Hochbau (Schalung/Gerüste/Beton)

Schnellmontagekran im Einsatz für Kulturdenkmal

Der Phnom Bakheng mit einer in Stufen angelegten Pyramidenbauweise und 60 Sandsteintürmen an den Ecken der fünf Terrassen war der erste und wichtigste Bergtempel der Region. Die schweren Schäden an der Bausubstanz des Tempels zeigen sich vor allem an den Ecken der Terrassen. Hier haben sich die Steine verschoben, sodass Bewuchs und Wasser eindringen und Strukturschäden verursachen konnten. 2004 wurden die Restaurierungsarbeiten mit einer Stabilisierung der eingestürzten Struktur der südwestlichen Ecke des Tempels begonnen. 2007 und 2011 erhielt der WMF Zuwendungen des US-Außenministeriums, sodass langfristige Erhaltungsprojekte begonnen werden konnten: Stabilisierung, Reparatur, Wasserschutz und teilweise auch ein Wiederaufbau. Um die Restaurierung bestmöglich voranzutreiben, beschloss der WMF die Anschaffung eines kompakten und leicht zu transportierenden Schnellmontagekrans zum Heben und Platzieren von Material.


»Anfang 2008 gab es eine starke Zunahme der Restaurierungstätigkeiten und wir analysierten die Art der Arbeiten, die zu erledigen waren«, erläutert Ben Haley, Communications Manager des WMF. »Angesichts der Lage des Tempels gelangten wir zu der Ansicht, dass ein Schnellmontagekran die beste Lösung sei. Nach weiteren Untersuchungen beschloss der WMF, einen Terex CBR 24 Plus anzuschaffen, der schnell und leicht aufzubauen ist und das Heben von Steinblöcken und andere Materialien von bis zu 2 t ermöglicht. Entscheidend auch: die maximale Ausladung des CBR 24 Plus von 24 m. An dem abgelegenen Standort des Phnom Bakheng mit seinem feucht-heißen Klima waren die Qualitätskomponenten und die verzinkte Konstruktion von großem Vorteil. Der Kran funktionierte vom ersten Tag an perfekt.«


Unebener Untergrund und ein eingestürztes Bauwerk machten die Konstruktion einer erhöhten, verstärkten Betonplattform nötig, um über ein solides Fundament für den Kran zu verfügen. Die Plattform ruht auf Stahlträgern mit Betonfundamenten und ist ausreichend stabil, um das Gesamtgewicht des Krans von 17,7 t, davon 8,46 t (9 Ballastblöcke aus Beton von je 940 kg) Gegengewicht, zu tragen. Nach Fertigstellung der Plattform wurde der CBR 24 Plus über einen steilen Pfad zum Tempel transportiert. Dort wurde der Kran mit zwei an der Stützstruktur aus Stahl montierten Winden über eine Behelfsrampe aus Sandsäcken auf die Plattform gezogen und abgesetzt.


Hier wurde der Kran mit Unterstützung eines Terex-Technikers und unter Verwendung der automatisierten Ballasteinrüstung aufgestellt.


Nach einer genauen Untersuchung des Standorts wurde der Kran in einer ersten Phase zur Restaurierung einer der Terrassen der östlichen Erhebung eingesetzt. Auch verschiedene Notmaßnahmen zur Stabilisierung und zum Schutz der umgebenden Mauerstrukturen wurden ausgeführt.

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