Gewinnung – Aufbereitung – Abbruch – Brechen und Sieben

Ein Chamäleon unter den Prallbrechern

Auf alles vorbereitet

Ein Blick ins Innere des Trakpactor 320 zeigt, wie er gegen die Härten des Brecher-Daseins geschützt und für den Job im Recycling vorbereitet ist. Die verschleißintensiven Prallwände sind mit 100 mm dicken Schleißplatten gepanzert und mit Schrauben am hydraulisch aufklappbaren Gehäuse befestigt. Da sie fast zu 90 % baugleich gehalten sind, können sie, ebenso wie die Komponenten der Aufhängung, fast immer gegen­einander getauscht werden.


Der Rotor ist speziell für die Anforderungen im Bauschuttrecycling entwickelt. Die schwere Schweißkonstruktion verfügt über eine versenkte Schlagleistenhalterung. Die Rotorwelle und der Rotorkörper sind durch Spannelemente lösbar miteinander verbunden. Die Schlagleisten aus Mangan-Hartstahl sind gegen seitliches Verschieben gesichert, sie lassen sich nach dem Lösen von Klemmkeilen aus dem Rotor entnehmen. Der Spalt zwischen Schlagleistenoberkante und Multiblockunterkante, der die Endkörnung bestimmt, ist bei diesem Prallbrecher schnell per Knopfdruck eingestellt.


Hydraulisch aufgehängte Prallwerke

Die Prallwerke des Trakpactor 320 bestehen aus zwei Einheiten, die jede für sich gelagert sind. Die flexible Einstellung des Widerstands der Hydraulikzylinder unterstützt das sensible Anpassen des Brechers an das Aufgabematerial.


Sollte das Aufgabematerial klemmen, weichen die Prallwerke bei Erreichen eines zuvor definierten Widerstandes aktiv aus und lassen erst dann unzerkleinertes Material passieren. In diesem Fall wird sofort danach der voreingestellte Brechspalt gezielt und automatisch wieder angefahren.


Zusammenspiel zwischen Steuerung und Prallwerk-Hydraulik

Mithilfe einer modular aufgebauten Steuerung lassen sich die Hydraulikfunktionen und die Drehzahl des Rotors koppeln. In einer höheren Ausbaustufe können alle Steuer- und Regelvorgänge im geschlossenen Regelkreis gefahren werden. Der Brecher lässt sich so konfigurieren, dass er sich auf unterschiedliches Aufgabematerial selbst einstellt und auftretende Probleme löst. Das hydraulische Einstell- und Ausweichsystem kann bei Bedarf auch ortsunabhängig angesteuert werden.


Effizienter Brechvorgang und hoher Durchsatz (bis 320 t/h) ermöglichen es dem Trakpactor 320, bei einem Gewicht von unter 35 t, mit einer Einlauföffnung von 1 130 mm aufzuwarten. Wie alle Maschinen der Trakpactor-Serie sind Brecher und Motorbereich gut zugänglich, die meisten Wartungsarbeiten können vom Boden aus erledigt werden. Ein durchdachtes Baukastensystem ermöglicht es unter anderem, den 320er mit integriertem oder aktivem Vorsieb zu bestellen. Die Zubehörliste bietet 20 Positionen. So kann der Trakpactor 320 mit einer zusätzlichen Mahlbahn ausgerüstet werden. Auch bei Zubehör und Ausstattung soll das »Chamäleon unter den Prallbrechern« eine enorme Anpassungsfähigkeit zeigen.

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