Auf dem Betriebsgelände der Privatmolkerei Bechtel in Schwarzenfeld baut Bau Wagner eine neue Produktionshalle mit dreieinhalb Stockwerken. Für das Gerüst müssen rund 30 Fertigteile aus Stahlbeton eingehoben werden. »Jede Stütze wiegt etwa 30 t. Diese massiven Lasten sind der Grund, warum ein derart großer Kran benötigt wird«, berichtet Beutlhauser-Kundenberater Michael Schwarzfischer.
Die Wahl fiel aus mehreren Gründen auf einen gemieteten High-Top-Kran anstelle eines Autokrans. »Wir haben keinen durchgehenden Arbeitseinsatz«, sagt Bauleiter Stefan Umlauf mit Blick auf die geplante Bauzeit von rund 14 Monaten. Ein Autokran hätte somit mehrere Male bestellt werden, die Baustelle besuchen und wieder abfahren müssen. »Mit dem Kran auf der Baustelle sind wir flexibel, wir können ihn jederzeit nutzen. So sparen wir uns viel Dispositionsarbeit.«
Platzprobleme und laufender Betrieb
Zudem gilt es, die Abläufe des Molkereibetriebs möglichst wenig zu beeinträchtigen. Täglich herrscht hohes Verkehrsaufkommen durch Lkws, die Milch liefern und die verarbeiteten Produkte abholen. Um Platz zu sparen, steht der Kran während der Bauzeit im Gebäude. Die Montage des »630 EC-H 50« erfolgte im Herbst 2025 mithilfe eines Autokrans mit 450 t Traglast. Dabei spielte Teamwork eine wichtige Rolle. Da die Montage eines Krans dieser Größenordnung selten ist, holte Beutlhauser erfahrene Kollegen aus Dresden und Nürnberg zur Unterstützung nach Schwarzenfeld, um den reibungslosen Aufbau sicherzustellen. »Die Montage hat super funktioniert und wir waren sogar vor der vereinbarten Zeit fertig«, so Schwarzfischer.
Nach der Montage wurde der Obendreher zunächst im Vier-Strang-Betrieb an den Kunden übergeben. So ist er für das Heben besonders schwerer Lasten prädestiniert. Sobald die Stahlbetonstützen verbaut sind, ist die Umstellung auf den Zwei-Strang-Betrieb geplant. Dann reichen 30 t im Maximalhub, und der Kran kann schneller arbeiten. Die Möglichkeit für beide Varianten ist eine Besonderheit des »630 EC-H 50«.j