GaLaBau – Kommunaltechnik

Der blau-gelbe Adler ist schnell zur Stelle

Das neue Parkhaus sollte bereits im Sommer rund 4 000 zusätzliche Stellplätze bieten. Für Verbu-Bau bedeutete dies, dass binnen weniger Wochen eine Gesamtfläche von 16 000 m² gepflastert werden musste. »Ein erstklassiges Fugenbild und reibungslose Abläufe sind nur zwei der vielen Anforderungen, die der Auftraggeber an uns und unsere Arbeit hat«, so Verbu-Bau-Geschäftsführer Ralf Terporten.Ende April letzten Jahres hat die Verbu-Bau-Mannschaft mit dem Pflastern des Parkhauses begonnen. Die vorhandene Verlegezange war bei den gestellten Aufgaben schnell an ihre Grenzen gestoßen und konnte keine ausreichende Spannung aufbauen, um die Last der schweren Pflastersteine zu tragen. Sie ließ die Steinlage durchhängen, was ein sauberes Verlegen der Pflastersteine unmöglich machte. Da man mit Probst in der Vergangenheit schon gute Erfahrungen gemacht hatte, wandte sich Terporten direkt an die schwäbischen Maschinenbauer.

Schnell war für alle Beteiligten klar, dass hier nur die Verlegemaschine VM-301-K-Pavermax in Verbindung mit der dazugehörenden hydraulischen Verlegezange HVZ-UNI-II in Frage kommen konnte. Das Hauptquartier des »blau-gelben Adlers« der Schwaben liegt quasi in der Nachbarschaft des Parkhauses und so konnte die benötigte Verlegemaschine samt Verlegezange innerhalb kurzer Zeit zu dem Einsatzort transportiert werden.

Schwierige Verlegesituation


Die Situation vor Ort war schwierig, da das Parkhaus von dutzenden Pfeilern gestützt wird, die bei der Verlegearbeit im Weg stehen. Hier gilt die kompakte Bauweise der VM-301-K-Pavermax als ein weiterer Vorteil, der den Mitarbeitern von Verbu-Bau zugute kam. Die Verlegemaschine samt Zange lässt sich auf engem Raum leicht manövrieren und bietet eine uneingeschränkte Rundumsicht, was zu einem reibungslosen Ablauf der Verlegearbeit beigetragen hat. Auch die Durchfahrtshöhe von 2 m ist gewährleistet. Darüber hinaus konnten die Steinlagen schnell von den Paletten unmittelbar unter den niedrigen Unterzügen abgegriffen werden.

Gesundheit der Mitarbeiter


Die Probst-Verlegemaschine verfügte zusätzlich über einen Dieselpartikelfilter, der die Beschäftigten vor dem Einatmen der gesundheitsschädigenden Staubpartikel schützt. Auch ältere Modelle lassen sich durch den modularen Aufbau der Maschine mit einem Partikelfilter nachrüsten. Mit einer Abscheiderate von mehr als 97 % aller Partikel erfüllt der Dieselpartikelfilter die Vorschriften nach TRGS 554 und wird gerne für den Einsatz in Tiefgaragen, Hallen oder anderen Gebäuden verwendet.

»Helfer in der Not«


Die Verlegemaschine ist ein Teil der maschinellen Pflasterverlegung. Doch der »Helfer in der Not« war durchaus die hydraulische Verlegezange HVZ-UNI-II. Auf der Baustelle wurde nur eine Verlegemaschine samt Zange verwendet. Für diese Fläche und bei täglich durchgehendem Einsatz war das ausreichend und effizient. Dennoch war bei der Verlegearbeit Schnelligkeit und präzise Arbeit gefragt. Die neue Probst-Verlegezange ist universell geeignet zur Verlegung aller marktüblichen Verbundsteineinheiten. Leicht lassen sich auch schwere Steinlagen verlegen und durch die hohe Spannkraft gibt es auch kein »Durchhängen« der Steinlagen mehr. Die Hauptspannung lässt sich über eine Spindel einstellen. Die Verle­gezange hängt auch bei schnellen Fahrbewegungen ruhig, schwingt wenig nach und erlaubt daher eine zügige Verlegung.

Hatten die Arbeiter bisher eine Steinlage von nur 1 m Breite, anstelle der üblichen 1,2 m, zu verlegen, musste bislang immer zuerst mühsam eine kürzere Greifwange montiert werden. Einfacher und schneller ging es darum mit der HVZ-UNI-II. Es mussten lediglich die planumseitigen, jeweils äußeren Lamellen, sowie je ein Adapter demontiert werden.

Durch zu geringe Verschiebekraft der Seitenspannung lassen sich bei herkömmlichen Zangen die meist unverzahnten Steinlagen nicht immer leicht und ohne Aufwand verschieben. Anders ist es mit der HVZ-UNI-II von Probst. Die Verschiebekraft der Seitenspannung ist drei Mal so groß, wie die von herkömmlichen Verlegezangen. Damit die Verlegezange auch auf einer Steinlage liegend leicht eingestellt werden kann, ohne seitlich zu »wandern«, ist die Höhenverstellung auf der vorderen Planumseite nun mit Stahl-Auflagetellern und verdrehsicherer Teleskopführung ausgerüstet.

Eine weitere Herausforderung bei der Pflasterverlegung in Sindelfingen stellten die verwendeten Verbundsteine mit 10 cm Stärke dar. Beim Verlegen dieser Steine ist oft manuelles Nachbessern der verlegten Steinlage per Gummihammer nötig. Dank der automatischen Abdrückvorrichtung ADV der Probst-Zange, erübrigte sich dies.

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