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Der Energya 9: »Kein Lärm, keine Emissionen«

Der Energya 9 mit einer Trommelkapazität von 9 m³ steht ganz im Zeichen von Energie-Effizienz und der Umweltfreundlichkeit.


Im in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Mailand entwickelten Mischer habe CIFA »die aktuellste Technologie verbaut, die auch in der Automobilindustrie zum Einsatz kommt«, sagte der Vorstandsvorsitzende Davide Cipolla im Gespräch mit dem bauMAGAZIN. »Der Mischer arbeitet wirklich komplett elektrisch.« Cipolla kündigte zudem an, dass CIFA Anfang Juli im Stuttgarter Raum eine Niederlassung eröffnen wird. »Wir wollen auf dem deutschen Markt präsenter sein, denn Deutschland ist für uns einer der Schlüsselmärkte in Europa.«


CIFA wird laut Davide Cipolla in die deutsche Niederlassung rund 4 Mio. Euro investieren, in der auf einem Gelände von insgesamt rund 7000 m² zunächst bis zu 20 neue Mitarbeiter beschäftigt werden sollen, auch im Bereich Forschung und Entwicklung. »Dann können wir besser und schneller auf das Feedback unserer deutschen Kunden reagieren«, so Cipolla. Auch die Endmontage von im Mailänder Stammwerk produzierten Fahrzeugen könne künftig in der deutschen Niederlassung erfolgen. Außerdem werde CIFA sein Serviceangebot signifikant ausbauen und die Zusammenarbeit mit den deutschen Händlern verbessern. »Von Stuttgart aus können wir unsere Partner viel besser unterstützen.«


Weitere Stützpunkte wie jetzt in Deutschland werde CIFA im Zuge seiner Zwei-Markenstrategie zudem in Russland sowie anschließend in Frankreich und in der Türkei eröffnen, kündigte Cipolla an. »Wir investieren in die für uns wichtigen Märkte und wollen dort mit lokalen Mitarbeitern zusammenarbeiten, die sich in diesen Märkten auch auskennen.« In Deutschland setze man auch auf die hohe Qualität der Betonpumpen aus der Carbotech-Reihe, von denen mit der K80H, der K39H und der MK25H in München gleich drei neue Modelle vorgestellt wurden.

Trommel mit Elektromotor


Ein großer Vorteil bei den Neuentwicklungen und Investitionen sei natürlich auch, dass CIFA Teil der Zoomlion-Gruppe ist. Diese ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen und gehört heute zu den »Top 10« der weltweit größten Baumaschinenhersteller. So erwirtschaftete Zoomlion 2011 einen Umsatz von umgerechnet rund 10,4 Mrd. Euro und einen Gewinn nach Steuern von umgerechnet 1,4 Mrd. Euro.


Dass CIFA technologisch in der ersten Liga mitspiele, das beweise auch der Energya 9, in dem man Technologie-Lösungen verbaut habe, die normalerweise nicht in einem Fahrmischer zu finden seien, so Cipolla. Deshalb sei der Energya 9 vor allem für Arbeiten im innerstädtischen Bereich prädestiniert, denn: »Es gibt keinen Lärm und keine Emissionen.«


Der Elektromotor der Trommel wird von einer Lithium-Batterie-Gruppe gespeist. Diese kann nicht nur im Stillstand aufgeladen werden, sondern auch während des Transports auf der Straße, wobei dann der Dieselmotor des Fahrgestells genutzt wird. Zudem nutzt das System die gewonnene Energie beim Bremsen des Fahrzeugs und beim Verlangsamen der Trommel. »Das funktioniert so wie das Kers-System in der Formel 1«, sagte Cipolla. Derzeit seien zwei Fahrzeuge im Langzeittest unterwegs und sie funktionierten perfekt, so Cipolla. Dabei habe sich auch gezeigt, dass sich der im Vergleich zu einem konventionellen Mischer um etwa 50 % höhere Anschaffungspreis innerhalb von gut vier Jahren amortisiere.


Von Michael Wulf

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