Straßenbau – Tiefbau

Neue Stickstoffleitung für Berner Spital

Für die anspruchsvolle Bohrung durch den Boden der Klasse 5 – 4 mit Steinen von bis 10 cm Durchmesser wurde der Grundodrill 18ACS von Tracto-Technik eingesetzt. Diese Bohranlage eignet sich besonders für schnell wechselnde Böden bis hin zu Fels. Die 70 m lange Bohrtrasse auf dem dicht bebauten Klinikgelände verlief entlang der Spitalkappelle in einen Lüftungsraum im Keller des INO. Wegen der engen Platzverhältnisse im Startbereich wurde in Absprache mit allen Beteiligten eine 2,5 m hohe Aufschüttung zwischen Gebäude und Tanklager als Startplatz der Bohranlage gewählt.


Der in ca. 3 m Tiefe gelegene Lüftungsraum musste mit einer horizontalen und vertikalen Zielgenauigkeit von ± 20 cm erreicht werden, um Schäden an bestehenden Leitungen im Gebäude zu vermeiden.Im Mai begannen die Bauarbeiten. Ein Bagger wurde mittels Lkw-Kran zum Startplatz gehoben, um die Startgrube für die Pilotbohrung und eine weitere Grube zum Auffangen des Bohrschlamms auszuheben.


Anschließend wurde der rund 15,2 t schwere Grundodrill 18CAS mithilfe eines 100-t-Autokrans auf dem aufgeschütteten Startplatz gesetzt. Die Pilotbohrung in bis zu 6,5 m Tiefe verlief problemlos. Nachdem das Ziel erreicht war, wurde über das Pilotloch ein Kernloch von 450 mm Durchmesser durch die Gebäudewand in den Lüftungsraum gebohrt, durch das der Backreamer Ø 400 mm gezogen wurde.


Nach nur einem Aufweitvorgang konnte die neue Druckrohrleitung in die Trasse eingezogen werden. Aufgrund mangelnden Platzes im Kelleraum durften die einzelnen Rohre nur 2,5 m lang sein und wurden am Zielort zu Strängen von 12,5 m zusammengeschweißt.


Während des Rohreinzugs musste dann alle 12,5 m ein so vorbereiteter Rohrstrang angeschweißt werden.

Nach nur zehn Arbeitstagen übergeben

Der Bohrschlamm wurde am Zielort im Keller aufgefangen und von dort über eine 60 m lange Leitung in eine Grube im Zufahrtsbereich der Notaufnahme gepumpt.


Der hohe Kiesanteil machte das Pumpen nicht einfacher, stellte für den Rohreinzug jedoch kein Hindernis dar.


Nach abschließenden Arbeiten wie der Grobreinigung der Gebäude, dem Neubau eines Kontrollschachtes und der Demontage der Maschine mittels Autokran konnte die neue Leitung nach nur 10 Arbeitstagen an den Kunden übergeben werden.

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