Der Weg von Thomas Pott bei Bohnenkamp begann 1983 als kaufmännischer Angestellter – zu einer Zeit, als das Unternehmen noch ausschließlich im landwirtschaftlichen Bereich und nur in Deutschland aktiv war. In den folgenden Jahren übernahm er zunehmend Verantwortung: vom Aufbau und der Leitung zentraler Geschäftsbereiche bis zur Gesamtverantwortung für den Vertrieb. Besonders prägend war sein Engagement beim Ausbau des Geschäftsbereichs Erstausrüstung sowie bei der Weiterentwicklung von Produkt- und Serviceangeboten. Er war maßgeblich am Aufbau neuer Geschäftsfelder beteiligt und prägte die strukturelle sowie inhaltliche Ausrichtung des Vertriebs. »Thomas Pott war Treiber, Gestalter und verlässlicher Ansprechpartner zugleich. Er hat dazu beigetragen, dieses Unternehmen zu dem zu machen, was uns heute auszeichnet«, sagt Gregor Rüth, Vorstandsvorsitzender der Bohnenkamp SE. »Viele Entwicklungen, die heute selbstverständlich sind, tragen seine Handschrift.
So hat er beispielsweise die Entwicklung der IF-/VF-Technologie im Bereich Flotation maßgeblich mitvorangetrieben. Als alle Welt sich vor allem auf Traktoren konzentriert hat, hatte Pott bereits den Weitblick, zu hinterfragen, was eigentlich mit den Fahrzeugen dahinter ist. Hier und auf anderen Gebieten konnte Bohnenkamp den Markt überraschen und war entsprechend erfolgreich.« Für Pott hätten zudem nie nur Zahlen im Fokus gestanden: »Verlässlichkeit, langfristige Kundenbeziehungen und kollegiales Arbeiten waren für ihn zentrale Werte. Viele Strukturen, die heute selbstverständlich sind, gehen auf seine Arbeitsweise zurück.« Auch im Vertrieb hinterlässt Thomas Potts Abschied eine große Lücke.
»Thomas hat den Vertrieb nicht nur geführt, sondern Maßstäbe gesetzt. Er hatte immer einen klaren Blick für das Wesentliche, ein offenes Ohr für das Team und den Anspruch, immer einen Schritt voraus zu sein«, sagt Heiko Holthaus, Leitung des Geschäftsbereichs Agrar und langjähriger Wegbegleiter von Thomas Pott. Er fügt hinzu: »Thomas war nicht nur ein herausragender Gesamtvertriebsleiter, sondern auch ein geschätzter Mensch und Kollege.« Pott selbst blickt mit großer Dankbarkeit auf seine Zeit zurück: »Besonders stolz bin ich darauf, dass wir Bohnenkamp gemeinsam und kontinuierlich weiterentwickelt haben. Es ging immer auch um Menschen. Teams aufzubauen, Mitarbeiter zu fördern und gemeinsam Lösungen zu finden, das war für mich entscheidend.«