Rosenberger Telematics GmbH »Smart Tacho 2«: Was Bauunternehmer jetzt wissen müssen

Wer auf der Baustelle den Überblick behält, weiß: Fahrzeuge und Maschinen sind das Rückgrat des Betriebs. Umso wichtiger ist es, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen rund um diese Fahrzeuge bekannt sind und rechtzeitig umgesetzt werden. Mit dem 1. Juli läuft die letzte Umstellungsfrist im Rahmen des EU-Mobilitätspakets ab. Betroffen sind diesmal nicht nur schwere Lkw, sondern auch leichte Nutzfahrzeuge, die viele Baubetriebe täglich im Einsatz haben.

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Rosenberger Telematics

Die Umrüstpflicht auf den »Smart Tacho 2« (SMT2) gilt ab 1. Juli für alle Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht zwischen 2,5 und 3,5 t, die gewerblich grenzüberschreitend eingesetzt werden. Im Baugewerbe betrifft das typischerweise Transporter und Sprinter, die Material, Werkzeug oder Personal über die Grenze befördern – etwa auf Baustellen in Deutschland, der Schweiz oder anderen EU-Nachbarstaaten. Wichtig dabei: Bereits ein einziger Grenzübertritt macht die Tachografenpflicht relevant. Wer also gelegentlich für Aufträge ins benachbarte Ausland fährt, ist genauso betroffen wie Betriebe mit regelmäßigem internationalem Einsatz. Nationale Ausnahmen – etwa die Handwerkerregelung im 100-km-Radius – gelten bei grenzüberschreitenden Fahrten ausdrücklich nicht. Für schwere Nutzfahrzeuge über 3,5 t sind die Fristen bereits abgelaufen. Seit August 2025 ist der »Smart Tacho 2« hier ohne Ausnahme Pflicht. Wer in diesem Bereich noch nicht umgerüstet hat, riskiert bei Kontrollen empfindliche Bußgelder und im schlimmsten Fall die Stilllegung des Fahrzeugs im Ausland.


Pflicht und Chance zugleich

Die Umrüstung auf den »Smart Tacho 2« muss durch zertifizierte Fachwerkstätten erfolgen. Dieser obligatorische Werkstattbesuch ist jedoch mehr als ein Pflichtprogramm – er ist der ideale Zeitpunkt, um gleichzeitig Telematik zu installieren. Der »SMT2« selbst bringt bereits wesentliche Neuerungen mit: Er erfasst Grenzübertritte automatisch, protokolliert Be- und Entladevorgänge und liefert manipulationsgeschützte Positionsdaten. Über standardisierte Schnittstellen lässt er sich nahtlos mit Telematiksystemen verbinden – und genau hier liegt der Mehrwert für den Baubetrieb.

Ein modernes Telematiksystem, das mit dem »SMT2« kombiniert wird, bietet einen Echtzeit-Überblick über die gesamte Flotte. Disponenten sehen jederzeit, wo sich welches Fahrzeug befindet – ob auf der Baustelle, beim Lieferanten oder auf dem Weg. Auch Restlenkzeiten und Pausenpflichten sind in Echtzeit einsehbar. Tachografendaten werden fernausgelesen und automatisch archiviert. Der administrative Aufwand, der im Schnitt bei mindestens einer Stunde pro Fahrzeug und Monat liegt, entfällt weitgehend. Auch das Wartungsmanagement wird erleichtert: Betriebsstunden, Kilometerstände und Servicefälligkeiten lassen sich zentral überwachen. Das verhindert ungeplante Ausfälle und reduziert Folgekosten. Alle relevanten Daten sind revisionssicher gespeichert und jederzeit für Kontrollen, Abrechnungen oder interne Auswertungen verfügbar. Anbieter wie Rosenberger Telematics bieten speziell auf den »SMT2« abgestimmte Lösungen an, die sich auch für gemischte Fuhrparks einheitlich einsetzen lassen.

 

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