Bau- und Nutzfahrzeuge

Neue Assistenzsysteme für ein Mehr an Sicherheit

SiloNet setzt den Actros 1843 mit Silo-Auflieger zum Transport von Zement, Zementrohmaterial und Braunkohlenstaub ein. Gefahren wird vornehmlich im regionalen Nahverkehr. Auf diesen Strecken mit einem hohen Anteil innerörtlichen Verkehrs können die neuen Sicherheitssysteme von Mercedes-Benz Trucks zu einer deutlichen Verringerung der Unfallzahlen beitragen. Entsprechend hoch ist der Einbau von aktiven Sicherheitssystemen im Actros. Marcus Woldt, Mercedes-Benz Lkw-Verkaufsberater in der Niederlassung Hannover, betreut die Firma SiloNet und sagt: »In der Silo- und Tank-Lastzugbranche ist der Sicherheitsanspruch extrem hoch. Deshalb werden sämtliche Sattelzugmaschinen zu 100 % mit unserem Safety Pack ausgestattet.«Das neue ABA 4 kann im Rahmen seiner Systemgrenzen nicht nur automatisch auf vorausfahrende Fahrzeuge oder stehende Hindernisse bremsen, sondern warnt nun auch akustisch und optisch vor querenden Fußgängern auf der Frontseite und leitet bei Bedarf eine Teilbremsung ein. Das ermöglicht dem Lkw-Fahrer, mit einer Vollbremsung zu reagieren oder durch ein Lenkmanöver auszuweichen.

Darüber hinaus kann der neue radargestützte Abbiege-Assistent den Fahrer – ebenfalls akustisch und optisch – vor stehenden oder sich bewegenden Hindernissen auf der rechten Seite des Lkw warnen. Dazu wurden kritische Szenarien aus der Unfallanalyse zugrunde gelegt und das System speziell auf die Abbiegesituation mit Fußgängern und Radfahrern sowie den Spurwechsel nach rechts ausgelegt. Damit bietet der Abbiege-Assistent dem Fahrer eine wesentliche Hilfestellung bei unübersichtlichen Ab- und Einbiege-Manövern.

Mercedes-Benz Trucks ist derzeit der einzige Hersteller, der seine Schwer-Lkw (Actros und Antos) mit radargestütztem Abbiege-Assistent und Active Brake Assist 4 mit Fußgängererkennung anbietet. Die beiden aktiven Sicherheitssysteme können vor den beiden häufigsten Unfallgefahren im Straßengüterverkehr schützen.

So registrierte das Statistische Bundesamt für 2015 insgesamt 15 572 Unfälle mit Personenschaden in Verbindung mit Güterkraftfahrzeugen ab 3,5 t. 8 238 Unfälle wurden dabei im Längsverkehr gezählt. Der Abbiegen- und Einbiegen-/Kreuzen-Unfall wird in der aktuellen Statistik mit 3 509 Unfällen gelistet.

Wie Marcus Woldt berichtet, warnt der neue Actros bei SiloNet aber nicht nur vor diesen beiden Unfallgefahren: »Der Actros 1843 ist mit sämtlichen Assistenzsystemen ausgestattet, die von Mercedes-Benz Trucks angeboten werden. Neben dem neuen ABA 4 und dem neuen Abbiege-Assistent zählen Spurhalte-, Abstandshalte- und Aufmerksamkeits-Assistent dazu, sowie Fahrer-Airbag und ESP. So ausgerüstet kann dem Actros in Sicherheitsfragen kein Wettbewerber das Wasser reichen.«


SiloNet: Künftig ausschließlich mit Actros unterwegs

Das weiß auch SiloNet-Geschäftsführer John Henrik Landwehr, entsprechend hat er bereits fünf weitere Actros-Sattelzugmaschinen über Marcus Woldt geordert. »Auch die nächsten fünf neuen Actros haben wir mit Safety Pack, der ABA 4 enthält, und Abbiege-Assistent bestellt. Denn wir legen größten Wert auf die Sicherheit unserer Fahrzeuge. Wir möchten die Straßen damit so sicher wie möglich machen. Dafür geben wir gern ein paar Euro mehr aus. Auch in Zukunft. Deshalb planen wir den SiloNet-Fuhrpark mit derzeit 38 Sattelzugmaschinen bis August auf Mercedes-Benz Actros umzustellen.« Lkw-Fahrer Herbert Schulz freut sich über die Aussage seines Chefs: »Sicherheit ist das A und O im zunehmenden Verkehr auf unseren Straßen. Wenn mich der Lkw auch noch bei meiner Arbeit unterstützen und einen komfortablen Arbeitsplatz bieten soll, plädiere ich für den Actros.« Der zweite SiloNet-Geschäftsführer Karl-Heinz Augustin nennt ein weiteres Argument pro Actros: »Seine Wirtschaftlichkeit ist unübertroffen, nicht nur beim Kraftstoffverbrauch. Das Leergewicht unseres neuen Actros Loader beträgt zusammen mit dem gewichtsoptimierten Silo-Auflieger nur 10,7 t. Damit liegt seine Nutzlast um 1,8 t höher als beim Vorgänger-Fahrzeug.«





Kleinserie mit Elektroantrieb startet


Mercedes-Benz Trucks will den weltweit ersten vollelektrischen, schweren Verteiler-Lkw noch dieses Jahr in Kleinserie auf den Markt bringen. Nach der Vorstellung des Urban eTruck mit 25 t zulässigem Gesamtgewicht und bis zu 200 km Reichweite auf der IAA 2016 sollen bereits dieses Jahr die ersten Fahrzeuge in Kundenhand gehen.Keine Emissionen, leise und 12,8 t Zuladung: Der Urban eTruck will mit einem überzeugenden wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Konzept punkten. Das Fahrzeug wird zunächst in einer niedrigen zweistelligen Stückzahl an Kunden in Deutschland gehen. Dort wird es im realen Transporteinsatz unterwegs sein. Ziel ist es, anhand tatsächlicher Einsatzszenarien und Anforderungsprofilen mit dem Kunden das Fahrzeugkonzept und die Systemauslegungen des Elektro-Lkw zu optimieren. Getestet werden sollen beispielsweise der Einsatz im Schichtbetrieb, Ladezeiten sowie Batterie- und Reichweitenmanagement. Die Fahrzeuge werden den Kunden, zusammen mit einem speziellen Ladegerät, das die erhöhten Anforderungen eines Lkw berücksichtigt, für einen Zeitraum von zwölf Monaten zur Nutzung überlassen und durch den Mercedes-Benz Trucks Fahrversuch betreut. Der Urban eTruck ist Teil einer umfassenden Elektro-Offensive von Daimler Trucks. Der leichte Elektro-Lkw Fuso eCanter wird 2017 in einer global angelegten Kleinserie zum Einsatz kommen. Rund 150 Fahrzeuge werden an Kunden in Europa, Japan und den USA übergeben. Daimler Trucks erwartet, dass die Kosten für die Batterien eines vollelektrischen Lkw von 1997 bis 2025 um den Faktor 2,5 sinken werden – von 500 Euro/kWh auf 200 Euro/kWh. Gleichzeitig steigt die Energiedichte der verfügbaren Batterien in diesem Zeitraum um den gleichen Faktor von 80 Wh/kg auf 200 Wh/kg.

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