Daimler Truck AG beendet 2020 mit Zuversicht und erwartet Absatzplus

Das Pandemie-Jahr 2020 hat sich naturgemäß auf Absatz, Umsatz und Ertrag der Daimler Truck AG ausgewirkt. Mit rund 378 500 ausgelieferten Fahrzeugen lag der Absatz von Daimler Trucks & Buses rund ein Drittel unter dem Niveau von 2019. Infolge des deutlichen Absatzrückgangs verzeichnete das Unternehmen 2020 einen Umsatzrückgang um rund 20 % auf 35 Mrd. Euro. Das bereinigte EBIT belief sich auf 678 Mio. Euro (– 75 %). Die bereinigte Umsatzrendite lag 2020 mit 2 % deutlich unter dem Vorjahreswert von 6 %.

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Für Daimler Truck waren vor allem die ersten beiden Quartale von einem starken Rückgang wichtiger Märkte geprägt. Für das Gesamtjahr bedeutete diese Entwicklung einen Rückgang sowohl des nordamerikanischen Marktes als auch der Region EU30 um rund 30 %. Im am stärksten von Corona geprägten 2. Quartal brachen in den Monaten April und Mai die Truck-Märkte in Nordamerika und Europa um mehr als die Hälfte gegenüber dem Vorjahr ein. Im 4. Quartal trat dann eine spürbare Erholung der wichtigsten Märkte und Regionen, insbesondere Nordamerika und EU30, ein. Insgesamt hat Daimler Trucks im 4. Quartal 2020 rund 121 000 Einheiten abgesetzt – gegenüber lediglich rund 61 000 Einheiten im von der Pandemie am stärksten betroffenen 2. Quartal.

Als positives Signal für eine Rückkehr zur Normalität lassen sich auch die Auftragseingänge werten, die im Gesamtjahr 2020 für Daimler Trucks & Buses praktisch wieder Vorjahresniveau erreichten. Mit einem Auftragseingang von rund 175 000 Einheiten war das 4. Quartal 2020 darüber hinaus eines der stärksten Quartale bei Bestellungen in der Geschichte des Unternehmens.


Martin Daum, Vorstandsvorsitzender der Daimler Truck AG und Mitglied im Vorstand der Daimler AG: »Im 2. Halbjahr 2020 hat unser Geschäft wieder deutlich angezogen und diesen Schwung werden wir im laufenden Jahr beibehalten. Wir verfolgen zwei strategische Ziele: Zum einen wollen wir unser Ertragspotenzial voll ausschöpfen. Hier werden wir – mit einer geplanten Umsatzrendite von 6 % bis 7 % – dieses Jahr einen großen Schritt vorankommen. Zum anderen wollen wir die Transformation unserer Industrie von der Spitze weg gestalten.«

Globale Partnerschaften

Besonders bei neuen und investitionsintensiven Technologien lässt sich mit Partnern schneller mehr erreichen. Eine Kooperation mit der Volvo Group bei der Brennstoffzelle soll hierbei ein wichtiges Beispiel werden. Ziel ist die serienreife Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Brennstoffzellensystemen. Volvo hat hierfür 50 % der Anteile an der Daimler Truck Fuel Cell GmbH & Co. KG erworben, die infolge in cellcentric GmbH & Co. KG umbenannt wird. Der Schwerpunkt der Brennstoffzellen liegt auf dem Einsatz in schweren Lkw, zusätzlich sollen die Systeme auch für andere Anwendungen angeboten werden.

Im Rahmen einer geplanten strategischen Partnerschaft wird zudem der Motorenhersteller Cummins in die Weiterentwicklung der mittelschweren Motorenplattform sowie deren globale Produktion und Lieferung ab der zweiten Hälfte des Jahrzehnts für Daimler Trucks & Buses investieren (das bauMAGAZIN berichtete in Heft 3/21, Seite 86). Daimler Truck selbst wird sich künftig auf die Weiterentwicklung alternativer Antriebstechnologien sowie Komponenten für den schweren Nutzfahrzeugantriebsstrang (HDEP) fokussieren.     T

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