Wachstum als Herausforderung
Nicht zuletzt aufgrund der hohen Qualität seiner Maschinen ist Hydrema laut eigener Aussage in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. Damit sind auch die Anforderungen an die Produktion gestiegen – insbesondere am Standort Weimar. Dort wurde die Fertigungskapazität deutlich ausgebaut, während die behördlich festgelegten VOC-Emissionsgrenzwerte unverändert blieben.
Für die Lackierung bedeutete das erheblichen Handlungsdruck: Höhere Stückzahlen mussten innerhalb des bestehenden emissionsrechtlichen Rahmens realisiert werden. Vor diesem Hintergrund rückte der Wechsel des Lacksystems in den Fokus. Die neue Lösung sollte das Oberflächen- und Qualitätsniveau auch bei wachsender Produktion weiterentwickeln und prozesssicher absichern. Zugleich sollte sie die VOC-Situation am Standort entlasten. »Der Einschichtansatz war deshalb der logische Schritt«, so Marianne Frank Mogensen.
Einschichtlack sichert Prozessfluss
Die Wahl fiel schließlich auf eine einschichtige Lösung mit »Alexit«-High-Build-Monolyer von Mankiewicz Coatings. Der Lackhersteller war Hydrema bereits aus anderen Anwendungen vertraut und auch Produkt- und Anwendungserfahrung waren im Unternehmen vorhanden. Entscheidend war nun, gemeinsam eine Lösung zu entwickeln und sicher in die Fertigung zu überführen, die den Anforderungen von Hydrema an Oberflächenqualität, Prozesssicherheit und Durchlaufzeit zuverlässig gerecht wird.
»Mit Mankiewicz entstand sehr schnell ein gemeinsames Verständnis für unsere Fertigung, nicht nur für die Lackierung selbst, sondern für den gesamten Prozess dahinter. Der Umstieg auf den Einschichter erfolgte zunächst in Weimar, wo der Handlungsdruck am größten war. Innerhalb kurzer Zeit war das Produkt prozesssicher in der Fertigung etabliert«, erklärt Marianne Frank Mogensen. Die Umstellung auf den High-Build-Monolyer brachte Hydrema schnell messbare Vorteile: Durch den Wechsel vom Zweischichtsystem auf den Einschichter sank die VOC-Bilanz um 30 bis 40 Prozent. Gleichzeitig verbesserte das neue Lacksystem den Korrosionsschutz und sorgte für erhebliche Prozessoptimierungen. Auch im Fertigungsfluss machte sich die Umstellung deutlich bemerkbar: Da die Bauteile nur noch einen Prozessschritt durchlaufen, erreicht Hydrema in Weimar heute einen höheren Durchsatz auf gleicher Fläche – ganz ohne zusätzliche Lackierkabinen.
»Wir sind durch die Umstellung deutlich schneller und effizienter geworden. Entscheidend ist dabei, dass die Trocknungszeiten exakt zu unserem Conveyor-System passen. Die Teile müssen innerhalb eines festen Zeitfensters ausreichend gehärtet und handlingfest sein«, sagt Marianne Frank Mogensen. Schon 2,5 Stunden nach der Lackierung sind die Bauteile bereit für die Montage. Mankiewicz unterstützte Hydrema dabei, die Prozesszeiten sicher einzuhalten.