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Hightech zum Anfassen: Investition in hochmoderne Lehrwerkstatt

Für die Auszubildenden wurde extra eine Insel – die Lehrwerkstatt – mitten in der Produktionshalle geschaffen. »Bei uns sind die Lehrlinge in den Arbeitsalltag integriert, nicht isoliert«, so Rudolf Beck, Abteilungsleiter der mechanischen Fertigung bei Lehnhoff. Integriert heißt bei Lehnhoff nicht nur, dass die Jugendlichen, die zum Industriemechaniker oder zum Mechaniker für Baumaschinentechnik ausgebildet werden, einen Platz mitten im Geschehen haben, sondern auch, dass sie wichtige Arbeitsschritte bei der Produktion übernehmen: »Die Auszubildenden fertigen Einzelstücke an, machen Vorrichtungsbau und Proto­typenbau«, sagt Beck. Steve Erdrich, Projektleiter für Produktionssysteme, ergänzt: »Sie sind ein wichtiger Teil der Produktionskette und nicht mehr wegzudenken.«


Rund 300 000 Euro hat das Unternehmen in die Hand genommen, um zu Beginn des Lehrjahres im letzten September die Lehrwerkstatt mit hochpräzisen und modernen Maschinen auszustatten: Eine CNC-Fräse, ein CNC-Drehautomat, eine konventionelle Drehmaschine, eine konventionelle Fräsmaschine und eine Ständerbohrmaschine sind nun tägliche Begleiter der Auszubildenden.Peter Schneider steht an der nagelneuen CNC-Fräse und erklärt die neue Maschine. Er arbeitet seit 1999 bei Lehnhoff und ist Ausbilder der Lehrwerkstatt. Seine Aufgabe ist die Ausbildung der Jugendlichen zu Industriemechanikern und zum Mechaniker für Baumaschinentechnik. Er bringt ihnen das technische Know-how bei. Seine Aufgabe ist aber nicht nur das Erklären. »Ich bin Richtungsweiser, Ratgeber und Unterstützer«, erzählt Schneider stolz.


Auf die Frage, warum Lehnhoff so einen enormen Aufwand betreibt, antwortet Erdrich: »In Zeiten, in denen über Fachkräftemangel geklagt wird, sollte man nicht zuschauen. Wir bilden aus, um Nachwuchskräfte für das Unternehmen zu sichern und setzen deshalb dort an, wo eigentlich alle ansetzen sollten, bei der Ausbildung der Jugendlichen zu qualifizierten Fachkräften.«


Bei Lehnhoff hat die Ausbildung von Jugendlichen seit mehr als fünfzig Jahren Tradition. Daher legt das Unternehmen bereits bei der Auswahl der Bewerber vor allem Wert auf technisches Verständnis, Motivation und Engagement sowie die schulischen Leistungen in Mathematik.


Einmal Lehnhoff, immer Lehnhoff? Nicht alle Absolventen bleiben, aber die meisten verbringen mehrere Jahre im Unternehmen. Natürlich gibt es auch Ausnahmen: Verkaufsleiter Herbert Velten ist dem Unternehmen seit seiner Ausbildung treu geblieben und das sind mittlerweile schon fünfzig Jahre. Im April 2014 verabschiedet er sich in den Ruhestand.

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