Herrenknecht: Vortriebsrekord beim Brenner-Basistunnel

Die Mineure im Brenner-Basistunnel treiben das europäische Eisenbahngroßprojekt im Granitgneis, Granodiorit, Glimmerschiefer und Phyllit zügig voran. Ende März erreichten sie beim Vortrieb der Hauptröhren in Südtirol mit einer Herrenknecht-Doppelschild-Tunnelbohrmaschine (TBM) eine neue Bestmarke: 860 m gebohrter und ausgebauter Tunnel in einem Monat.

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Auf dem Südtiroler Baulos »Mauls 2-3« des Brenner Basistunnels bohren drei Herrenknecht-TBM von Süden nach Norden. Sie fahren die beiden Hauptröhren (2 x Doppelschild-TBM S-1071/S-1072) sowie einen 12 m tiefer verlaufenden Erkundungs- und späteren Servicetunnel (1 x Doppelschild-TBM S-1054) auf. Eine neue Bestmarke erreichte im März eine dieser drei Maschinen: 860 m legte die auf den Namen »Virginia« getaufte Doppelschild-TBM (Ø 10,65 m) in einem Monat zurück. Das bauausführende Joint Venture BTC (Astaldi, Ghella, PAC und Cogeis) erreichte damit einen Spitzenwert bei der Vortriebsleistung auf der Baustelle Mauls. Für März gab der Bauherr des Brenner-Basistunnels, die österreichisch-italienische BBT, für »Virginia« eine durchschnittliche Tagesleistung von 27,7 m bekannt. Die Tagesbestleistung lag bei 36,75 m.


Anfang April haben die beiden Maschinen in den Hauptröhren bereits mehr als 50 % der Gesamtstrecke in Richtung der Losgrenze am Brenner zurückgelegt. In standsicheren Geologien gelten Doppelschild-TBM als prädestiniert für gute Vortriebsleistungen. Parallel zum Bohrvorgang erfolgt der Ausbau des aufgefahrenen Tunnels mit Betonsegmenten, den sogenannten Tübbingen.    t

 

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