Messen, Seminare und Termine

58. Nordbau auch mit Baustelle ein großer Erfolg

Nach der 58. Nordbau nahmen Bauarbeiter wieder das Zepter in die Hand – die Modernisierungs­arbeiten an den Holstenhallen werden nun ungehindert fortgesetzt. Dirk Iwersen, Chef der Holstenhallen, bezeichnete die Baufachmesse während der Neubau- und Umbauarbeiten als eine »Operation am offenen Herzen, die ohne Komplikationen ablief.« So wurden den Gästen und Besuchern bereits erste Eindrücke eines architektonischen Ensembles aus teilweise denkmalgeschützten Gebäudeelementen und modernen Baustoffen präsentiert. »Themen, die seit Jahren alle Bereiche der Leistungsschau des Bauens in Neumünster bestimmen, spiegeln sich in unserem Neubau wider«, so Iwersen. Zu diesem Komplex gehörte auch das diesjährige Topthema »Sicher bauen – sicher wohnen«, das großen Zuspruch bei den Besuchern gefunden habe.


Großen Zuspruch erfuhren die eineinhalbstündigen Impulslehrgänge »Ladungssicherheit«. Rund 150 Teilnehmer verknüpften den Besuch mit einem Impulslehrgang und lobten diesen Service. Sie bekamen unter anderem Kenntnisse über vorgeschriebene Richtwerte für Rutschmatten oder darüber, in welchem Winkel Zurrgurte an­gebracht werden. Das Wissen vermittelten Spezialisten der Fortbildungseinrichtung DEULA. Zu den weiteren Veranstaltungen des ­Rahmenprogramms zum Thema Sicherheit zählten »Arbeitsschutz im Wandel«, eine Fortbildungsveranstaltung der Berufsgenossenschaft Bau Hamburg, die Fachtagung »Einbruchschutz« in Kooperation von ­Sicherungstechnik Nord und Landespolizeiamt, das »Fachforum ­innovative Dämmstoffe« der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen sowie die Neumünster Brandschutzfachtagung des Innenministeriums.


Neuheiten sowie Deutschland- und Weltpremieren von Baumaschinen und Baugeräten präsentierten die Hersteller und Händler auf dem Freigelände. Im Blickpunkt standen unter anderem verschiedene Techniken wie Hybridantriebe auf Hydraulikbasis, saubere und effektive Verbrennung oder lastabhängige Steuerung von Lüftung und Motorenkühlung. Weiterhin hat bei der Entwicklung neuer Technik die Einheit von Mensch und Maschine wachsende Bedeutung für einen erfolgreichen Bauprozess. Nur wenn sich der Bediener wohlfühlt und ­eine arbeitsgerechte Ergonomie vorfindet, verbunden mit hohen Sicherheitsstandards, können mit bestmöglicher Maschinenleistung anspruchsvolle Bauaufgaben erfüllt werden. Diese Ansprüche der ­Betreiber boten immer wieder Diskussionsstoff an den Ständen der Branchenvertreter mit den Fachbesuchern.


»Infrastrukturmaßnahmen nachholen«


Zu Beginn der Nordbau forderten Eröffnungsredner wie Torsten Albig, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, dass gut funktionierende Verkehrswege in Norddeutschland für die europäische Wirtschaft und die wachsenden Metropolregionen Hamburg und Kopenhagen immer wichtiger werden. Per Poulsen-Hansen, Dänischer Botschafter aus Berlin betonte, dass Deutschland für sein Land auch künftig der größte Exportmarkt bleibe und deshalb eine entsprechende Verkehrsinfrastruktur von höchster Priorität sei. Das gelte auch für die gesamte nordeuropäische Region.


Vorausschauende Instandhaltung und Ausbau der Infrastruktur für wachsende Waren-, Energie- und Verkehrsströme wurden in der Vergangenheit vernachlässigt und müssen zügig nachgeholt werden. Darauf verwies ebenfalls Thomas Echterhoff, Vorstandsmitglied im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie. Er nannte die marode Rader Hochbrücke und den halbseitig gesperrten Rendsburger Kanaltunnel als dringendste Bauaufgaben. Dazu zählten auch die Schleusen am Nordostseekanal, die im Grunde genommen nur noch Industriedenkmäler seien.

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