Von der Sennebogen Maschinenfabrik GmbH gab es moderne Materialumschlaglösungen für die Recycling- und Abfallbranche zu sehen, darunter akkubetriebene Umschlagbagger der »G-Serie« sowie die Weltpremiere des »826 G Electro Battery« auf dem VDMA-Freigelände. Auf großes Interesse stieß außerdem die Vorstellung des neuen fünfschaligen Mehrschalengreifers »MG4.1«, welcher auf der IFAT erstmals öffentlich präsentiert wurde und das Portfolio des Herstellers im Bereich Schrott- und Recyclingumschlag erweitert.
Auf einem gemeinsamen Messestand präsentierte sich die Kiesel GmbH mit Fuchs und Kramer und einer Auswahl leistungsstarker Maschinen. Darunter befanden sich der Umschlagbagger »Fuchs MHL340 G« mit »HGT«-Greifer, der Radlader »Hitachi ZW160-7PL«, der Mini-Bagger »KTEG 63US MTC« mit Toolbox sowie der Kompaktlader »Giant GS800« mit Greifer. Aus dem Produktbereich Kramer wurden insgesamt fünf Maschinen gezeigt, wie etwa der Industrie-Teleskoplader »ITL55-9« und der Industrie-Radlader »IRL12-70 T«.
Aus dem Vollen geschöpft hat auch die Zeppelin Baumaschinen GmbH. Auf der 526 m2 großen Ausstellungsfläche reichten die Exponate vom großen Umschlagbagger »MH3032« über den kleineren Radlader »908« in der Highlift-Ausführung bis zum elektrischen Zeppelin-Teleskoplader »6.26«. In der Crushing-Zone zeigte zudem ein Cat-Kettenbagger »330 UHD« mit Pulverisierer »MP324« seine geballte Power.
Seitens der Komatsu Germany GmbH gab es am Messestand u. a. den Kompaktradlader »WA170M-11« zu sehen. Dieser lässt sich laut Hersteller vielseitig einsetzen und bewährt sich insbesondere im Recycling sowie bei kommunalen Aufgaben. Zur Wahl stehen zwei Hubgerüst-Kinematiken: Z-Kinematik (Z-Bar) für maximale Losbrechkraft und schnelle Ladezyklen sowie »Tool Linkage« für paralleles Heben sowie präzise Geräteführung und Gabel-/Palettenarbeit.
Mit dem »L 507 E« präsentierte Liebherr den ersten elektrifizierten Radlader der Firmengruppe. Er verbindet die Vorteile eines Liebherr-Stereoladers mit einem selbst entwickelten batterieelektrischen Antriebskonzept. Die Leistungsfähigkeit des »L 507 E« sei identisch mit herkömmlich angetriebenen Liebherr-Radladern derselben Größenklasse. Aus dem Bereich der mittelgroßen Radlader wurde das Modell »L 546« gezeigt, ausgestattet mit einem Hubgerüst mit Z-Kinematik. Dadurch sollen sich beim Materialumschlag schnelle Taktzeiten und dynamische Arbeitsbewegungen ergeben – auch mit schweren Anbauwerkzeugen wie Hochkippschaufeln im Recycling. Für Einsätze, die regelmäßig unterschiedliche Anbauwerkzeuge erfordern, gibt es einen sichtoptimierten Schnellwechsler sowie das vollautomatische Schnellwechselsystem »Likufix«. Weitere Highlights waren die erstmals gezeigten zwei Prototypen »LH 18 M Industry G8« und »LH 22 M Industry E G8« der neuen Generation 8 an Umschlagmaschinen. Ebenfalls zu sehen war ein Teleskoplader »T 55-7s«, der sich laut Liebherr ideal für Einsätze in Kompostieranlagen, dem Recycling oder Heizkraftwerken eignet.
Die Schöffel Pro GmbH überraschte mit einem ungewöhnlichen Standkonzept in Form einer langen Präsentationsfläche entlang des Hauptgangs anstelle eines klassischen Messestands. Besucher hatten so beim Durchqueren der Halle durchgängig die Produkte von Schöffel Pro im Blick. Ein Highlight waren die verschiedenen Workwear-Kollektionen, darunter vor allem die »Hi-Vis«-Shirts, die hohe Sichtbarkeit mit klimaregulierenden Materialien kombinieren – ideal für Arbeitseinsätze bei hohen Temperaturen.
Im Mittelpunkt des Messeauftritts der Daimler Truck AG standen ein Unimog »U 530« und die beiden batterieelektrischen Fahrzeuge Mercedes-Benz »eEconic 400« und »eActros 400« der zweiten Modellgeneration. Außerdem präsentierte Mercedes-Benz Trucks ein batterieelektrisches Entsorgungsfahrzeug, das teilweise aus recycelten Materialien besteht und begleitend zu einer umfassenden Studie zur Kreislaufwirtschaft im Nutzfahrzeugbereich mit 32 Partnern als Konzeptfahrzeug gebaut wurde. Theoretisch sind bis zu 80 Prozent der Hauptmaterialien ersetzbar.
Im Rahmen der IFAT stellte der Spezialfahrzeughersteller Mulag ein neu entwickeltes Auslegersystem für den Straßenbetriebsdienst vor. Die technische Neuentwicklung soll Anwender effektiv bei ihren täglichen Arbeiten unterstützen.Mit zahlreichen Reinigungslösungen für den Kommunalbereich trat die Kärcher Municipal GmbH auf. Eines der Highlights war das Anbaugerät »CityZASC6« zur elektrischen Unkrautbeseitigung. Dieses kann mit den Geräteträgern der Holder »C«-Reihe und »MIC 42« verwendet werden und umfasst einen Generator, der Strom von bis zu 8 000 V erzeugt.
Unter dem Motto »Löwen im Alltag« stellte MAN Truck & Bus seine (Elektro-)Mobilitätslösungen für kommunale Anforderungen vor. Anhand von drei unterschiedlichen »eTGS« wurden die Vorteile des modularen Batteriekonzepts aufgezeigt. Je nach Fahrgestellkonfiguration kann das Rahmenlayout des »eTGS« drei bis sieben, speziell für den Einsatz im Nutzfahrzeug optimierte NMC-Hochvoltbatterien fassen. So lassen sich Reichweite und Nutzlast bedarfsgerecht auf das jeweilige Nutzungsprofil des Kunden abstimmen und spezielle Bauraumanforderungen erfüllen.
Gemeinsam mit Volvo Construction Equipment und Volvo Penta zeigt die Volvo Group unter dem Leitspruch »Together Towards Zero«, wie emissionsärmere Lösungen über den Lkw hinaus gedacht werden können. Ob Baumaschine, Antriebssystem oder Nutzfahrzeug: Der Ansatz ist derselbe. So bietet der ausgestellte 15 t schwere elektrische Radlader »L90 Electric« eine Hubkapazität von 4,5 t. Als abgasfreie Lösung eignet er sich ideal für innerstädtische Arbeitsvorgänge sowie für Bereiche wie den industriellen Materialumschlag, Forstwirtschaft, Landwirtschaft und Landschaftsbau, Steinbrüche und Bergbau sowie Abfall und Recycling. Volvo gibt eine anwendungsabhängige Laufzeit von 4 bis 5 h an.
Der Termin für die nächste IFAT Munich steht bereits fest: Die kommende Veranstaltung findet vom 29. Mai bis 1. Juni 2028 statt.