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Nachhaltige Lösung bei verschlissenen Gelenklagern

Dank Expander-Lösung konnte im Einsatzfall des CAT-Dumpers 793B das Serviceintervall in der peruanischen Mine von 5 000 auf 20 000 Betriebsstunden verlängert werden, entsprechend reduzieren sich auch die bisher rund drei Tage langen Ausfallzeiten für die notwendigen Reparaturen auf wenige Stunden. Der betroffene CAT 793B hat eine Zuladung von 240 t und verfügt über eine Leistung von 2 160 PS. Dank Expander-System mussten in ihn erst nach 21 000 Betriebsstunden neue Expander-Bolzen eingesetzt werden und entsprechend auch einmal geschweißt und gebohrt werden. Die Gesamtkosten für diesen Austausch lagen mit 12 106 $ trotz höherer Materialkosten des Expander-Systems genau 29 817 $ niedriger als bei einer konventioneller Reparatur (Ersatzteile 4 512 $, Arbeitszeit 5 578 $, Servicekosten 2 016 $).Bei konventioneller Reparaturmethode musste alle 5 000 Stunden geschweißt und gebohrt werden, zudem mussten auch neue Standardbolzen montiert werden. Damit lagen die Gesamtkosten bei 40 916 $ (Ersatzteile 5 184 $, Arbeitszeit 17 398 $, Schweißen und Bohren 3 214 $, Stillstand bzw. Ausfall der Maschine 15 120 $).

Das Expander-System half in Peru nachhaltig – dank mechanischem Kraft- bzw. Formschluss zwischen Lager und Expander-Bolzen – den Verschleiß zu reduzieren.

Infolge dieser Expander-System-Fallstudie wurden viele CAT 793B, aber auch Terex MT 4400, 3700 sowie MT3700 AT auf das Expander-System umgerüstet. Ähnliche positive Ergebnisse mit dem Expander-System konnten nach Anbieterangaben auch u. a. mit Hitachi EX 5500, CAT 793C sowie CAT M24H Motor Grader in der Yanacocha Mine oder in der ebenfalls peruanischen Arequipa Mine wie auch in anderen Bergbau-, Tagebau-Gebieten erzielt werden.Darüber hinaus bietet CAT nun auch einige seiner Maschinen serienmäßig mit dem Expander-System an. Auch Hersteller wie Komatsu (Modell 960E) liefern nach Angaben von Expander einige ihrer Bergbau- bzw. Tagebaumaschinen serienmäßig mit dem (Heavy Duty) Expander-System aus. In Deutschland wurde bereits u. a. ein Case-Radlader 921 in einem Steinbruch nach rund 8 600 Betriebsstunden auf das Expander-System umgerüstet. Die Umrüstung erfolgte binnen acht Stunden, davon wurden drei Stunden für den Ausbau der alten Bolzen benötigt. Eine konventionelle Reparatur hätte nach Expander-Angaben im Gegensatz dazu rund ­eine Woche in Anspruch genommen.Das Unternehmen

Die im schwedischen Straßenbau tätigen Zwillingsbrüder Everth und Gerhard Svensson waren in den 1950er-Jahren regelmäßig von verschlissenen Gelenklagerungen ihrer Maschinen betroffen. Everth Svensson verkeilte eines Tages improvisierend einen Nagel in die verschlissene Bohrung eines lockeren Bolzens. Infolge dieser eigentlich nur vorübergehend gedachten Lösung entstand Svenska Expander. Die Idee erfuhr später mit der »Alfred Nobel Forschungs- bzw. Innovationsauszeichnung« eine ent­sprechende Würdigung und wurde in seiner erfinderischen Bedeutung mit dem Kugellager verglichen. Die Expander-System Schweden wurde 1986 von Everths Sohn Roger gegründet. Die Zentrale der Expander-Gruppe ist in Åtvidaberg (Schweden), das Unternehmen verfügt über Niederlassungen in den USA, Deutschland und Großbritannien. Das Expander-System wird in den USA, Schweden und Deutschland produziert und ist dort auch im jeweiligen Zentrallager verfügbar. Das Expander-System wurde bereits 1989 auch vom TÜV Rheinland im Rahmen eines Ausdauer-Funktionstests getestet und zertifiziert.

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