Einschränkungen in sensiblen Tunnelabschnitten
Ein wesentlicher Teil der Tunnelarbeiten wurde mit dem konventionellen Sprengvortrieb nach der Neuen Österreichischen Tunnelbauweise (NATM) ausgeführt, die flexible Sicherungsmaßnahmen auf Basis des beobachteten Gebirgsverhaltens erlaubt. Obwohl sich NATM grundsätzlich für die variablen geologischen Bedingungen im Himalaya eignet, führten Einschränkungen beim Sprengen in bestimmten Tunnelabschnitten – insbesondere in der Nähe bewohnter Zonen – zu Herausforderungen in Bezug auf Erschütterungskontrolle, Sicherheitsauflagen und Bauzeiten. Zur Bewältigung dieser Rahmenbedingungen führte Epiroc eine detaillierte technische Analyse durch und empfahl den Einsatz des Hydraulikhammers »HB 3600 DP«. Dieses Anbaugerät wurde als Alternative eingeführt, um den Vortrieb auch dort aufrechtzuerhalten, wo Sprengarbeiten eingeschränkt oder zeitweise ausgesetzt waren. Für den Untertageeinsatz wurden mehrere technische Anpassungen vorgenommen, u. a. hinsichtlich Tunnelquerschnitt, Arbeitszyklen und Dauerbelastung. Nach der Inbetriebnahme und einer kurzen Stabilisierungsphase lieferte der Abbruchhammer eine gleichmäßige und präzise Löseleistung und ermöglichte einen kontinuierlichen Tunnelvortrieb, ohne Sicherheits- oder Genehmigungsanforderungen zu beeinträchtigen.
Schulungen und Vor-Ort-Support sichern Projektausführung
Über die reine Bereitstellung der Ausrüstung hinaus unterstützte Epiroc das Projekt durch strukturierte Schulungen zu Betrieb und Wartung für Ingenieure und Baustellenpersonal. Der Fokus lag dabei auf Zuverlässigkeit, Verschleißmanagement und sicherem Untertagebetrieb. Ergänzende Bedienerschulungen trugen dazu bei, den hydraulischen Abbruchhammer auch unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen effizient zu nutzen. Dieser integrierte Ansatz ermöglichte eine schnelle Einbindung der Maschine in den Bauablauf, eine höhere technische Verfügbarkeit und eine verlässliche Leistung während kontinuierlicher Vortriebszyklen – entscheidende Faktoren bei Tunnelprojekten mit langer Laufzeit und hohen regulatorischen sowie geologischen Anforderungen.
Peter Royston, Business Line Manager – Attachments Division bei Epiroc India, sagte: »Mit derzeit rund 3 km Tunnelbau in Ausführung zeigt dieses Projekt, wie mechanisierte, präzisionsorientierte Vortriebslösungen den Baufortschritt sichern können, wenn konventionelle Sprengverfahren eingeschränkt sind. Ähnliche Infrastrukturprojekte in sensiblen Regionen werden künftig verstärkt auf solche Technologien setzen.«