Hochbau (Schalung/Gerüste/Beton)

Tragende Systemlösung – projektspezifisch angepasst

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Die 160 km lange Autobahn verbindet Kalamata im Süden mit Korinth im Nordwesten. Hauptbestandteil des Lückenschlusses zwischen Paradisia und Tsakona ist die 390 m lange, als »T4« bezeichnete Bogenbrücke, deren Fertigstellung für 2014 geplant ist.

Der 22 m breite Brückenüberbau wird zu etwa zwei Dritteln an einem Stahlbogen abgehängt und in Stahlverbundbauweise ausgeführt. Für den nördlichen Brückenabschnitt wurde eine Spannbeton-Überbauvariante mit zweizelligem Hohlkastenquerschnitt gewählt. Tragendes Element der Brücke ist ein rund 30 m hoher Schrägpfeiler­zwilling mit asymmetrischer V-Form. Dieser dient zur Zwischenunterstützung der Ortbetonfahrbahn und als Auflager und Anfänger für den Stahlbogen.

Anpassungsfähiges Traggerüst


Im Wesentlichen sind es zwei Baukastensysteme, die kombiniert die hohen Lasten in den Untergrund ableiten. Mithilfe des Modulgerüstsystems PERI-Up-Rosett-Flex wird ein räumliches Tragwerk für die Pfeiler- und Überbauschalung gebildet, sukzessive bis zur Gesamtunterstützungshöhe von über 20 m nach hinten respektive oben wachsend. Mittels 25-, 50- und 75-cm-Horizontalriegeln lässt sich hier das 150-cm-Grundraster flexibel an die geometrischen und statischen Erfordernisse anpassen. So konnten die polygonal auszuführenden, 32° bis 36° flach geneigten Schrägpfeiler beidseits der Brücke in acht ­Segmenten mit je 4,5 m Länge hergestellt werden. Ergänzend zur PERI-Up-Gerüstkonstruktion bietet der Variokit-Ingenieurbaukasten standardisierte Systemlösungen für den Tunnel-, Brücken- und Ingenieurbau. So unterstützen Fachwerke aus mietbaren Standardelementen die schräg angeordnete Vario-GT-24-Träger-Wandschalung und leiten die Schalungs- und Betonierlasten der Schrägpfeiler in das Gerüst ab.

Schweres Traggerüst für 2400 t Last


Das Variokit-Baukastensystem bildet zudem die Basis für den schweren Traggerüstbau. Im ­Anschlussbereich zwischen Ortbetonbrücke und Stahlbogen dienen zwei je 17 m hohe, 42-stielige Variokit-Schwerlasttürme zur Aufnahme hoher Lasten – über die gesamte Bauzeit bis zur Erreichung der Eigentragfähigkeit. Jeder der beiden Türme hat 1 200 t Last sowie aufgrund der langen Standzeit hohe Erdbeben- und Horizontallasten abzuleiten. Hierzu verbanden die Ingenieure je vier Standardtürme mit 2 x 2 m Achsmaß mittels mehrerer, je nach Lastkonzentration gebündelter 37,5-cm-Vorsatzscheiben zu zwei Kraftpaketen – unter ausschließlicher Verwendung mietbarer Systemteile und baugerechter, typisierter Verbindungsmittel.

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