Verkehrswegebau – Tiefbau

»Wir verkaufen nicht die Maschinen, sondern die Lösungen«

Von Jan Rieken

Auf über 2 000 m² präsentierte Kiesel alles, was für Betreiber von Bau- und Umschlagmaschinen wichtig ist, darunter zahlreiche Eigenentwicklungen der Tochter K-TEG sowie das umfangreiche Anbaugeräteportfolio der K-ART sowie die »Kiesel-Selektion« (das bauMAGAZIN berichtete in Ausgabe 4/2016, Seite 58), ein umfangreiches Sortiment an Anbaugeräten. Es wurde um eine Neuheit erweitert: den Verdichterlöffel von UAM, der exklusiv bei Kiesel in verschiedenen Größen verfügbar ist. Entwickelt wurde das Gerät von Uhrig Straßenbau aus Geisingen, Pionier in Sachen Anbauverdichter. Der Verdichterlöffel vereint Baggerschaufel und Bodenverdichter in einem Gerät. Das steigert die Effizienz, weil ein Werkzeugwechsel zwischen Ausheben, Verfüllen und Verdichten entfällt. Gezeigt wurden unter anderem auch Anbauverdichter von UAM sowie neue Abbruchscheren von Demarec, Hämmer von Inan Makina und Rockwheel-Fräsen von Rokla.

Kompaktradlader-Serie »6«

Als Alleinimporteur von Hitachi-Baumaschinen hat Kiesel auf der Bauma erstmals neue Modelle der Kompaktradlader-Serie »6« für eine große Bandbreite von Anwendungsgebieten vorgestellt: Der ZW65-6, ZW75-6 sowie ZW95-6 eignen sich für einen Einsatz als Radlader oder Geländestapler sowie Hebearbeiten aller Art. Durch ihre große Anbaugeräte-Bandbreite mit einem serienmäßigen hydraulischen Schnellwechselsystem sind die kleinen Kraftpakete für jeden Einsatz gerüstet. Bei der Entwicklung standen Effizienz und Verlässlichkeit ebenso im Vordergrund wie verbesserte Sicherheit, Bedienerfreundlichkeit, Ergonomie, Komfort sowie Umweltverträglichkeit.

Die Radlader verfügen über neue Stufe-IIIB-Motoren von Deutz mit Abgasregulierungssystem und Oxidationskatalysatoren mit geringerem Kraftstoffverbrauch, geringeren Emissionen und einem Serviceintervall von 500 Stunden. Die vermeintlich »kleine« Maschine hat eine Tragkraft von gut 2 t bei einem Eigengewicht von 4,7 t bis 5,4 t, ist wendig und auf einem Anhänger zu transportieren. Die Gesamthöhe von 2,4 m lässt sich durch ein abnehmbares Kabinenoberteil weiter verringern, sodass die Radlader auch in Hinterhöfen, Garagen und anderen schlecht zugänglichen Bereichen arbeiten können.


Abbruchroboter

Dorthin schafft es auch der Abbruchroboter KMD-RDC22, die neu vorgestellte Entwicklung der Kiesel Technologie- und Entwicklungsgesellschaft (K-TEG), einer Tochtergesellschaft des Baumaschinenhändlers Kiesel. Das emissionsfreie Spezialfahrzeug mit Elektroantrieb wiegt weniger als 2 t, punktet aber mit der Leistung einer 4-t-Anlage und kommt in heißer, unwegsamer oder gar kontaminierter Arbeitsumgebung zum Einsatz oder in Räumen mit geringer zulässiger Tragkraft. Alle notwendigen Werkzeuge nimmt der ­Roboter vollhydraulisch mit Oilquick OQ40-5 binnen Sekunden  per Fernsteuerung auf oder wechselt sie auf diese Weise, ohne dass der Bediener dabei in der Nähe des Roboters sein oder die Maschine dafür den Einsatzort verlassen muss. Hierfür kann der Abbruchroboter mit einer Kamera ausgestattet werden, die dem Bediener die Überwachung von einem weiter entfernten Punkt außerhalb des Gefahrenbereichs ermöglicht. Ein hydraulisch verstellbarer Unterwagen ermöglicht eine minimale Breite von 78 cm, und mit einer Höhe von knapp 1,5 m sind auch schmale und niedrige Öffnungen kein Hindernis. Danach kann der Abbruchroboter die Unterwagenbreite wieder bis auf 1,18 m vergrößern und mit schwerem Abbruchwerkzeug arbeiten: bis zu 2,5 m Unterflur wie auch total gestreckt über Kopf in bis zu 4,5 m Höhe, horizontal erreicht sein Arm samt Anbauwerkzeug einen Radius von mehr als 4 m.

Insgesamt ging es aber nicht nur um Technik, sondern auch um Know-how. »Wir wollen dem Kunden aber nicht nur das reine Werkzeug anbieten, sondern mit ihm die zu bewältigende Aufgabe analysieren und ihn dann individuell beraten«, sagt Anton Eiswirt, Produktmanager Anwendungstechnik. Pressesprecherin Tanja Buchholz ergänzt: »Einrichtungen wie die ›Kiesel-Akademie‹ bieten darüber hinaus interne und externe Schulungen an, um den optimalen Einsatz von Maschinen und Zubehör zu gewährleisten«, sagt sie. Das entspreche dem Systemgedanken, mit dem das Familienunternehmen seine Kunden über die gesamte Prozesskette mit einzelnen Bausteinen betreue. Dazu gehören bei Kiesel beispielsweise auch das flächendeckende Servicenetz und die Ersatzteilversorgung.    ∞

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