Maurer Söhne International GmbH Austauschlager für die Rheinbrücke bei Neuwied geliefert

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Maurer Söhne International

Bei der Rheinbrücke Weißenthurm-Neuwied wurden die  verschlissenen PTFE-Topflager gegen Kalottenlager mit dem besonderen Gleitwerkstoff MSM ausgetauscht. Die Herausforderung war deren Größe: Mit 2,4 m Durchmesser und rund 13 t Gewicht gehören sie zu den größten Bauwerkslagern in Deutschland. Sie nehmen vertikale Lasten von bis zu 120 MN auf.

Bei derartigen Schwergewichten ist Ideenreichtum gefragt: »Allein das Handling ist bei Lagern in dieser Größenordnung bei beengten Platzverhältnissen auf der Brücke eine Herausforderung«, betont ­Michael ­Ohnheiser von Maurer. Theoretisch hätten auch kleinere Lager ausgereicht, um die enormen Lasten aufzunehmen, aber die Lagergröße musste an die Bestandssituation angepasst werden. Die 1978 errichtete ­Raiffeisenbrücke ist Teil der Bundesstraße B 256. Täglich fahren rund 46 000 Fahrzeuge über die Rheinbrücke. Die 485 m lange, dreifeldrige Schrägseilbrücke hat Einzelstützweiten von 235 m, 38 m und 212 m und eine Gesamtbreite von 35,5 m.

Der A-förmige Mittelpylon trägt die seilverspannte Mittelbrücke und steht auf der Rheininsel Weißenthurmer Werth. Auf den beiden Pylonpfeilern mussten alle acht Lager erneuert werden, weil bei den bisherigen Topflagern das PTFE in den Gleitplatten aufgrund der häufigen Bewegungen seitlich herausdrückt wurde. Stattdessen wurden MSM-Kalottenlager von Maurer eingebaut.

Eingebautes neues Kalottenlager: Es ermöglicht  bei geringer Reibung eine Verdrehung um alle Achsen.

Kalottenlager statt PTFE-Topflager verwendet

Kalottenlager ermöglichen bei geringer Reibung eine Verdrehung um alle Achsen. Sämtliche Gleitflächen sind mit dem Hochleistungswerksstoff MSM ausgestattet. MSM hält im Vergleich zum herkömmlichen Teflon (PTFE) mindestens doppelte Pressungen aus. Außerdem verkraftet es mindestens 5-fache Gleitwegsummen und eine 7,5-fache Verschiebegeschwindigkeit. Die Lebensdauer ist in der entsprechenden ETA mit 50 Jahren angegeben. Da die Grenzbelastungen nur selten gegeben sind, werden die Lager tatsächlich länger halten. Um die modernen MSM-Kalottenlager einbauen zu können, war es erforderlich, dass diese genau an die im Bestand verbleibenden Platten anschließen. Nur so kann die volle Aktivierung mit einwandfreier Lastübertragung der Platten bis in die Betonflächen gewährleistet werden. Kleinere Lager hätten zwar für die Auflast von 120 MN gereicht, aber sie hätten höhere Pressungen verursacht und den Baubestand überbeansprucht. Unverändert erhalten blieben zudem die separaten Seilverankerungen gegen abhebende Kräfte und die Stahlknaggen als Festhaltungen in Längs- und Querrichtung.


Erfolgreicher Einsatz aller einzelnen Komponenten

Die acht neuen Kalottenlager sind allseits beweglich und mit dem Hochleistungsgleitwerkstoff MSM ausgestattet. Auf jedem Pylonpfeiler liegen je vier Lager. Die beiden größeren, innen liegenden Lager wiegen ca. 13 t, haben einen Durchmesser von 2,4 m und übertragen vertikale Kräfte von bis zu 120 MN. »Lager in der Größe haben wir in Deutschland nicht allzu oft«, weiß Ohnheiser. Die beiden kleineren Lager liegen jeweils außen. Sie haben immerhin noch einen Durchmesser von 1,6 m, wiegen 4 t und nehmen ca. 48 MN auf. Ausgetauscht wurden die Lager von der Brückenoberseite aus, über ein Hängegerüst mit »Verschubbahn«. Bauherr war die Landesbetrieb Mobilität Cochem-Koblenz (LBM). Die Firma aventas.bau führte wiederum die Sanierung aus.d

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