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07. Dezember 2017

Sensor-Technik Wiedemann: Neue Kleinsteuerung und eine Begegnung der vierten Art

Sensor-Technik Wiedemann: Neue Kleinsteuerung und eine Begegnung der vierten Art

Zur Agritechnica stellt Sensor-Technik Wiedemann (STW) ein neues Mitglied seiner ESX-Familie für mobile Zentralsteuerungen vor. Frei programmierbar, kompatibel hinsichtlich Ein- und Ausgangstypen zu anderen Mitgliedern der ESX-Familie und durch eine STW-Toolchain unterstützt, rundet die ESX-3CS die dritte Generation der erfolgreichen ESX-Steuerungen nach unten ab. Zudem setzt STW auf ein neues Gehäusekonzept. Neu kommt von STW zur Agritechnica mit dem Modell ESX-4CS-GW auch der erste Vertreter der vierten Generation von Steuerungen für mobile Anwendungen. Das frei programmierbare Kommunikations-Gateway setzt auf eine neue Prozessorarchitektur und wird per STW-Entwicklungsumgebung Open­syde unterstützt.

Entwickelt und gefertigt für den Einsatz unter harten Bedingungen erweitert die ESX-3CS die 32-Bit-ESX-Steuerungsfamilie um eine Kleinsteuerung. Bei der Neuheit wurde vor allem darauf geachtet, dass die Eingangs- und Ausgangstypen kompatibel zur ESX-3CM sind. Dadurch wird für Neu- und Bestandsnutzer eine einfache Skalierbarkeit der Funktionalitäten ermöglicht. Mit 30 analogen und digitalen Ein- und Ausgängen in der Standardkonfiguration ist die ESX-3CS als kompakte Zentralsteuerung für Sensor-Aktor-Management konzipiert. Sie erhält ihre Flexibilität durch 16 Multifunktionseingänge, deren Funktionalität per Software eingestellt werden kann. Dabei ist die Erfassung von Strom, Spannung, Frequenzen oder digitalen Schaltzuständen (Ereignissen) am Eingang möglich. Neben den Eingängen stehen insgesamt bis zu 14 Ausgänge zur Verfügung. Durch Parallelschaltung von mehreren Ausgängen innerhalb einer Gruppe können auch Aktoren mit höherem Leistungsbedarf angesteuert werden. Zwei der Ausgänge sind als Low-Side-Ausgänge ausgeführt und ermöglichen somit bei Bedarf eine zweikanalige Abschaltung von Aktoren. Zur Kommunikation bietet die ESX-3CS neben den zwei CAN-Anschlüssen optional eine Ethernet-, eine RS232- und eine LIN–Schnittstelle.


Wie die ESX-3CM basiert die ESX-3CS auf einem 32-Bit-­TriCore-Prozessor, der mit 300 MHz getaktet wird. Optional steht ein separater System-­Supervisor mit programmierbarem Watchdog zur Verfügung. Es werden auch die bewährten Entwicklungsumgebungen für die Programmiersprache »C« und Codesys bereitgestellt.

Begegnung der vierten Art

Die ebenfalls neue ESX-4CS-GW ist das erste Produkt der vierten Generation von Steuergeräten bei STW. Als Kommunikations­gateway bietet sie neben sechs CAN-Schnittstellen einen 4-Port-Ethernetswitch, eine LIN- und eine RS232-Schnittstelle. Mit zusätzlich 14 analogen und digitalen Ein- und Ausgängen in der Standardkonfiguration kann die frei programmierbare ESX-4CS-GW zusätzlich kleine Aufgaben des Sensor-Aktor-Managements übernehmen. Für die schnelle Bearbeitung der Aufgaben sorgt in der vierten Generation der ESX-Steuerungen der Infineon Aurix-Prozessor, der mit drei voneinander unabhängigen 32-Bit-TriCore-Prozessorkernen als sogenannter »Triple-TriCore« mit 300 MHz arbeitet.

Auch hier werden als Programmiersprachen »C« und IEC61131 unterstützt. Die jeweiligen Entwicklungsumgebungen dafür sind Codesys und Open­syde. Mit Open­syde zeigt STW auf der Agritechnica sein Framework und Toolset für die Implementierung, Analyse, Wartung und Dokumentation von Funktionen und Programmen in Steuerungssystemen für mobile Arbeitsmaschinen. Für Open­syde steht vor allem seine Offenheit: Frei nutzbare Schnittstellen zu Programmen wie für die Erfassung von Anforderungen oder Integration von Steuerungen von Drittanbietern.     §

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