bauma Aktuelles Messerückblick

SBH Tiefbautechnik: Wirtschaftliche Alternative zum »Berliner Verbau«

SBH Tiefbautechnik aus Heinsberg hat auf der Bauma mit seiner SBH-Träger-Verbauplattenwand eine Neuheit im Bereich der Verbautechnik vorgestellt – eine wirtschaftliche Alternative zur funktionsidentischen Trägerbohlwand, auch »Berliner Verbau« genannt. Die Neuheit hat sich nach Unternehmensangaben auf der Messe zu einem Anziehungspunkt für tausende Besucher entwickelt.

SBH-Geschäftsführer Wolfgang Deußen zeigte sich deutlich zufrieden: »Wir hatten bereits viele gute Messeteilnahmen, aber mit diesem System hat sich unsere zehnte Bauma-Teilnahme als die beste und erfolgreichste herauskristallisiert«, zeigt sich Deußen hoch zufrieden. »Wir haben in dieser Woche über 10 000 Besucher begrüßen dürfen.«

Bei der SBH-Träger-Verbauplattenwand werden die SBH-Träger in Bohrungen mit und ohne Schutzrohr eingesetzt. Sie können auch durch eine besondere Konstruktionsauslegung gerammt werden. Anstatt waagrechter, händisch eingebauter Holzbohlen kommen großflächige Gleitschienenverbauplatten zum Einsatz. Die Verbauplatten werden schräg gefändert, das heißt versetzt und leicht überlappend in die Felder maschinell eingebaut. Toleranzen werden durch ein spezielles Bolzensystem ausgeglichen. Durch den kraftschlüssigen Einsatz der Verbauplatten ergibt sich eine bemerkenswerte Setzungsarmut und eine, wie SBH betont, wesentlich höhere Einbauleistung gegenüber Holzbohlen.

Doppelt 50 % im Plus

Die im Vergleich zum Berliner Verbau doppelte Feldlänge er­fordert bei gleicher Grabenlänge 50 % weniger Träger und 50 % weniger Anker oder Gurtungen. Dies ermöglicht eine höhere Ein- und Ausbauleistung mit leichtem Gerät und macht das System besonders wirtschaftlich. Mit dem SBH-Träger-Verbausystem können Kanalgräben und Schächte von über 10 m Tiefe verbaut werden. Durch die spezielle Einbautechnik finden Grundwasserabsenkungen mit Vakuumpumpen gestaffelt in wesentlich größeren Tiefen als bisher statt. Als interessanten Effekt nennt SBH, dass beim Ziehen der Verbauplatten aus großen Tiefen unvergleichlich geringe Rückstellkräfte auftreten. Das System habe seine Praxistauglichkeit kurz vor Beginn der Bauma auf ersten Baustellen unter Beweis gestellt. Als umweltfreundlich gelte es nach Anbieterangaben obendrein. Während das bei der Trägerbohlwand eingesetzte Holz nach dem ersten Einsatz entsorgt werden muss, gelte die Träger-Verbauplattenwand, so SBH, als nahezu unendlich oft einsetzbar.     §


 

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