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brigade: Mehr Sicherheit auf Baustellen

Bei großen oder komplexen Fahrzeugen wie Schwerlastzugmaschinen gibt es uneinsehbare tote Winkel, die beim Rangieren die Gefahr einer Kollision bergen. Um das Risiko von Personen-, Sach- und Maschinenschäden zu minimieren, legen EU-Richtlinien fest, dass Lkw mit über 3,5 t mit »Einrichtungen für indirekte Sicht« ausgestattet sein müssen.
In der Regel wird hierfür auf konventionelle Spiegel zurückgegriffen. In den Klassen V (toter Winkel direkt neben und unter der Beifahrertür) und Klasse VI (toter Winkel unmittelbar vor dem Fahrzeug) kann stattdessen ein Kamera-Monitor-System mit R46-Zulassung verwendet werden. Darunter fällt auch die intelligente, individuell kalibrierbare Lösung Backeye 360 aus dem Hause Brigade Elektronik, die mit einem einzigen Bild in Echtzeit eine Rundumansicht des Fahrzeugs vermittelt.

Beim Brigade-System erfassen vier Ultraweitwinkelkameras die Umgebung einschließlich aller toten Winkel. Die erzeugten Digitalbilder werden entsprechend der jeweiligen Anforderungen des Fahrers kombiniert sowie Fischaugeneffekte minimiert. Zur Einhaltung der R46-Regelung müssen die Komponenten eines Kamera-Monitor-Systems vorgegebenen Leistungsnormen entsprechen und gemäß festgelegten Richtlinien montiert werden. Die Montagehöhe der Kamera richtet sich nach dem Abstand zwischen dem Auge des Fahrers und dem Monitor.


Das Backeye-360-System von Brigade wurde so ausgelegt, dass es diese Anforderungen erfüllt: Es besteht aus vier Ultraweitwinkelkameras mit einem Blickwinkel von 187°, die je eine gesamte Fahrzeugseite inklusive aller toten Winkel erfassen. Zu diesem Zweck werden die kalibrierten Kameras vorne, seitlich und hinten an der Oberseite des Fahrzeugs beziehungsweise der Baumaschine montiert. Um gleichzeitig die R46-Konformität sicherzustellen, bewegt sich beispielsweise bei einem Abstand zwischen Auge und Monitor von 1 000 mm die Montagehöhe ­zwischen 1 150 mm und 4 900 mm (Klasse V) beziehungsweise 1 970 mm und 4 230 mm (Klasse VI).

Bild aus der Vogelperspektive durch Video-Stitching
Die vier erzeugten Live-Bilder – 30 pro Sekunde und Kamera – werden gleichzeitig an eine elektronische Steuereinheit (ECU) gesendet, die sie unmittelbar per Video-Stitching kombiniert. Ebenso entfernt sie die Verzerrung durch die Fischaugenobjektive der Kameras, sodass auf dem Monitor ein gleichmäßiges Echtzeitbild aus der Vogelperspektive erscheint. Dadurch kann der Fahrer mit einem Blick auf den Monitor das komplette Umfeld mit allen potenziellen Gefahrenbereichen überblicken. Das erspart ihm die Zeit zur Verarbeitung der schnell aufeinanderfolgenden Informationen von mehreren Spiegeln oder Monitoren und erleichtert das Einschätzen in schwierigen Situationen. Darüber hinaus unterstützt das Backeye-System Split-Screen-Ansichten: Auf der linken Seite des Monitors können zusätzlich die Bilder der vier Kameras in Einzelansicht angezeigt werden, sodass parallel zum 360°-Bild auch ein Blick in die Flucht möglich ist.

Die Backeye-360-Kalibrierung kann von einem geschulten Techniker vor Ort durchgeführt werden, sodass das System innerhalb von nur einem Tag vollständig betriebsbereit ist. Da Backeye 360 individuell kalibriert werden kann, lässt sich die Kombination und Verschmelzung der Kamerabilder an die Anforderungen des Fahrers anpassen. Anschließend kann die Konfiguration gespeichert und zur Installation in weiteren identischen Fahrzeugen der Flotte genutzt werden.

Anpassung an die jeweiligen Betriebsumstände
Backeye 360 funktioniert nach Anbieterangaben auf praktisch jeder Art von Solofahrzeug oder Baumaschine – unabhängig von ihrer Größe und eignet sich daher sowohl für Straßen- als auch für Geländebetrieb.     §

Brigade Steinexpo Stand B 10

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