudem viele Highlights geben: Zahlreiche Hersteller melden diverse Neu- und Weiterentwicklungen ihrer Kompaktsparten an – insbesondere werden laut Aussteller gerade Themen wie Digitalisierung und Elektrifizierung im Mittelpunkt stehen, um aufzuzeigen, wie sich Baufirmen und Bauhöfe zukunftssicher aufstellen können.

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