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Weniger Arbeitsunfälle in der Bauwirtschaft

Auch in konjunkturbereinigter Sicht zeige sich ein deutlicher Rückgang im Unfallgeschehen. Die dazu herangezogene Quote der Arbeitsunfälle je 1 000 Vollarbeiter ist von 58,72 in 2012 auf 57,32 Arbeitsunfälle im Jahr 2013 gesunken. Vor zehn Jahren lag diese Quote noch bei 73,12 Unfällen je 1 000 Vollarbeiter.

83 Arbeitsunfälle im Jahr 2013 endeten tödlich, acht weniger als im Vorjahr und 80 weniger als vor zehn Jahren. Der Abwärttstrend wird beim Vergleich der ersten acht Monate des laufenden Jahres 2014 mit denen aus 2013 bestätigt: 55 tödliche Unfälle wurden bis Ende August 2013 registriert, gegenüber 43 bis Ende August 2014.

Viele Unfälle geschahen, weil Beschäftigte über herumliegende Gegenstände stolperten oder die Kontrolle über Werkzeuge und getragene Gegenstände verloren haben. Die meis­ten Absturzunfälle geschahen bei der Arbeit mit Leitern, Trittleitern oder Gerüsten.

Gründe für den langfristig rückläufigen Trend der Unfallzahlen sind neben einem gewachsenen Sicherheitsbewusstsein in vielen Unternehmen sowie einer guten Kooperation zwischen Innungen, Verbänden und der BG BAU auch zahlreiche Initiativen zur Unfallverhütung. Besonders auf Zielgruppen bezogene Maßnahmen zum Arbeitsschutz wirken sich langfristig positiv aus. Beispiele sind Schulungen und Präventionskampagnen der BG BAU, wie etwa zu »Bau- und Montagearbeiten« im Zusammenhang mit der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie. Starke präventive Wirkung, so die BG BAU, haben auch die Unternehmensbesuche der Aufsichtspersonen der BG BAU, die die Mitgliedsunternehmen beraten. Zudem wurden im Jahr 2013 über 200 000 Besichtigungen und Revisionen von Baustellen sowie Überprüfungen in den Betrieben durchgeführt.

Die BG BAU erfasst 2,7 Mio. Versicherte aus weit über 500 000 Mitgliedsbetrieben. Mit ihrer Präventionsarbeit will die BG BAU dafür sorgen, dass möglichst keine Unfälle bei der Arbeit geschehen. Im Leistungsfall kommt die BG BAU für Heilbehandlungen, medizini­sche und berufliche Rehabilitations- und Pflegekosten auf. Nach Ablauf der Lohnfortzahlung zahlt die Berufsgenossenschaft Verletztengeld und ab einer Erwerbsminderung von min­destens 20 % eine Rente.

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