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Neue Vanguard-V-Twins mit elektronischer Einspritzung

Briggs & Stratton Commercial Power erweitert die Modellreihe der Vanguard-EFI-Motoren mit vertikaler und horizontaler Welle für ein größeres Anwendungsspektrum. Neben einem V-Twin-EFI-Motor mit vertikaler Antriebswelle und 810 cm³ Hubraum gibt es jetzt auch eine Reihe weiterer Motoren mit elektronischer Einspritzung.

Für die Anforderungen der Baubranche wurde die Angebotspalette zielgerichtet für das ständig wachsende Sortiment von Baumaschinen erweitert. Die Baureihe umfasst nun neu Motoren mit 627 cm³ Hubraum und 23 PS Bruttoleistung sowie mit 896 cm³ und 993 cm³ Hubraum und bis zu 37 PS Bruttoleistung. Diese kommen als Antrieb von Generatoren, für Baumaschinen wie Beton-Flügelglätter sowie Fugenschneider zum Einsatz.

Die neuen Vanguard-V-Twin-EFI-Einspritz­motoren basieren auf den für ihre Haltbarkeit und Zuverlässigkeit bekannten Vanguard-V-Twin-Motoren. Die EFI-Version dieses Konzepts wurde so konzipiert, dass sie unter allen Bedingungen im täglichen Einsatz eine optimale Leistung bieten.


Auf niedrigen Kraftstoffverbrauch Wert legen

»Unterschiedliche Branchen stellen unterschiedliche Anforderungen an die Performance eines Motors. Für das Baugewerbe stehen Leistung und Zuverlässigkeit an erster Stelle – der Motor muss einfach jeden Tag einsatzfähig sein und problemlos seine Leistung bringen. Zudem wird bei Maschinen im kommerziellen Einsatz großer Wert auf einen niedrigen Kraftstoffverbrauch und somit niedrige Betriebskosten gelegt. Und in allen Punkten überzeugen die EFI-Motoren, auf die sich Anwender auch unter schwierigen Einsatzbedingungen verlassen können«, kommentiert Thomas Holzhüter, Verkaufsdirektor von Commercial Power Europa.

Dank des zuerst für Modelle mit vertikaler Kurbelwelle verfügbarem Schmierölsystem Vanguard Oilguard wird der Ölwechsel erst nach 500 Be­triebsstunden fällig, was als ein weiteres Argument pro EFI-Benzinmotor gilt.

Im Zusammenspiel des elektronischen Einspritzsystems (EFI) mit der elektronischen Steuereinheit (ECU) ermitteln Sensoren unter anderem die Drosselklappenstellung, die Verbrennungslufttemperatur und die Drehzahl. Die Steuereinheit (ECU) regelt das Kraftstoffluftgemisch, also die einzuspritzende Kraftstoffmenge, die Stellung der Drosselklappe und den Zündzeitpunkt. Der Motor läuft somit stets mit optimal angepassten Parametern. Als Ergebnis nennt der Anbieter schnelle Reaktionen auf Lastwechsel, konstante Drehzahl, bessere Leistungsausbeute, niedrigen Kraftstoffverbrauch, verbesserten Motorstart (ohne Choke) und die Vermeidung einer Überfettung des Gemischs beim Betrieb in größeren Höhenlagen.

Mit seiner Leistung, den kompakten Abmessungen, dem idealen Leistungsgewicht und dem bis zu 25 % geringeren Kraftstoffverbrauch wird der Vanguard-EFI-Benzinmotor als eine ernst zu nehmende Alternative zu Dieselmotoren angeboten, bei denen die Verschärfung der Abgasnormen zunehmend Probleme bereitet.

Alle EFI-Motoren verfügen über OHV-Technologie, ein Alu-Kurbelgehäuse mit Grauguss-Zylinderlaufbuchsen, legierte Leichtbaukolben und mit Chrom beschichtete Kolbenringe. Alle Komponenten sind ausgelegt für hohe Beanspruchungen und eine lange Lebensdauer. Ausstattungsmerkmale wie dynamisch gewuchtete Kurbelwellen aus Kugelgraphitguss und Ventilstößel mit großdimensionierten Auflageflächen, wie auch das Donaldson-Zyklon-Luftfilter-System und die Druckumlaufschmierung mit Wechselfilter, stehen für eine besonders lange Haltbarkeit.

Service groß schreiben

»Für die neuen Motoren wurden bereits Schulungsprogramme für unser Servicenetz entwickelt, um den Anwendern auch in diesem Bereich eine optimale Unterstützung bieten zu können«, berichtet Barry Goodchild, verantwortlich für den Bereich Service und den Technischen Kundendienst in Europa. Vanguard-EFI-Schulungsprogramme mit spezifischer Software zur Anbindung der ECU-Motorregeleinheit und den ­entsprechenden Service- und Diagnosehandbüchern würden bereits, so Goodchild, für den Vanguard-Kundendienst angeboten.    §

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