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Kapazitäten und Produktpalette erweitert

Selbst in Argentinien und Malaysia kam die Primus-Line- Technologie im letzten Jahr zum Einsatz. Im Vergleich zu anderen Methoden der grabenlosen Rohrsanierung verbleibt bei der flexiblen Primus-Line-Technologie ein Ringraum zwischen Liner und Altrohr. Große Einzugslängen von bis zu 2 500 m lassen sich in einem Abschnitt realisieren und auch Leitungsbögen von bis zu 45° können durchfahren werden.Neue Schlauchgrößen erweitern Produktsortiment

Für den internationalen Markt und um den individuellen Einsatzbedarf der Auftraggeber bedienen zu können, erweitert Rädlinger Primus Line die Produktpalette um zusätzliche Durchmessergrößen. Ab sofort wird der Primus-Line-Schlauch auch speziell für Wasser-, Öl- und Gashochdruckleitungen mit einem Durchmesser von 350 mm bzw. 450 mm produziert. Der Liner zum Einzug für Rohrleitungen DN 350 hat einen äußeren Durchmesser von 309 mm und einen entsprechenden inneren von 297 mm. Er ist für einen Betriebsdruck von bis zu 21 bar beim Transport des Mediums Wasser bzw. von bis zu 13 bar für den Transport von Gas und Öl geeignet. Über einen Außendurchmesser von 402 mm und einen Innendurchmesser von 390 mm verfügt der passende Primus Line Schlauch für Hochdruckleitungen DN 450. Im Bereich Wasser liegt der maximale Betriebsdruck bei 16 bar, in den Bereichen Öl und Gas bei 10 bar.

Außerdem erarbeitete Rädlinger Primus Line in den letzten Monaten kundenspezifische Sonderlösungen, wie beispielsweise einen Primus-Line-Schlauch mit einem Außendurchmesser von 150 mm und einem inneren Durchmesser von 137 mm. Der Liner wird zum Transport von Wasser eingesetzt und kann einem Betriebsdruck von 47 bar standhalten. Verwendet wurde er zur Erneuerung eines Altrohrs mit einem Innendurchmesser von 175 mm. Außerdem wurde ein Sonderdurchmesser von 203 mm mit einem entsprechenden inneren Durchmesser von 191 mm entwickelt. Er diente zur Sanierung einer Wasserleitung mit einem Innendurchmesser von 225 mm und eignet sich für einen Betriebsdruck von bis zu 35 bar. Die individuell passenden Lösungen gewährleisten größtmögliche Durchflussmengen.

Mit seinen Neuerungen präsentiert sich Primus Line auch auf der IFAT. Anhand neuer Ausstellungsstücke können sich dort Interessierte über das System, seine Komponenten und die Einzugstechnik informieren. Besonderes Augenmerk wird mit Messemodellen zum Montagesystem auf die Verbindertechnik und die Unterschiede hinsichtlich Medium und Druck gelegt. Wer sich hautnah von der Funktionsweise und den Installationsabläufen überzeugen will, kann an einem IFAT-Messetag eine Baustelle in Bad Endorf besuchen. Dort wird eine Trinkwasserleitung DN 250 PN 10 mit Primus Line saniert. Der Einzug des DN 250 PN 15 erfolgt in zwei Abschnitten von ca. 140 m und 770 m Länge. Neben der Installation des gefalteten Schlauchs wird auch die Montage der sechs Verbinder dort zu beobachten sein. An einem weiteren Messetag öffnen sich auch die Türen der Produktionsstätte in der Oberpfalz.

Firmen-Fakten

Neues Logistikzentrum und Optimierungen im TransportRädlinger Primus Line bezieht im Mai ein neues, 2 300 m² großes Logistikzentrum, das zunächst zur Lagerhaltung der Transporttrommeln genutzt wird. Ab der zweiten Jahreshälfte sollen dort alle Komponenten des Primus-Line-Systems, also zusätzlich Liner, Verbinder und Baustellen­equipment untergebracht werden. Auch der Umwickelprozess des ­Inliners auf die passende Transporttrommel wird dann hier durchgeführt.

In Zusammenhang mit den Anforderungen des internationalen Warenversands wurden auch die Transporttrommeln für die See- und Luftfracht überarbeitet. Hinter Primus Line steht die Idee eines umfassenden und wirtschaftlichen Systems zur grabenlosen Rohrsanierung. Optimierungen sollen daher die Installation weiter vereinfachen und die logistischen Kosten auf ein Minimum reduzieren. Bisher stellte Primus Line die Trommeln ausschließlich in Größen von 1,5 m bis 6 m bereit. Inzwischen wurde das Größenspektrum auf bis zu 8 m für den Transport als Luft- oder Seefracht ausgeweitet, sodass deutlich größere Schlauchlängen auf den Trommeln Platz finden. Da der Schutzrahmen nun gleichzeitig als Abwickeleinheit fungiert, soll jeder Zentimeter der Konstruktion optimal genutzt werden. Für die Großzahl der Projekte reicht nun eine Transporttrommel aus, was die Frachtkosten reduzieren hilft. Für ein Projekt in Argentinien beispielsweise wurde kürzlich eine 8 m Trommel für den Transport in einem Seecontainer gebaut. Auf ihr finden ca. 3 000 m eines DN 150 Schlauches und über 1 000 m eines DN 500 Platz.

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