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Neuer Hybrid-Prallbrecher ist ein »richtiger Publikumsmagnet«

Entstanden ist der R1100DE nach der Zusammenarbeit mit der französischen Baufirma Eurovia, für die Rockster vor gut zwei Jahren eine erste R1100DE gebaut hatte, die alle Erwartungen erfüllte. So erklärte Eurovia-Einsatzleiter Laurent Perraguin: »Wir produzieren mit der R1100DE bis zu 450 t/h recyceltes Abbruchmaterial. Das sind fast 30 % mehr als zuvor. Mit der Hybridlösung ist die Leistung sehr konstant. Auch der Kraftstoffverbrauch konnte um 30 % reduziert werden.« Die bei diesem Projekt gemachten Erfahrungen sind jetzt in die Weiterentwicklung eingeflossen.

»Aufgrund der ständig sinkenden Grenzwerte in der EU für Rußpartikel, Stickoxide und Kohlenwasserstoffe für Offroad-Fahrzeuge und -Maschinen sind die Hersteller von mobilen Anlagen immer mehr gefordert, verbrauchs-, lärm- und ressourcenschonende Technologien zu entwickeln«, sagte Wolfgang Kormann. »Dieser Herausforderung haben wir uns gestellt und diese Maschine mit ihrem innovativen Antriebskonzept konzipiert. Denn meiner Meinung nach wird das der Trend in den kommenden Jahren sein.«

Entwickelt worden ist das bislang weltweit einmalige Antriebskonzept mit europäischen Experten von Hybridlösungen. Herzstück des Konzepts sind die sogenannten Power Caps, Energiepuffer mit Top-Kapazitäten, die elektrische Energie speichern, um so jegliche Lastspitzen abzudecken. Der Dieselmotor arbeitet dabei nahezu konstant bei optimaler Drehzahl, um den Generator für den E-Motor anzutreiben und spart somit Treibstoff. Die Permanent-Magnet-Technologie verspricht ­zudem geringeren Energieverbrauch, bessere Motor- und Generatorenleistung sowie eine höhere Leistungsdichte. Durch diese Technologie ist es möglich, so Rockster, pro Jahr etwa 16 000 l weniger Kraftstoff zu verbrauchen. Außerdem ermögliche dieses Energiespeicher-Konzept den Einbau eines kleineren Motors.

Weil es allerdings das erklärte Ziel gewesen sei, die Produktivität der Anlage trotz Treibstoffersparnis zu steigern, wurde ein gängiger 242 kW starker Cat-Motor eingebaut. Die daraus resultierenden Synergieeffekte haben dann zu dieser erheblichen Leistungssteigerung und somit zu einem deutlich höheren Output geführt.

Hohe Ansprüche ans Material

Wegen der häufigen Leistungsspitzen und der oftmals widrigen Umweltbedingungen im Outdoor-Einsatz hat Rockster hohe Ansprüche an das verwendete Material gestellt. So sind alle e-Komponenten wassergekühlt und speziell für die Verwendung in mobilen Arbeitsmaschinen konzipiert. Dementsprechend gut geschützt sind sie gegen Staub, Schmutz und Wasser. Das gilt auch bei starken Vibrationen und extremen Temperaturschwankungen. Die vier Verstellpumpen für die Anlagenhydraulik liefern nur den Ölstrom, der dann auch tatsächlich benötigt wird. Das reduziert Verluste, spart Kraftstoff und garantiert eine gleichbleibend hohe Fördergeschwindigkeit bei niedriger oder wechselnder Dieselmotordrehzahl.

Steuerung mit neuem Design


Über die neu designte Steuerung sind jegliche Werte einfach und intuitiv ablesbar. Sorgfältig ausgearbeitete Fehlermeldungen helfen bei der raschen Eruierung und Lösung eventueller Störungen, die einfache Bedienung steigert die Effizienz in der Einschulung und Anwendung. Zudem schützt eine hydraulische Überlastsicherung der Prallschwingen die Anlage besser vor ungeeignetem Material und hilft Überkorn zu vermeiden.

Das einzigartige und patentrechtlich geschützte Rückführsystem, bestehend aus dem zweiteiligen Rückführ- bzw. Haldenband, hat Rockster auch erstmals bei einer seiner großen Anlagen eingebaut. Eine Demontage für den Transport ist damit nicht mehr notwendig. Außerdem besteht die Möglichkeit eines geschlossenen Kreislaufs mit zu 100 % definierbarem Endkorn sowie die Nutzung als Haldenband mit einer Abwurfhöhe von ungefähr 4 m.

Als zweites Messe-Highlight stellte Rockster auf der Mawev erstmals seine neu konstruierte 3-Deck-Siebanlage RTS514 vor. »Als erfahrener Hersteller mobiler Brechanlagen ist es für uns auch wichtig, unseren Kunden ein breites Produktportfolio anbieten zu können. Wir haben uns daher entschieden, unser Siebanlagenangebot zu erweitern und auf eine völlig neu konstruierte Anlage mit so manchen technischen Raffinessen zu setzen«, sagte Wolfgang Kormann. Weil vor allem für Lohnbrech­unternehmen kurze Auf- und Abbauzeiten, hohe Leistungsfähigkeit und einfache Wartungs- und Servicemöglichkeiten besonders wichtig seien, habe man die neue Siebanlage RTS514 vor allem nach diesen Gesichtspunkten entwickelt.

Stufenlos verstellbare Drehzahl

So wurde die RTS514 mit einer Schurre zur direkten Brecherbeschickung ausgerüstet, was den Arbeitsprozess mit einer Brechanlage wesentlich erleichtert. Durch eine spezielle Ratschen-Siebspanntechnik können außerdem die Siebe ohne Werkzeug rasch und einfach gewechselt werden. Durch die stufenlos verstellbare Drehzahl des Siebdecks kann die Anlage optimal an verschiedene Materialbedingungen angepasst werden und so wesentlich wirtschaftlicher arbeiten. Die Load-Sensing-Technologie liefert zudem mehr ­Hydraulikleistung bei weniger ­Verlusten und spart somit den wertvollen Treibstoff. Weitere Features sind der um 180° drehbare Aufgabebunker, der hydraulisch klappbare Laufsteg oder die verstellbare Siebboxneigung.


iwu

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